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Herzblatt-Geschichten : Meine Frau, das Heiligtum

Das Traumpaar der Volksmusik: Hertel und Mross führten „schon länger eine Art offene Beziehung” Bild: dpa

Offenbar ist nicht nur Schwedens Prinzessin Victoria schwanger, sondern auch Máxima, Kate, Madeleine, Letizia sowie die Frau von Andrea Bocelli. Ein Brüderchen kann allerdings auch anstrengend sein, weiß Boris Beckers Gattin Lilly zu berichten.

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          Die Freunde der Volksmusik müssen dieser Tage ganz tapfer sein. Nicht nur kündigt Hansi Hinterseer via Bild an, seine alljährlichen Fanwanderungen einzustellen; es haben sich nun tatsächlich auch Stefanie Hertel und Stefan Mross getrennt. Hertel, 32, und Mross, 35, galten als Traumpaar der Volksmusik, waren seit 20 Jahren verheiratet und seit 36 Jahren zusammen, führten aber offenbar laut Bild „schon länger eine Art offene Beziehung“ – und nicht nur Trompeter Stefan soll sich anderweitig vergnügt, auch Stefanie („Über jedes Bacherl geht a Brückerl“) soll ein verbotenes Duett mit einem Gitarristen gewagt haben (Bild: „Zupfen statt Blasen“).

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Obgleich ihre Ehe jetzt das Bacherl runterging, wollen sie nicht alle Brückerln abbrechen und in ein paar Wochen gar gemeinsam auf Tournee gehen. Keine gute Idee, kommentiert Kollege Heino auf der Bild-Website: „Entweder haben die beiden früher schon gelogen, als sie sich als glückliches Ehepaar verkauften, oder sie lügen jetzt, wo sie nach ihrer Trennung trotzdem noch zusammen auf Tournee gehen.“ So oder so fragt man sich, welche ihrer Erfolgstitel Stefanie und Stefan denn wohl noch vortragen wollen: „Aber niemals ohne dich“? „Wenn nicht du, wer dann“? Am passendsten sind vielleicht noch „Es kann nicht immer nur die Sonne scheinen“ oder „Das Leben ist zu kurz zum Traurigsein“. Oder „Ganz einfach was Verrücktes tun“.

          Im Nachhinein erscheint auch manches Interview in anderem Licht. Stefan Mross habe, entsinnt sich Frau im Spiegel, Stefanie einmal als „mein Heiligtum“ bezeichnet. Was ist denn das für ein komisches Kompliment an die eigene Ehefrau? Heiligtümer betrachtet man schließlich meist aus der Distanz, Zugang verschafft man sich nur ganz selten; den irdischen Genüssen frönt man woanders. Wie es ja auch der Titel von Mross’ neuestem Album empfiehlt: „Greif zu“. Sängerin Kristina Bach bestätigt in Bunte das Schreckensbild vom Sündenpfuhl Volksmusik: Frauen würden dort „wie Pokale benutzt und Wettbewerbe gestartet, wer die meisten abschleppt und flachlegt“. Für uns haben mit diesen bestürzenden Erkenntnissen auch lustige Musikantennamen wie „Schürzenjäger“ oder „Zipfelbuben“ ihre Unschuld verloren.

          Ist Bunte-Chefin Patricia Riekel was oder weiß sie was?

          Wen hat Bunte auf der Damenwiesn getroffen?

          Apropos Zipfelbuben: Der Auftritt eines Klavierduos in der RTL-Show „Das Supertalent“, von dem an dieser Stelle vor einer Woche die Rede war, hat sich als Fake herausgestellt – die beiden haben die Tasten gar nicht damit berührt, was wir hier als „Schnäbberle“ bezeichneten (eine Leserin aus Stuttgart wies uns darauf hin, dass die übliche Schreibweise „Schnäpperle“ lautet, merken wir uns). Geradezu eingeschnappt zeigt sich da Bunte-Chefin Patricia Riekel und beklagt im Editorial die „Missachtung der anderen Kandidaten, von denen sich einige wirklich Mühe gemacht, geprobt und geübt hatten“. Für alle Pianisten, die sich einmal an so einer Nummer versuchen möchten, heißt das also: üben, üben, üben!

          Bunte war natürlich auch auf dem Oktoberfest, und wen hat sie auf der Damenwiesn getroffen? Die eigene Chefredakteurin, die prompt interviewt wurde: „,Ein weiblicher Super-Organismus‘, wie Bunte-Chefin Patricia Riekel treffend bemerkt. ,Hier ist eingeladen, wer was weiß oder ist.‘“ Süß, dieses dezente Lob für die Vorgesetzte („treffend“), aber eine Frage bleibt offen: Ist Patricia Riekel jetzt was oder weiß sie was? Ihr Kollege Peter Voss widmet sich im Neue-Welt-Editorial dem Schönheitswahn der Frauen und ihrer Annahme, Männer würden Falten „sogar attraktiver machen. Dem muss ich an dieser Stelle eindringlich widersprechen!“ Und wer ihm nicht glaubt, braucht sich bloß sein Foto anzuschauen, das direkt danebensteht.

          Der „Schlagerpirat“ ist bestohlen

          Schwanger ist nach Darstellung der Herzblätter nicht nur Schwedens Prinzessin Victoria, sondern auch Máxima, Kate, Madeleine und Letizia. Letzteres beweist Neue Welt unter anderem mit einem Bild, das Letizia mit ihren bislang zwei Kindern zeigt: „,Bald bekommt ihr ein Brüderchen‘, flüstert die Mama ihren süßen Kindern Leonor (r.) und Sofia leise zu.“ Ha, aber nicht leise genug, denn Neue Welt hat mitgehört! Ein Brüderchen kann aber auch anstrengend sein, wie Boris Beckers Frau Lilly erfahren musste: „Manchmal schäme ich mich wirklich für meinen Sohn. Er schrie in einem Restaurant. O mein Gott, ich bin einfach gegangen und habe so getan, als wäre seine Nanny seine Mutter“, teilte sie der Welt laut Echo der Frau via Twitter mit. Vielleicht wollte der Kleine genau das mit seinem Geschrei erreichen?

          Dem armen Jürgen Drews sind derweil auf Mallorca 14.000 Euro aus seinem Auto gestohlen worden, berichtet Echo der Frau, und dazu noch „eine CD mit wichtigen Daten für sein neues Album“ – mit dessen Titel Drews die Tat freilich geradezu heraufbeschworen hat: „Schlagerpirat“ soll es heißen. Bessere Nachrichten gibt es von Andrea Bocelli, dem blinden Sänger mit der großen Stimme: Seine junge Lebensgefährtin ist schwanger. Der Satz aber, Echo der Frau, mit dem du die Sache beschreibst, der geht gar nicht: „Andrea Bocelli sieht Vaterfreuden entgegen.“

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