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Herzblatt-Geschichten : Im Reiz etwas überbetont

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Die „Aktuelle“ titelte neulich: „Ursula von der Leyen - Wirbel um ein Nacktfoto...“. Wie seltsam, dass die Kollegen sich bei diesem Foto eine Headline à la  „Ursulas Kuschelparty mit Angela“ entgehen ließen.
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          Unsere Weihnachtsstimmung hat diese Woche einen Dämpfer erhalten. Die Kollegen der Aktuellen nämlich haben, überraschend genug, ein Buch gelesen, nämlich das neue von Benedikt XVI. - und mussten feststellen, dass der Papst höchstpersönlich hier den Küng gibt. Die Weihnachtsgeschichte schreibt er darin in weiten Teilen neu und behauptet etwa, „dass es Tiere und Stall nicht gegeben“ habe. Ja, selbst die Geburt von Jesus müsse man „früher anlegen, zwischen dem 7. oder 6. Jahr vor Christus“. Jesus soll vor Christus geboren sein?

          Für solcherlei Ketzertum hat Die Aktuelle wenig übrig: „Die Andacht vor einer Kirchenkrippe kann uns keiner nehmen. Auch der Papst nicht!“ Wir bleiben da gelassener, solange Benedikt nicht auch behauptet, Jesus habe gar kein Lametta an seinem Weihnachtsbaum gehabt.

          Das goldene Blatt informiert uns derweil über ein überraschendes Abstimmungsergebnis. Auf die Frage „Vom wem würden Sie sich am liebsten die Geschenke bringen lassen?“ hätten die Briten mehrheitlich geantwortet: von David Hasselhoff. Und wir dachten immer, an den Hasselhoff glauben nur die Deutschen. Wobei, von einem süßen blonden Weihnachtsengel würde mancher sicher auch gern beschert werden, zum Beispiel von Eva Habermann oder von Eva Hassmann, bei den beiden kommen wir immer durcheinander.

          Soso, Campino, dein Sohn soll also kein trinkender, feiernder Rockstar werden. Wie war das noch gleich mit dem Wasser predigen...? Bilderstrecke
          Soso, Campino, dein Sohn soll also kein trinkender, feiernder Rockstar werden. Wie war das noch gleich mit dem Wasser predigen...? :

          Und nicht nur wir, weshalb Eva Habermann, 36, nun in einem Filmchen Eva Hassmann, 39, parodiert: „Sie posiert übertrieben, leckt sich frivol die Lippen, steckt sich den Finger in den Mund und zieht ihn gaaanz langsam wieder heraus“, fasst Bild den Inhalt zusammen. Was aber hat Eva H. gegen Eva H.? „Es geht mir langsam auf den Keks, dass ich seit Jahren auf Otto angesprochen werde, weil alle Habermann mit Hassmann verwechseln!“, klagt Habermann. Von Otto Waalkes indes ist Eva Hassmann seit neuestem geschieden; hoffentlich werden die Evas dann überhaupt noch angesprochen. Lustig fänden wir es, wenn sich nun auch Eva Herman einmischte, aber die ist ja im Grunde unverwechselbar.

          Eine weitere Blondine begegnet uns auf dem Cover der Aktuellen: „Ursula von der Leyen - Wirbel um ein Nacktfoto...“, lesen wir dort. Besagtes Foto sehen wir auch, allerdings erst im Innenteil: Im auf dem Bundespresseball verteilten satirischen Almanach hatte man Leyens Haupt auf den nur von einem transparenten Tuch verhüllten Oberkörper Marilyn Monroes montiert. FDP-Gutachter Rainer Brüderle fand das Ganze „im Reiz vielleicht etwas überbetont“, CSU-Mann Peter Ramsauer sah es positiv: „Demzufolge ist die von der Leyen nicht so langweilig, sonst würde man sich mit ihr nicht so beschäftigen.“ Wobei „nicht so langweilig“ jetzt auch nicht das charmanteste Kompliment für Frau von der Leyen ist. Von Ramsauer übrigens wurde kein Nacktfoto gedruckt.

          Mehr Kleidung trägt stets Sänger Clueso, 32, der in Bunte erzählt: „Ich habe zum Glück immer jemanden, der mir eine Jacke überzieht.“ Leider versäumt er es an dieser Stelle, seiner Mutti mal zu danken. In Familienangelegenheiten äußert sich auch Kollege Campino, nämlich über seinen Sohn, 9: „Ich würde ihm definitiv Dinge verbieten, die ich gemacht habe“, sagt er In. Leider meint er nicht das Gröhlen schlechter Lieder, sondern Alkohol und Drogen. Alicia Keys’ Sohn Egypt - wir ahnen, wo Mami und Papi an ihm gewerkelt haben - wiederum hat, so jedenfalls zitiert sie Intouch, „an jedem Song meiner aktuellen Platte mitgeschrieben“. Jetzt verstehen wir, warum die sich so anhört, Egypt ist nämlich zwei.

          Ein älteres Wunderkind, Boris Becker, sorgt derweil für Aufsehen auf Twitter, wo er bekannte (sic): „Grosser Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde Patriot, als Sie Friedensnobelpreis gewonnen hat!!!“ Auf diese grammatikalisch wie faktisch waghalsigen Worte bekam Becker heftige Reaktionen. Bild aber springt für ihn in die Bresche und fordert, wir „sollten stolz auf unseren Über-Sportler sein!“ Und das sind wir ja auch. Schließlich werden auch wir Patriot, als Er damals gegen Argentinien das Siegtor geschossen hat.

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