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Herzblatt-Geschichten : Küsschen für die Klofrau

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Und täglich grüßt der Dudelsackpfeifer: Queen Elisabeth hat ein besonderes Weckritual Bild: AFP

Obwohl die Kinder mit dem Bobby-Car durch die Suite brausen, ist es bei Angelina Jolie und Brad Pitt aufgeräumt. Ministerin von der Leyen schätzt dagegen die Ruhe im Eigenheim.

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          Sechzig Jahre im Job: Was jüngere Generationen noch vor sich haben, hat Königin Elisabeth schon hinter sich. Ihre Thronbesteigung vor sechzig Jahren nimmt Das neue Blatt zum Anlass, sechzig Fakten über die Queen zu präsentieren, von denen wir tatsächlich einige nicht kannten. So ist Elisabeth Mitglied eines Puzzleclubs, wird von ihrem Ehemann „Sausage“ genannt - vielleicht weil sie einmal so heiß war? -, badet stets in zwanzig Grad kühlem Wasser und wird „jeden Morgen von einem Dudelsackpfeifer geweckt“ - was uns total auf den Keks gehen würde: Wären wir selbst König, wir hätten den Mann längst enthaupten lassen.

          Elisabeths erste Liebe schließlich, lesen wir, „hieß Owen und war der Stallknecht, bei dem sie reiten lernte. Sie war 5.“ Allzu lange hat die Sache aber nicht gehalten, denn bald schon hatte sie einen Neuen - wie wir dem Echo der Frau entnehmen, das auch ein paar Queen-Fakten gesammelt hat, aber nur auf 25 kommt: „Als 14-jähriger Teenager trug sie ein Foto von Prinz Philip (heute 90) in ihrer Handtasche - allerdings hatte sie sein Gesicht mit einem Bart unkenntlich gemacht. Es sollte keiner erkennen, wer auf dem Foto zu sehen ist.“

          Ob Philip sein „Würstchen“ immer lecker findet? Eher nicht, glaubt man der These Manfred Krugs: „Liebe ist doch was für die ersten 30, 40 Jahre“, erklärt er dem Neuen Blatt. Seine eigene, bislang 49 Jahre währende Ehe bilanziert er so: „Es hat immer geschmeckt, es war immer aufgeräumt.“ Da wird Frau Krug gewiss gerührt sein.

          Luna ist ordentlich, Lorenzo der Clown

          Auch beim Superpaar Angelina Jolie und Brad Pitt schmeckt es bestimmt klasse, und aufgeräumt ist es sicher auch immer, obwohl beide sechs Kinder haben. Die durften gerade, wie Bunte berichtet, im Berliner Adlon-Hotel „mit Bobby-Cars, eine Aufmerksamkeit des Berliner BMW-Statthalters Hans-Reiner Schröder, durch die Gänge der abgeriegelten Präsidentensuite brausen“. Schon seltsam, wie sehr man sich für die Jolie-Pitts freut, während man den weit weniger begüterten Wulffs ihr geschenktes Bobby-Car missgönnt.

          Auch ganz begeistert ist Veronica Ferres, die in Bunte „Meine Begegnung mit Angelina Jolie“ beschreibt und uns mit einem Satz recht verwirrt: „Sie hat mir erzählt, dass sie das Drehbuch für ihren Film im Kunstunterricht ihrer Tochter geschrieben hat.“ Was hat Jolie im Kunstunterricht ihrer Tochter zu suchen? War sie selbst die Lehrerin, oder saß sie auf der Bank? Und ist sie wirklich so ein tolles Vorbild, wenn sie im Kunstunterricht Bücher schreibt, statt ein schönes Bild zu malen? Gespannt sind wir übrigens, in welchem Blatt Jolie demnächst „Meine Begegnung mit Veronica Ferres“ schildert.

          Während Angelia und Brad arbeiten, dürfen ihre Kinder mit Bobby-Cars durch die Suite brausen Bilderstrecke

          Schauspielerin und Mutter ist auch Roswitha Schreiner, 46, die im Neuen Blatt ihre Zwillinge vorstellt: „Luna ist die Ordentliche, die Strebsame. Lorenzo hingegen ist ein echter Clown.“ Als Mutter erkennt man so was anscheinend sofort, selbst wenn die Kinder, wie Luna und Lorenzo, zarte sechs Wochen alt sind. Doch vermutlich strebt Luna immerzu nach der Mutterbrust und ruht nicht eher, bis sie ordentlich angelegt ist, während Lorenzo die Sache lockerer angeht. Schon sieben Kinder, eins mehr noch als Angelina Jolie, hat Ursula von der Leyen, die sich von Bunte im Innenhof ihres Ministeriums fotografieren ließ. Bildtext: „Ursula von der Leyen hört mit geschlossenen Augen in sich hinein.“ Die Ministerin nämlich ist eine Frau, welche die Stille schätzt und „am Wochenende am liebsten ihren sieben Kindern zuhört - und schweigt“. Was eher unpraktisch ist, wenn die Kinder mal eine Frage haben.

          Bunte aber hat von der Leyen viel erzählt, von den Stunden etwa, in denen ihre ganze Familie ein Buch liest („Man spürt förmlich, wie die Fantasie durch den Raum wabert“). Außerdem weiß die Ministerin: „Einem Menschen, den man liebt, kann man auch ohne Worte in die Augen schauen.“ Komischerweise können wir das bei jedem Menschen, selbst bei denen, die wir ganz bestimmt nicht lieben.

          Kein Freund vieler Worte scheint auch „Harry Potter“ Daniel Radcliffe zu sein, der in Bunte klagt, dass es mit Groupies nicht einfach ist: „Du musst ja schließlich nachher mit ihnen sprechen, auch wenn es bloß ein One-Night-Stand ist.“ Vorher spricht er mit ihnen offenbar gar nicht. Diese Prominenten! Von denen weiß auch Birgit Kandetzki nichts Gutes zu berichten, von Bunte befragte Toilettenfrau eines Berliner Clubs: Promis gäben „eher wenig Trinkgeld“, sie hätten ja meistens „keene Münzen dabei, nur Karten, wa?“. Von Schauspielerin Bettina Zimmermann immerhin gab’s für Frau Kandetzki einmal „ein Küsschen“. Ein Beispiel, dem wir an besagtem Ort ungern folgen würden, selbst wenn wir keene Münzen dabeihätten.

          Was wir aber immer dabeihaben, das ist ein hübsches Foto von Angelina Jolie, das wir aus der Bunten ausgeschnitten haben und nun in unserer Brieftasche tragen. Allerdings sollte keiner und schon gar nicht unsere Frau erkennen, wer auf dem Foto zu sehen ist. Daher haben wir Angelinas Gesicht mit einem Bart unkenntlich gemacht.

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