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Herzblatt-Geschichten : Igitt, Romantik

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Roberto Blanco mit Lebensgefährtin Luzandra Strassburg: Trotz seiner 94 Jahre hat der Entertainer eine junge Blondine im Arm Bild: AP

Als Schlagerfuzzy hat man einfach die allerbesten Chancen bei Frauen. Ebenso als Politiker. Klein darf man(n) allerdings nicht sein. Schließlich schätzen schöne Models Größe. Die neuen Herzblatt-Geschichten.

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          Kam früher ein junger Mann zu uns mit der Bitte um Berufsberatung, so empfahlen wir stets: Schlagerfuzzy. Als solcher hat man nämlich bei den Frauen allerbeste Chancen, selbst Roberto Blanco weiß ja trotz seiner 94 Jahre eine hübsche junge Blondine an seiner Seite. Nun werden wir aber vielleicht umdenken und den jungen Männern raten, es mit dem Berufsbasketball zu versuchen, zumal in Amerika, denn in Welt am Sonntag lasen wir: „Auf Auswärtsfahrten in ihrem Hotel angekommen, finden die Spieler nicht selten bereits etliche Nachrichten von Frauen, die mit ihnen gern die Nacht verbringen würden.“

          Jetzt mal eine Frage an die Opa-Studienräte, die uns immer böse Briefe schreiben wegen unserer schönen Redaktionsassistentinnen. Wenn Sie jetzt so ein Basketballer wären, und da läge an der Rezeption dieser freundliche Brief mit Herzen auf dem Umschlag und innen drin ein freizügiges Foto von einer Frau, die so schön wäre, so unfassbar sexy, dass Ihnen die Luft wegbliebe - würden Sie dann sittlich standhaft bleiben?

          Bei Gesprächen heimlich schlafen

          Tja, da kommen Sie ins Grübeln, wir aber nutzen die Zeit, um über Karl Lagerfeld nachzudenken. Wissen Sie eigentlich, warum er immer diese dunklen Brillengläser und so hohe Hemdenkragen trägt? Die Hemden, um den faltigen Hals zu verbergen, die Brille, „um bei Gesprächen heimlich kurz schlafen zu können“. So hat es laut Bild sein Ex-Assistent Arnaud Maillard in einem Buch dargestellt. Seit seiner Diät trage der Modeschöpfer Damenjeans in Größe 34 - „so eng, dass fast jedes Mal der Reißverschluss platzte“. Und was macht Karl Lagerfeld (75) zweimal die Woche? Da übt er mit einem Tanzlehrer in seiner Wohnung Mambo.

          Der hohe Hemdkragen, um den faltigen Hals zu verbergen, die Brille, „um bei Gesprächen heimlich kurz schlafen zu können”: Designer Karl Lagerfeld

          Huch, das würden wir uns echt gern mal ansehen, aber ein Blick auf den dicken Reiner Calmund, der heftig trainiert, um sich an den Halbmarathon zu wagen, wäre auch nicht schlecht. Calmund hat schon dreißig Kilo abgenommen, und sein Bauchumfang von anfangs 167,5 Zentimetern ist um zwanzig Zentimeter zurückgegangen, toll! Seine schlanke Gattin Sylvia sieht in Bunte zwar, dass er sich für sie so quält, findet aber, dass er „ruhig rund bleiben darf“. Ja, für diese Großherzigkeit lieben wir die Frauen so.

          Eine Ausstrahlung wie ein Schnürsenkel

          Danièle Thoma hat ihrem untreuen Gatten Helmut ja auch alles verziehen, hat ein Lobpreisbuch auf ihn geschrieben und ihn so zurückgewonnen. Auch heute noch bekennt sie in Bunte: „Er ist mein Prinz! Er ist kein einfacher Mann. Ab und zu muss man schlucken und ihm Toleranz zeigen.“ Vielleicht sollte Frau Thoma sich dann und wann aber ein Scheibchen Nichttoleranz von Katherina Jacob abschneiden. Dazu braucht sie in Bunte nur eine Seite umzublättern, dann liest sie, wie die Schauspielerin reagierte, als ihr Mann ihr eine Mango aus dem Kühlschrank gemopst hatte: „Ich bin ans Telefon gerannt und habe mir einen riesigen eigenen Kühlschrank bestellt. Darauf habe ich einen Totenkopf gemalt. Wer den anfasst, ist praktisch tot.“

          Jetzt etwas anderes: Warum ändern manche Menschen eigentlich nicht ihren Namen? In Frau im Spiegel begegnet uns diese Woche zum Beispiel eine ungewöhnlich nett und zugleich intelligent aussehende Dame, aber sie heißt Gesine Cukrowski. Als Gesine Kuh hätte sie einen viel hübscheren und auch einprägsameren Namen, aber das ist ihre Sache. Gesine Cukrowski jedenfalls ist Schauspielerin und sagt wunderbar selbstkritische Dinge: „Es gibt Tage, da hat man eine Ausstrahlung wie ein Schnürsenkel.“ Was aber nicht verhinderte, dass einst Sean Penn total auf sie abfuhr: „Ja, und dann fing Sean Penn an, aufs dreisteste mit mir zu flirten. So, dass ich mich kaum getraut habe, auf die Toilette zu gehen, weil ich dachte, der kommt gleich hinterhergerannt.“

          Die Ansprüche schöner Frauen

          Ja, Frauen haben es manchmal nicht leicht. Aber als wir in GQ lasen, welche Ansprüche solche schönen Frauen wie das Model Eva Padberg stellen, taten uns die Männer leid. Dauernd bekommen die doch eingetrichtert, sie sollten sensibel und romantisch sein, aber dann sagt Frau Padberg: „Für Romantiker hab ich nichts übrig. Das Wort klingt schon so klebrig: Romantik, igitt.“ Und dann beleidigt sie auch noch alle kleineren Männer: „Ein Mann muss mindestens so groß sein wie ich, 1,80 Meter, sonst kann ich den gar nicht ernst nehmen.“

          Dann würde Eva Padberg ja auch nichts mit Franz Müntefering (69) anfangen, den wir auf 1,76 Meter schätzen, aber das ist ja auch nicht schlimm, denn er hat ja schon seine Michelle (29). Bunte ist einerseits gemein und schreibt, dass Münte dreizehn Jahre älter ist als sein potentieller Schwiegervater. Auch unsere Redaktionsassistentin Marija aus Kroatien ist erst 23. Doch wie sie gerade erst schwebend in unser Büro tänzelt und die K-Frage stellt: „Kuchen oder Küsschen?“, da lesen wir im Bunte-Editorial, dass wir überhaupt kein schlechtes Gefühl dabei zu haben brauchen: „Dass sich ein reifer Mann in der Gesellschaft einer jungen Frau wohl fühlt, die fast seine Enkeltochter sein könnte, ist verständlich.“ Danke.

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