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Herzblatt-Geschichten : Plötzlich Geschwister

Herzoginnen Meghan und Kate bei einem gemeinsamen Wimbledon-Besuch. Schmieden sie heimliche Pläne für den Familienfrieden? Bild: dpa

Die Promis haben dank der FaceApp das Altern für sich entdeckt. Meghan und Kate führen sich neuerdings geschwisterlich auf. Und Gerhard Schröder macht Urlaub mit Wein – aber ohne Frau. Die Herzblatt-Geschichten.

          3 Min.

          Wenn es eine Sache gibt, die Stars und Sternchen zu vermeiden suchen, dann ist es das Altern. Zu groß ist der Druck, gerade bei Schauspielerinnen, noch für solche Rollen gecastet zu werden, die nicht „Mutter“, „Großmutter“ oder „unattraktive, aber lustige beste Freundin“ lauten. Und natürlich haben auch Männer ihre liebe Müh und Not, weiterhin als „Sexiest Man Alive“ in Frage zu kommen, ein zugegeben erstrebenswert universeller Titel.

          Johanna Dürrholz

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Doch dem Jugendwahn wurde ein jähes Ende gesetzt! „Schluss mit Botox, Hyaluron und Facelift – die Promis sind verrückt nach der FaceApp“, schreibt „In“. Für die weniger smartphone- und filteraffinen Leser: Die FaceApp ist eine Anwendung, durch die man beliebige Fotos beliebiger Menschen jagen kann, die von der Anwendung dann – schwupps – um einige Jahrzehnte in die Zukunft gebeamt werden.

          „Seid ihr alt geworden!“

          Diverse Prominente haben die Anwendung ausprobiert und das Ergebnis, den Blick in den futuristischen Spiegel, auf ihren Instagram-Kanälen veröffentlicht. Junge Promis, plötzlich alt, ergraut, runzlig. Für solche Stars, die die App nicht ausprobierten, haben die Klatschblätter das großzügig übernommen. „Seid ihr alt geworden!“, titelt „In“, „Blick in die Zukunft“, schreibt „Gala“. Und da sind sie alle: George und Amal Clooney, runzlig! Heidi und Tom, (gleich) alt! Ariana Grande, faltig! Vor dem Digital-Gott sind wir alle Oldies, da kriegt selbst Verona Pooth ordentlich Falten.

          Die Herzblätter lassen dann auch solche Prominente altern, die, wenn es nach Mutter Natur gegangen wäre, vielleicht ohnehin schon die ein oder andere Runzel gehabt hätten. So gesehen, ist der Blick in die Zukunft vielleicht nicht ganz realistisch und müsste nicht heißen: So sehen Promis in vierzig Jahren aus, sondern: So könnten Promis in vierzig Jahren aussehen – wenn sie denn altern würden.

          Der Natur ins Handwerk gepfuscht hat auch Barbra Streisand. Wie „Das Neue Blatt“ berichtet, wollte die Schauspielerin und Sängerin nicht ohne ihre Hündin Samantha leben – und ließ aus deren Zellen zwei Klone erschaffen, Scarlet und Violet. „Gruselig!“, findet „Das Neue Blatt“ das. „Ein totes Tier ist doch nicht einfach zu ersetzen!“ Offenbar schon, liebes „Neues Blatt“, und dann gleich doppelt. Wir wollen nur hoffen, dass Streisand bei den Zwillingshunden haltmacht. Nicht, dass sie auf die Idee kommt, Scarlet und Violet noch einen Geschwisterklon namens, sagen wir, Hamlet zu kreieren. Oder gleich: Omelette.

          Die Familienharmonie wiederherstellen

          Geschwisterlich führen sich neuerdings auch die Herzoginnen Meghan und Kate auf. Bei einem gemeinsamen Wimbledon-Besuch wurden die Schwägerinnen doch tatsächlich miteinander tuschelnd und lachend gesichtet. Während „Das Neue Blatt“ vermutet, die Queen habe „ein Machtwort“ gesprochen, weiß „Echo der Frau“ hingegen genau, woher das traute Miteinander rührt. Die beiden mögen sich nicht etwa, fühlen sich einander verbunden – oder wollten sich schlicht unterhalten. Weit gefehlt! Die beiden „nahmen sich gemeinsam vor, die Harmonie zwischen ihren zerstrittenen Ehemännern William (37) und Harry (34) wieder herzustellen“.

          Das Ganze, also das ganze Gespräch inklusive Lachen und Flüstern, sei, so „Echo der Frau“, ein „geheimer Plan“. Schließlich tun Herzoginnen nichts ohne Grund, wahrscheinlich nicht einmal schlafen und essen. Sollten wir sie jemals eine dieser Tätigkeiten verrichten sehen, und das noch gemeinsam, dann sicher nur, weil sie einer Top-Secret-Mission im Auftrag der Schwieger-Oma-Queen höchstpersönlich nachgehen.

          Einen höheren Auftrag verfolgt nun auch Ursula von der Leyen, die laut „In“ „vom ,Röschen‘ zur Königin Europas“ avanciert ist. Sogar ihre Feinde, weiß „In“, zollen der siebenfachen Mutter Respekt, denn, da ist „In“ besonders spitzfindig: „Selbst hochgeschätzte Politiker haben Feinde.“ Wirklich, „In“? Politiker haben Feinde? Da sind wir aber froh, dass wir die Laufbahn der Journalistin eingeschlagen haben. Wir wissen nicht, ob „In“ es schon wusste, aber Journalisten erfreuen sich ja allgemein großer und aufrichtiger Beliebtheit und haben, hochgeschätzt oder nicht, gar keine Feinde.

          Eine feindliche Gesinnung hegt hingegen So-yeon Schröder-Kim, 51, weiß „Die Aktuelle“ zu berichten, und zwar niemand Geringerem gegenüber als ihrem Gatten, Gerhard Schröder (75), höchstselbst. Der macht nämlich Urlaub! Allein! Und lässt es laut „Die Aktuelle“ „krachen“. Wo sollte er das tun, wenn nicht auf der Party-Ballermann-Insel schlechthin, also auf Borkum?

          Einer von beiden kommt erholt nach Bayreuth: die Schröder-Kims

          Dort jedenfalls hat Schröder, so „Die Aktuelle“, sich nicht nur ein „klebrig süßes Franzbrötchen“ genehmigt, sondern sich gleich die volle Gönnung gegeben: „Und beim Biss in die kleine Kalorienbombe hat er vermutlich die heimische Spezialität vor Augen: eine Brühe aus Anchovis, Algen, Rettich und Knoblauch.“ Schröder schlemmt also in Gedanken! Anschließend beobachtet „Die Aktuelle“ noch, wie Schröder mit gleich zwei Flaschen Wein im Arm aus dem Supermarkt schleicht. „Aber wehe, wehe, wenn das die strenge Gattin sähe...“, tadelt „Die Aktuelle“. Ja, was dann? Die würde wahrscheinlich sagen: „Gönn dir, Oida!“

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