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Herzblatt-Geschichten : Kraftsymbole auf dem Körper

Keine Tragzeit wie ein Elefant: Kronprinzessin Victoria von Schweden ist nun offiziell schwanger. Bild: dpa

Die Klatschblätter kennen kein Spätsommerloch: Der Musikantenstadl wird zum Sanatorium und Gauck chillt fast nackt an der Ostsee. Die Herzblatt-Geschichten dieser Woche.

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          Haben sie also alle recht gehabt. Kronprinzessin Victoria erwartet ihr zweites Kind. Das hat der schwedische Hof offiziell mitgeteilt und damit bestätigt, was viele Klatschblätter seit langem behaupten. Genaugenommen behaupten sie das schon seit mehr als zwei Jahren, Woche für Woche, und irgendwann, wenn man Glück hat, stimmt es halt.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Was nicht stimmt, sind ein paar Sachen, die die Bild-Zeitung herausbekommen hat. So soll sich Lucas Cordalis, Mann von Daniela Katzenberger, öffentlich ein paar Jahre jünger machen. Laut Bild ist er 1967 geboren, sein Vater Costa hingegen sagt: „Lucas ist 1973 geboren. Ich muss es doch wissen.“ Lucas, der gerade selbst Vater geworden ist, sollte sich das Geburtsjahr seines Töchterchens dann besser mal aufschreiben, damit er nicht eines Tages für ähnliche Verwirrung sorgt.

          Ja wie alt ist denn der kleine Lucas? Wer weiß das besser, die Bild-Zeitung oder Papa Costa Cordalis?

          Stefanie Hertels Mann grenzt sich vom IS ab

          Schwer zu durchschauen ist, Woche der Frau zufolge, der Gatte Stefanie Hertels: „Neues Chaos um ihren Mann“, titelt das Blatt und fragt: „Hält ihre Liebe das aus?“ Leopold Lanner nämlich, der ebenfalls Musiker ist, fängt als solcher „noch mal ganz von vorne an“ und nennt sich nun „Lanny Lanner“. Dabei, mokiert sich Woche der Frau, habe er seinen Namen erst kürzlich in „Lanny“ geändert und sich verabschiedet von seinem alten Künstlernamen „Lanny Isis“ – offenbar weil das „heute leider an Terror erinnert“. Woche der Frau findet das Hin und Her „unreif“, von uns aus aber kann sich Lanner umbenennen, so oft er will. Es sollte nur kein Name wie „Al Qaida“ oder „Boko Haram“ sein.

          Einen neuen Namen hat auch der „Musikantenstadl“, der ab sofort „Die Stadl-Show“ heißt. Die neue Moderatorin Francine Jordi teilt dem Echo der Frau mit, dass sie ein „Kribbeln“ verspüre: „Schließlich moderiere ich zukünftig eine wichtige Sendung.“ Ah ja, welche denn noch? Neu gestaltet beim „Stadl“ ist das Bühnenbild, das nunmehr „wie ein Wellness-Hotel wirkt“. Erst Biergarten, jetzt Sanatorium: Offenkundig passt sich die Sendung der veränderten Lebenswirklichkeit ihres alternden Publikums an.

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          Die Lebenswirklichkeit des Ehepaars Wulff hat sich ja offenbar wieder zum Besseren gewandelt, auch wenn uns der Karriereweg Bettinas noch recht unergründlich scheint. „Beruflich“, schreibt Bunte, „engagiert sie sich fürs Tragen von Fahrradhelmen“, und dieser Satz stimmt uns irgendwie traurig. Glaubt man der Aktuellen, was man freilich besser lassen sollte, dann läuft es privat bei den beiden schon wieder nicht mehr rund: „Enthüllt – Die Wulffs – Schlimm, was sich zu Hause abspielt!“, schreibt das Blatt auf seinem Cover. Anlass für die Behauptung ist Bettinas Aussage: „Mein Mann hält sich bei der Hausarbeit ein bisschen mehr zurück.“ Das ist die ganze Geschichte, die man besser so hätte ankündigen sollen: „Schlimm, wer zu Hause nicht abspült!“ Beim Titelfoto, auf dem Wulff ganz passend mit einer Tasse in der Hand neben seiner Frau sitzt, handelt es sich laut Die Aktuelle übrigens um eine „Foto-Komposition“. Vergessen hat sie jedoch den Hinweis, dass es sich beim Artikel um eine Text-Komposition handelt.

          Joachim Gauck in der Badehose

          Über Wulffs Nachfolger hat Die Aktuelle in einer früheren Ausgabe berichtet, auf die sich Leserin Marina Struzyna bezieht: „Eigentlich sollten wir uns diese Seite einrahmen. Es geht also durchaus, dass unser Staatsoberhaupt mal in einem seriösen Licht erscheint.“ Besagte Seite zeigt Joachim Gauck beim Spiel mit seinen Enkeln an der Ostsee – in Badehose. Seriöses Licht? Bei allem Respekt: Einrahmen möchten wir uns das sicher nicht.

          Da hat er zwar noch ein Sakko an, die Badebux ist aber bestimmt schon drunter: Joachim Gauck und seine Partnerin Daniela Schadt auf der Ostsee.

          Für ihre Bikinifigur nimmt Sophia Thomalla einiges in Kauf: „Ich praktiziere ein aktives Dinner Cancelling“, berichtet sie In – „sprich: Ich esse abends nüscht mehr.“ Einen anderen Weg wählt, wie Intouch schreibt, Victoria Beckham: „Sie geht sogar so weit, dass sie in Restaurants kalorienarmes Essen bestellt, darauf minutenlang kaut, um es dann heimlich in eine Serviette zu spucken!“ Naja, die Sache dürfte spätestens dann auffliegen, wenn die Serviette richtig voll ist. Offen bleibt, ob Beckham das „aktives Dinner Spitting“ nennt.

          Britney Spears macht Fußfetischisten Avancen

          Nicht nur Servietten, sondern auch Damenhandtaschen können Überraschungen bergen. Wo andere dort nur Handy, Schlüssel oder Lippenstift aufbewahren, hält Schauspielerin Jana Pallaske laut Frau im Spiegel darin „Teebaumöl-Zahnstocher bereit, dazu Energiesteine (u.a. Rosenquarz) und ein Stück peruanisches Holz, mit dem sie sich täglich Kraftsymbole auf den Körper malt“. Letztere braucht sie bestimmt auch, wenn sie ständig all die Steine mit sich rumschleppt.

          Wird wohl viel Arbeit bekommen, vor allem Fußarbeit: Britney Spears

          Zum Schluss noch eine betrübliche Botschaft für Verehrer von Britney Spears: Sie hat von Männern die Nase voll. Diese könnten ihr, teilte die Sängerin bei einem Auftritt mit, „verdammt noch mal die verdammten Zehen lutschen“. Sie sollte sich freilich nicht einbilden, dass sie damit ihre Ruhe hat – schließlich gibt es Männer, die so etwas ausgesprochen gerne tun.

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