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Herzblatt-Geschichten : K wie Kotzbrocken

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Warum ist Steffi Grafs Ehe plötzlich in Gefahr? Wer hat mit seinen heilenden Händen einem Kranken in Indien geholfen? Und wofür steht eigentlich die Abkürzung BINK? Antworten liefern die neuen Herzblatt-Geschichten.

          Es sind diesmal vor allem ernste Themen, mit denen wir uns beschäftigen müssen. Als erstes möchten wir Sie, Carola W. aus Euskirchen, doch sehr dringend bitten, von der Zusendung weiterer Ganzkörpernacktfotos (gefühlte Konfektionsgröße 44) abzusehen, es ist zwecklos! Und dann müssen wir Sie, liebe Leser, leider darüber informieren, daß Steffi Grafs Ehe in Gefahr ist. Warum? Liegt doch auf der Hand: Ihr Andre spielt jetzt nicht mehr Tennis und nervt, „aus Langeweile bringt er sogar die Mülltonne selbst raus“. Und auch Steffi sagt in Das Neue Blatt: „Er muß lernen, etwas mit seiner Zeit anzufangen.“

          Dann könnte er sich ja mal bei Chris de Burgh Anregungen holen. Der Sänger hat nämlich heilende Hände, wie er in Das Goldene Blatt bestätigt: „In Indien habe ich jemand getroffen, der nicht gehen konnte. Ich habe ihn mit meinen Händen berührt, und er konnte plötzlich aufstehen.“

          „Nach dir, du bringst ja mehr Geld nach Hause“

          Wir fahren fort mit ernsten Themen und widmen uns dem Komplex Partnerschaft. Nun ist es auch zwischen Reese Witherspoon und ihrem Schauspielerkollegen Ryan Phillippe aus. Doch das hatten wir lange vorausgeahnt, denn während er um jede Rolle kämpfen muß, bekommt sie für einen Film nach Bunte-Angaben eine Gage von 15 Millionen Dollar. Wie er darunter gelitten haben muß, wurde aus einem bitteren Satz deutlich, mit dem er ihr bei einer Veranstaltung den Vortritt ließ: „Nach dir, Darling, du bringst ja auch mehr Geld nach Hause.“ Ja, diese Partnerschaften sind eine schwierige Sache. Noch immer denken die Männer, auch die modernen, sie müßten mehr Geld verdienen als ihre Gattinnen, eigentlich komisch.

          Schon plausibler erscheinen Trennungen wegen des Altersunterschieds oder wegen Untreue. Die Schauspielerin Hannelore Hoger (65), die im Fernsehen die resolute Bella Block darstellt, war im richtigen Leben mit dem 25 Jahre jüngeren Siegfried Gerlich liiert. Jetzt aber hat er sich einer 34 Jahre alten Frau zugewendet. Für Hannelore Hoger muß das schmerzlich sein, aber es gefällt uns, wie sie darauf reagiert.

          „Sie können schreiben, was Sie wollen“

          Während andere Bunte ihr Herz ausschütten würden, antwortet sie den investigativen Reportern des Blattes kühl: „Sie können schreiben, was Sie wollen. Ich äußere mich zu der Angelegenheit nicht. Und jetzt bin ich müde und gehe ins Bett.“ Wir rufen Bravo und sehen uns in dieser Zustimmung auch durch Uwe Seeler gestützt, der in Das Goldene Blatt über Niederlagen äußert: „Den Kopf hochnehmen und weitermachen. Schlappohren hängen lassen ist schlecht, damit kommt man nicht weiter.“

          Und dies wollen wir auch dir zurufen, Volksmusik-Einheizer Karl Moik, der du nach deinem erzwungenen Abschied vom Fernsehen in Neue Welt greinst: „Ich bin ein Rentner mit Wehmut im Herzen. Und einer, der früher das Sagen hatte und heute nur noch Befehle ausführt. Von der Frau und den Enkeln.“ Ach Gottchen, dann lerne doch von Chris de Burgh das Handauflegen, vielleicht kannst du den einen oder anderen Volksmusikstar auf diese Weise zum Verstummen bringen, einfach die Hand auf den Mund, vielen Dank.

          „Ich bin ein bißchen depressiv und pessimistisch“

          Jetzt noch mal zurück zu den Trennungen. Jeder denkt ja, in der gescheiterten Ehe Paul McCartneys sei Heather Mills die Schuldige. Wenn wir allerdings im stern lesen, was Marianne Faithfull über den jungen Paul und dessen bockiges Verhalten gegenüber seiner damaligen Freundin Jane berichtet, dann kommen uns Zweifel: „An einem Abend habe es einen Streit um ein offenes Fenster gegeben. Paul, erzählt Faithfull, stand auf, um es zu öffnen, dann kam Jane und schloß es wieder. Das ging den ganzen Abend so, und niemand sprach dabei ein Wort.“

          Nee, dann lieber ein bißchen neurotisch. So wie Woody Allen, der im Tagesspiegel bekennt: „Ich bin ein wenig klaustrophobisch und habe ein wenig Platzangst. Ich bin ein bißchen depressiv und pessimistisch. Bis in meine Vierziger habe ich beim Einschlafen das Licht angelassen.“ Okay, klingt ein wenig abgedreht. Ist aber immer noch besser, als schlechte Manieren zu haben wie der SPD-Politiker Ludwig Stiegler, über den Bunte berichtet, daß er „die vom Chauffeur offengehaltene Beifahrertür zuknallte und sich vornehm auf dem Rücksitz niederließ“.

          Gibt es nicht auch bessere Männer?

          Ja, man muß sich die Männer sehr genau anschauen. Fernsehmoderatorin Marijke Amado hat in Das Goldene Blatt ihr Mißtrauen in Versalien gepackt: BINK steht am Anfang für Blendendes Aussehen, Intelligenz, Natürliches Auftreten und Kavalier der alten Schule. Bald jedoch, meint sie, „entpuppt sich das B als blöd, das I als intrigant, das N als nichtsnutzig und das K als Kotzbrocken.“

          Na ja, ist vielleicht doch etwas übertrieben. Gibt es nicht auch bessere Männer? So wie uns? Vorhin kam unsere rassige tschechische Assistentin Jitka mit den Superkurven ins Büro und klagte über leises Stechen in der Herzgegend. Da haben wir ihr natürlich liebevoll die Hand aufgelegt. Nach zwei Stunden war es gut.

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