https://www.faz.net/-hxl-rie0

Herzblatt-Geschichten : Merkel verbissen

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Während Frau Merkel Textmarker anknabbert, lesen die potentiellen Verlobten von Fürst Albert von Monaco in der S-Bahn Plätzchenrezepte. Whoopi Goldberg bevorzugt Pasta - und Gunter Sachs glänzt mit Verwegenheit.

          3 Min.

          Natürlich war es herrlich, mit Katrin und Kerstin drei Wochen auf dieser Insel in der Karibik zu verbringen. Allerdings gab es dort keine deutschen Knallblätter, wir verpaßten auf diese Weise die fünfte Hochzeit unseres Außenministers und das neue Eheglück von Uschi Glas. Beiden wünschen wir von Herzen gutes Gelingen. Sollte es wider Erwarten aber nicht klappen, so bitten wir um Diskretion. Wir finden es nämlich schlimm, wenn Paare nach der Trennung übereinander herziehen.

          Was andererseits aber manchmal auch verständlich ist, etwa wenn man in Bunte liest, wie der Sänger Peter Schilling (Major Tom) völlig aufgelöst über seine Noch-Gattin berichtet: „Sie flog mit ihrem Freund nach Ibiza in den Urlaub. Einige Tage später bekam ich von ihm die Hotel- und Flugrechnung zugeschickt. Und ich war so dumm und hab's auch noch bezahlt.“ Das ist wirklich schade, lieber Peter Schilling, aber grämen Sie sich nicht lange, sondern trösten Sie sich mit dem Lebensmotto des möglichen neuen SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck: „Fröhlich geht alles besser als schlecht gelaunt.“

          Textmarker mit Bißspuren von Frau Merkel

          Ähnlich denkt in Das Neue Blatt auch die Schauspielerin Whoopi Goldberg, die heiter in sich hineinmampft: „Ich liebe Pasta, Sahnesaucen und Schokoeis. Mein Hintern wird zwar immer größer, aber ich will dagegen nichts mehr tun.“ Auch Angela Merkel könnte gern etwas lockerer werden, denn manchmal wirkt sie leicht verbissen. Bei Ebay jedenfalls wurde jetzt nach Bild-Angaben ein gelber Textmarker mit dem Hinweis angeboten: „Hat ein paar Bißspuren, die wahrscheinlich von Frau Merkel sind.“ Das Stück ging weg für einen Euro.

          Wirkt nicht immer locker...

          Auch nicht besonders hoch im Kurs stand jetzt Camilla bei ihrem Besuch in Amerika. „Die Fotos von ihr und dem britischen Thronfolger“, weiß Neue Welt, „standen nicht auf den Titelseiten, sondern irgendwo weit hinten. Das kränkte Camilla doch sehr!“

          Sozialversicherungsangestellter mit Stirnglatze

          Dabei hatte sie alles so gut vorbereitet. Mehr als tausend Roben hatten die Modeschöpfer Camilla zur Auswahl vorgelegt - „eine kaum glaubhafte Zahl“, findet selbst die in Modefragen unerschrockene Bunte, die sich im übrigen abermals politischen Themen nicht verschließt und rückblickend über die arme Rita Süssmuth schreibt, daß Helmut Kohl sie immerfort demütigte und „sie bei einem Termin im Kanzleramt eine Dreiviertelstunde im Wartezimmer verharren mußte, um dann nicht vorgelassen zu werden“.

          Das war ja nun echt nicht nett von Helmut Kohl, aber uns plagt eine ganz andere Sache. Wir wollen es offen aussprechen, es handelt sich um nackten Neid. Auf die Promis. Weil sie es so leicht haben. Mit den Frauen. Nehmen Sie Fürst Albert von Monaco (47). Er ist ja nicht unsympathisch. Aber hätte er andere Eltern, würde ihn jedermann für einen freundlichen, leicht zur Korpulenz neigenden Sozialversicherungsfachangestellten mit Stirnglatze halten. Eine hübsche junge Frau würde in der S-Bahn vielleicht einen kleinen wohlwollenden Blick auf ihn werfen und sich dann sofort wieder in ihre Brigitte vertiefen und weiter das 28 Seiten starke Sonderheft „Wunderbare Weihnachtsplätzchen“ studieren.

          So verwegen wie Gunter Sachs

          Nun ist er aber der Fürst von Monaco. Und nur deshalb bricht die zum Niederknien supersüße Miß Germany Shermine Sharivar (53 Kilo, 1,74 Meter, Traummaße 88-65-88) in Frau im Spiegel gleich in jungmädchenhafte Schwerstbegeisterung aus: „Also, wenn man jemanden wie Fürst Albert trifft, dann ist das wie ein Traum. Gerade in meinem Fall. Wenn man als einfaches Mädchen und Studentin aus Aachen einen solchen Menschen kennenlernt, ist das wie ein Märchen.“

          Also nur wegen seiner Prominenz und vielleicht, weil er mit ihr im 61. Stock des Trump Towers Champagner getrunken hat, schmilzt das engelsgleiche Wesen gleich dahin, es ist wirklich ungerecht und gemein. Allerdings haben solche Promis vielleicht eine Sicherheit des Auftretens und eine gewisse Verwegenheit, die auch Gunter Sachs (72) an den Tag legte, als er mit seiner heutigen Ehefrau Mirja anbandelte.

          „Luxus der Demokratisierung“ auf dem Schoß

          In Das Neue Blatt erinnert er sich: „Ich bin '69 mit ihr, sie war Fotomodell, nach Rio geflogen. Beim Aussteigen strich ich ihr übers Näschen und sagte: Mädchen, eines Tages heirate ich dich.“ Natürlich haben wir das auch gleich versucht. Doch die Servierkraft im Restaurant des Bürgerhauses bei uns hier im armen Gallusviertel fauchte gleich los: „Nehmen Sie Ihre Finger aus meinem Gesicht.“

          Gottlob bleiben uns ja noch Kerstin und Katrin. Die beiden sind wirklich sehr niedlich und nett. Manchmal kommen sie hier in der Redaktion auf den Schoß, und wir blättern zu dritt in Bunte. Dort faselt der Deutschland-Chef von Cartier etwas von der „Demokratisierung des Luxus“. Dann dürfen Katrin und Kerstin sich aus Bunte etwas zu Weihnachten aussuchen, etwa einen Panthere-Ring für 11.600 Euro oder einen Diamantenohrring (Preis auf Anfrage). Das dürfen die beiden ganz allein entscheiden. Wir nennen das den Luxus der Demokratisierung.

          Weitere Themen

          Eislaufen beim Koksofen Video-Seite öffnen

          Zeche Zollverein in Essen : Eislaufen beim Koksofen

          Wer gerne Eislaufen geht, kann das in Essen nun vor einer spektakulären Kulisse tun. Auf dem Gelände des Zeche Zollverein wurde auch in diesem Jahr wieder eine Eisbahn aufgebaut.

          Topmeldungen

          Unser Sprinter-Autor: Cai Tore Philippsen

          F.A.Z.-Sprinter : „Lügner“ gegen „Marxist“

          Großbritannien wählt, der Maut-Untersuchungsausschuss nimmt Scheuer in die Zange – und der EU-Gipfel in Brüssel berät über Von der Leyens „Green Deal“. Das Wichtigste des Tages steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.