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Herzblatt-Geschichten : In der Prinzenrolle

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Promi-Sex bis zur totalen Erschöpfung, Familientherapie mit der „Bunten“, die Liebeslügnerin Nadja Abd El Farrag und wieder eine neue Redaktionsassistentin: Die aktuellen „Herzblatt“-Geschichten.

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          Am Freitag erreichte uns die grußlose Postkarte von Frau Roswitha Weber aus 64367Mühltal: „Ich bin langjähriger Abonnent der FAZ. Über die Herzblatt-Geschichten vom 5.6.05 konnte ich nicht lachen. Roswitha Weber.“

          Leider schreiben Sie nicht, sehr geehrte gnädige Frau, worüber Sie nicht lachen konnten, aber wir müssen Sie warnen: Auch in dieser Folge der Herzblatt-Geschichten geht es wieder um super-ernste Themen wie Prinzgemahle, Groupies, unverschämte Nachbarn („beim Grillfest wurde er zudringlich“) und Schönheitsoperationen.

          Jetzt hat sich ja sogar der attraktive Sänger Julio Iglesias unter das Messer begeben und verrät in Das Neue Blatt auch den Grund: „Er fand seinen Blick nicht mehr ausdrucksstark genug.“ Nun ist der Mann ja immerhin 61, hat sieben Kinder und eine reizend aussehende, erst 38 Jahre alte Spielkameradin, da sollte man doch meinen, er könne mit den Wirkungen seiner Blicke zufrieden sein, aber nein, er unterzieht sich schmerzhafter Einschnitte, nur um mit ausdrucksstarken Augen weitere Frauen an- und auszuziehen.

          Promi-Sex bis zur Erschöpfung

          Übrigens muß man an dieser Stelle mal wieder festhalten, daß die erotischen Chancen der Sänger wirklich enorm sind. Davon berichtet in Bild auch Peggy Lipton, „die knackigste Siebenundfünfzigjährige Amerikas“, die einst als Groupie tätig war und „Promi-Sex bis zur totalen Erschöpfung“ genoß. Einmal schloß Paul McCartney sie in die Arme: „Das war der Kuß meiner Träume: leidenschaftlich, zart und aufregend.“

          Aber wir wollten ja über die schwierige Rolle des Prinzgemahls reden. Würden Sie, liebe Männer, beispielsweise die schwedische Kronprinzessin Victoria (27) heiraten? Gut, sie scheint echt nett zu sein und wirkt auf ihre etwas kompakte Art durchaus attraktiv. Doch hätten Sie Lust, immer in ihrem Schatten zu stehen, immer zu schweigen, wenn sie spricht, stets ausländische Staatsgäste erst an zweiter Stelle begrüßen zu dürfen?

          Meine Frau, die Königin

          Insofern sollte sich der Fitnesstrainer Daniel Westling (31) sehr genau überlegen, ob er in die Prinzenrolle schlüpfen sollte und sich vorab vielleicht Rat holen bei Prinzgemahl Henrik von Dänemark. Der ist ja schon einmal beleidigt in seine Heimat Frankreich abgerauscht, weil er die Demütigung nicht ertrug, erst nach seinem Sohn begrüßt zu werden. Kürzlich beim Familientreffen war er auch nicht dabei.

          Er soll, wissen die Familientherapeuten von Bunte, wenige Tage zuvor bei einem offiziellen Essen, das Protokoll mißachtend, die Königin als „meine Frau Margrethe“ vorgestellt haben, was die Monarchin nicht erfreut habe. Da kann Prof. Joachim Sauer ruhig schon mal üben: „Darf ich Ihnen Frau Dr. Merkel vorstellen, die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.“ Übrigens schreibt Bunte über Prof. Sauers Gattin einen Satz von verrätselter Eleganz: „Die überrumpelnde Attraktivität, die Angela Merkel derzeit verströmt, beruht mehr auf innerer Modellierung als auf äußerer: Sie ist angekommen in der Selbstsicherheit.“

          Eine halbe Stunde geschrien

          Wer von den Männern aber Angela Merkel für zu ernst oder zu machtbewußt oder zu schlecht angezogen hält, sollte doch froh sein, daß sie nicht so exaltiert ist wie viele andere Frauen. Wir zum Beispiel haben den Totalhorror vor dem Privatverhalten von Schauspielerinnen, seitdem eine Schauspielschülerin (22) uns einmal vier Stunden und 16 Minuten lang etwas vorgeweint hat (sehr laut), woran wir jetzt erinnert wurden, als wir in Frau im Spiegel lasen, die Schauspielerin Katerina Jacob habe nach der Mitteilung, sie werde Oma, am Telefon „eine halbe Stunde lang geschrieen - vor Freude“.

          Nein, das ist nicht nötig, wenngleich Emotionen und Kosenamen natürlich zum Leben und zur Liebe dazugehören. Kronprinz Felipe von Spanien nennt seine Frau übrigens, wie Frau im Spiegel erlauschte, nicht Schätzchen oder Mausi, sondern La Jefa - Chefin. Als Liebeslügnerin könnte man dagegen Nadja Abd El Farrag, geborene Naddel, bezeichnen. Sie tat knallpresseöffentlich so, als habe sie was mit ihrem Manager. In Wirklichkeit, gesteht sie Frau im Spiegel, hat es sie so „genervt“, nach der Zeit mit Dieter Bohlen immer gefragt zu werden, ob sie keinen Neuen habe, daß sie schließlich einen erfand: „Ich bereue es und schäme mich dafür.“

          Ein Fall für zwei

          Ein wenig Reue zeigen sollte unserer Meinung nach auch die jetzt vom Krimidetektiv Matula (62) geschiedene Brigitte (55), die ihren Ex in Bild am Sonntag als „herrischen Typen“ und „gefühlsarm“ schmäht. Also, so gefühlsarm, liebe Frau Brigitte, kann er ja wohl nicht sein, wenn er seine 36 Jahre jüngere Freundin Sarah und sich dauerhaft zu einem Fall für zwei machen kann.

          Uns persönlich wäre eine Sechsundzwanzigjährige ja zu jung. Unsere neue Redaktionsassistentin Anke aus Rendsburg (sehr blond, sehr frisch, sehr schlank) ist schon 29. Gerade kommt sie ins Büro, in ihrem knappen Bikini wirkt sie überrumpelnd attraktiv. Aber, psst, sie schließt jetzt von innen die Tür und schenkt uns diese Blicke. Ausgesprochen ausdrucksstark.

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