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Herzblatt-Geschichten : Holt euch Heinos Bambi!

Er hat jetzt auch Heinos Bambi im Visier: Zusammen mit Rapperkumpel Sido möchte Bushido für den zurrückgegebenen und bald wohl zur Versteigerung stehenden Preis mitbieten Bild: dpa

Demi Moore hat einen „Celebrity Life Strategist“, die Guttenbergs eine Villa mit sechs Schlafzimmern und Stefanie Hertel vielleicht einen neuen Freund.

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          Die besinnliche Zeit des Jahres droht für manchen hart zu werden - so für Florian Silbereisen. „Schwere Prüfung vor Weihnachten“, verkündet Das goldene Blatt und erinnert an „das Glühwein-Drama vom vergangenen Jahr“, als Silbereisen auf dem Passauer Weihnachtsmarkt zu später Stunde randaliert habe. „Der TV-Liebling wurde zum Beispiel als Florian Silbermonster und Florian Blaueisen bezeichnet. Pünktlich zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte beginnt der Spott nun von neuem. Armer Florian!“ Da können auch wir dem sympathischen Süffeleisen nur wünschen, dass er die besinnungslose Zeit heil übersteht, um bald wieder zum Glüh-, äh, Frühlingsfest des Alkopops, Pardon, der Volksmusik nette Kollegen wie die Kastelruther Schnapsdrosseln zu begrüßen.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Trennung von Stefanie Hertel und Stefan Mross noch immer nicht akzeptieren mag Echo der Frau: „Stefanie & Stefan - Der Fotobeweis! Endlich wieder zusammen“, lautet die Titelstory. Deutlich kleiner gedruckt sind die Worte „auf Tour & privat?“, wobei vor allem das Fragezeichen den triumphalen Ton der Schlagzeile konterkariert. Dabei hat laut Neuer Welt Stefanie längst „einen neuen Freund“, der „ein bisschen aussieht wie Hollywood-Star Johnny Depp“. Anders als jener scheint Stefanies Neuer karrieretechnisch am Anfang zu stehen, ist er doch „Aushilfs-Gitarrist in der Band ,Wolkenlos’“. Man wird sehen, ob es was Ernstes ist oder ob die freundliche Aushilfe nur vorübergehend für Sonnenschein sorgt.

          Haben die beiden wirklich nur ein Handtuch?

          Mit einem neuen Berufsbild macht uns Gala vertraut: Sie hat mit Suzannah Galland gesprochen, „Celebrity Life Strategist“ von Demi Moore. Einen persönlichen Lebensstrategen, den hätten wir auch gerne, nur kennt uns halt keine Sau. Außerdem würden wir uns gehaltvollere Ratschläge wünschen als jene von Mrs. Galland, die meint, dass Demi nicht so viel hätte twittern sollen. Wären wir selbst Lebensstratege, so rieten wir Christine Neubauer, das Geld für einen Lebensstrategen lieber in einen guten Anwalt zu investieren. Im Bunte-Interview klingt ihr Gatte nämlich nicht so, als würde er sich bei einer Scheidung mit einem Handschlag begnügen: Natürlich, so Lambert Dinzinger, habe Neubauer, die er schon seine „Ex-Frau“ nennt, das Talent mitgebracht: „Aber die Marke Christine Neubauer wurde zur Hälfte auch von mir mitgeprägt und aufgebaut.“ Meldungen, er habe die Schlösser der gemeinsamen Villa ausgetauscht, worauf Christine im Hotel nächtigen musste, kann er lächelnd dementieren - „wir haben Zahlencodes“. Die habe er in der Tat geändert, „aus versicherungstechnischen Gründen“, schon klar.

          Trank im letzten Jahr zuviel Glühwein: Florian Silbereisen Bilderstrecke

          Noch zusammen sind DJ Ötzi und seine Sonja, wobei man sich beim Bunte-Gespräch fragt, wie lange noch: „Mich stört, wenn er mal wieder das Handtuch nicht ordentlich aufgehängt hat.“ - „Und mir ist das Handtuch so was von wurscht (. . .). Ich verstehe gar nicht, wie man zehnmal am Tag übers Handtuch reden kann.“ Bleibt die Frage: Haben die beiden wirklich nur ein Handtuch? Besser ausgestattet sind die Guttenbergs, deren amerikanische Villa laut Bunte „sechs Schlafzimmer, acht Bäder, Pool und eine Garage für fünf Wagen“ hat. Hauptsache, es gibt nicht auch sechs Arbeitszimmer, sonst verzettelt er sich wieder wie bei seiner „Doktorarbeit“, die er auf achtzig Datenträger verteilt haben will. Von Bunte befragt nach Guttenbergs Comeback-Chance, sagt Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter: „Er hat es nicht leicht, in dieser Partei noch einmal zu starten.“ Lustigerweise wird im ganzen Artikel nicht erwähnt, in welcher Partei Guttenberg eigentlich ist. Doch spielt es eine Rolle?

          Gegendarstellungskönig Günther Jauch

          In Acht nehmen sollte sich Heino, der seinen Bambi ja zurückgeben will, weil sein - nun ja - Kollege Bushido auch einen bekam. In Bild verkünden nun Bushido und Rapperkumpel Sido: „Wir holen uns Heinos Bambi.“ Allerdings nicht auf jene Art, wie man es bei ihnen erwarten würde - sie wollen ganz zivil bei der Versteigerung mitbieten. Dennoch sollte Heino besser den Rat des Goldenen Blattes beherzigen, mit dem „Langfinger keine Chance“ haben: „Nehmen Sie einen alten Tennisball, schnitzen Sie einen dünnen Schlitz (. . .) in Ihren Ball. Jetzt können Sie Ihren Schmuck und andere Wertgegenstände ganz einfach im Inneren des Tennisballs verschwinden lassen.“ Steht zu hoffen, dass der Langfinger kein Tennis spielt. Vermögendere Menschen und Bambi-Besitzer wie Heino müssen ohnehin auf Fußbälle ausweichen. Oder auf Medizinbälle, welche sich aber auch für Medikamente eignen.

          Wieder zugeschlagen hat Gegendarstellungskönig Günther Jauch: Frau im Spiegel hatte ihn als Jüngling „in seinem mit Büchern vollgestopften Zimmer“ abgebildet: „Auch für Kunst scheint er sich zu interessieren, wie der weibliche Akt über seinem Bett beweist...“ Nun schreibt Jauch zurück: „Hierzu stelle ich fest: Das Foto zeigt mich im Zimmer eines Freundes.“ Touché! Wenn er nun noch beweisen kann, dass auch der hässliche Pullover auf dem Bild seinem Freund gehört, sind wir beruhigt.

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