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Herzblatt-Geschichten : Katrin oder Kerstin

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Robbie Williams hat es leicht mit hübschen Frauen, Kronprinzessin Victoria liebt ihren Vierbeiner und Rachel Hunter findet ihren Po zu dick. Die aktuellen „Herzblatt-Geschichten“.

          3 Min.

          Was ist eigentlich bei der Motivwahl zu beachten, wenn man sich tätowieren lassen will?

          Diese Frage, die uns schon lange quält, richtet der stern an Lemmy Kilmister, der seit dreißig Jahren in der Krachmacher-Band „Motörhead“ spielt - „ein tätowierter Mann mit grimmigem Blick, der in seinem Leben so ziemlich jede nur denkbare Droge konsumiert haben dürfte“. Was rät er? „Nimm niemals Donald Duck als Motiv! Zwei Jahre - und du haßt ihn. Nimm irgendwas, an was du glaubst.“

          „Eine Flasche Tequila und zwei Stripperinnen“

          Okay, dann nehmen wir Angela Merkel und Robbie Williams. Frau Merkel, weil sie total süß aussieht, und Robbie Williams (31), weil er ganz anders ist, als alle denken. Bunte jedenfalls weiß: „Freunde beschreiben ihn als ungewöhnlich freundlich, bescheiden, fast schüchtern.“

          Im gewissen Gegensatz dazu schreibt Bild, ein perfekter Abend sehe für den Sänger so aus: „Eine Flasche Tequila und zwei Stripperinnen.“ Und die einzige Phrase, die er auf deutsch beherrsche, laute: „Alles fit im Schritt?“

          „Hi, I'm Robbie“

          Übrigens beeindruckt es uns doch immer sehr, wie offensiv solche Stars vorgehen, wenn ihnen eine Frau gefällt. Während unsereins immer so ein bißchen herumdruckst und sich schon beinahe schämt, wenn er mal zwanzig Sekunden zu lange auf die Bluse schielt, tippt jemand wie Robbie Williams einfach einer Frau wie Evelina Savara (35) auf die Schulter und sagt: „Hi, I'm Robbie.“

          Und das ist so erfolgreich, daß die Schöne wenig später sein neues Tattoo sehr ausführlich beschreiben kann, es sitzt übrigens in der Leistengegend. Oder denken Sie an David Bowie. 1976 trifft die Neue Revue-Reporterin Frances Schoenberger (heute 60) den Sänger in seiner Hotelsuite in Toronto.

          „Plötzlich küßt er mich“

          Doch statt ihr ein Interview zu geben, tut er etwas wunderbar Überraschendes: „Er legt seinen Kopf auf meine Schulter und nimmt meine Hand. Plötzlich küßt er mich. Es ist ein sehr zärtlicher Kuß.“ Und jetzt passen Sie mal auf, liebe Herren Leser, jetzt lernen Sie etwas: Wahrscheinlich verhalten Sie sich immer viel zu passiv, zu wenig fordernd und direkt. Probieren Sie bitte mal die David-Bowie-Masche, legen Sie Ihrer Sekretärin einfach den Kopf auf die Schulter und berichten Sie uns dann bitte, was passiert ist.

          Vielleicht wird es ja sogar die ganz große Liebe. So wie bei der Witwe Rolf Kaukas, des Erfinders von Fix und Foxi. Sie fühlt sich mit ihrem verstorbenen Gatten noch immer so verbunden, daß sie in Neue Revue sagt: „Wenn ich Gäste zum Abendessen einlade, bleibt sein Platz an der Tafel stets frei. Und der Butler muß in sein Glas ebenfalls Wein einschenken.“

          Kronprinzessin Victoria liebt Jambo

          Wir finden das genauso rührend wie die Antwort der schwedischen Kronprinzessin Victoria. In der Schwedischen Schule in Peking wurde sie von einem Fünfjährigen gefragt, ob sie verliebt sei. „Ja“, sagte sie, „er hat vier Beine, einen Schwanz, und er heißt Jambo.“ Gottlob fügt Das Neue Blatt erklärend hinzu: „Gemeint war natürlich ihr Hund.“ Das beruhigt uns jetzt sehr, man weiß ja nie.

          Zum Beispiel ist es nur eine ganz kleine, beiläufige Bemerkung in Das Neue Blatt, der wir kaum Glauben schenken mögen. Dort heißt es über einen Mann, er sei „der Autor“ der Sendung „Feste der Volksmusik“. Schreibt er dann solche Begrüßungen: „Herzlich willkommen, es ist soweit. Hallo, wie geht's? Seid ihr bereit?“ Dürfen wir uns da auch bewerben? Oh, danke.

          „Meinen Po finde ich zu dick“

          Dann schlagen wir folgende Begrüßung vor: „Hallo, daheim bei Nudeln und Reis. Wir senden für euch jetzt den folgenden . . .“- ach, lassen wir das, lassen Sie uns lieber über ein Zitat der Schauspielerin Jessica Alba in Bunte nachdenken. Sie lehnt Sex mit Regisseuren ab: „Ich will Männern, mit denen ich schlafe, nicht auch noch bei der Arbeit begegnen.“

          Wen wir ja gern mal treffen würden, das wäre Rachel Hunter, die Ex von Rod Stewart. Sie gilt als eine der schönsten Frauen der Welt, doch sie klagt in Das Neue Blatt: „Meinen Po finde ich zu dick, und ich wäre gern ein bißchen größer.“ Dabei mißt sie 1,80 Meter, aber Frauen sind halt nie zufrieden.

          Die K-Frage ist gelöst

          Vielleicht sollten sie öfter Bild lesen, da gibt es nämlich praktische Tips wie die fünf Wege zum Glück: Lächeln, an etwas Schönes denken, sinnvolle Freizeitbeschäftigung, Freundschaften pflegen, jeden Tag zwei Kilometer gehen. Außerdem sollen Sie sich einen Beruf suchen, der glücklich macht. Zum Beispiel Bundeskanzler. Dieser Beruf muß unglaublich glücklich machen.

          Bei uns sind die Probleme kleiner, wir müssen uns nur für eine neue Redaktionsassistentin entscheiden, zwischen Kerstin und Katrin. Katrin ist der dunkle Typ, schlank, harter Body, perlweiße Zähne, blitzend grüne Augen, dunkle Locken, trägt viel Rot.

          Kerstin ist weicher, üppiger, blond, sehr freundlich. Während wir noch überlegen, fällt der Blick auf den stern, in dem der Brasilianer Jorginho sagt: „In Brasilien denken viele, der Deutsche habe ein hartes Herz.“ Das wollen wir widerlegen. Wir nehmen beide. Katrin und Kerstin. Damit wäre dann die K-Frage gelöst.

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