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Herzblatt-Geschichten : Herren, die Bikini tragen

Til Schweiger und seine Freundin Sandra a.k.a „Schildkröte“ (Rechts) Bild: dpa

Til Schweiger gibt seiner Freundin Sandra einen besonders tierischen Kosenamen. Und die Schauspielerin Meital Dohan hat sich von Al Pacino getrennt – weil er zu alt ist. Muss das Til Schweiger Sorgen bereiten? Die neuen Herzblatt-Geschichten.

          3 Min.

          Schon toll, dass es soziale Medien gibt. Andernfalls hätten wir zum Beispiel nie erfahren, mit welchem tierischen Kosenamen Til Schweiger, 56, seine neue Freundin Sandra, 25, bedenkt. Nicht Bärchen nennt er sie und auch nicht Keinohrhäschen. Vielmehr, berichtet Gala, habe Schweiger auf Instagram ein Bild gepostet und getextet: „Ich liebe dich so sehr, Schildkröte, du hast ja gar keine Vorstellung.“ Das Bild zeigt Til und Sandra, also hat Schweiger wohl wirklich seine Freundin gemeint – und nicht etwa eine echte Schildkröte, die er vielleicht als Haustier hat. Oder er hat versehentlich das falsche Foto gepostet.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Du hast ein goldenes Herz“, hat der Schauspieler laut Gala noch geschrieben, „und ich fühle, dass ich endlich angekommen bin.“ Das Foto soll die beiden beim Malediven-Urlaub zeigen, und da, auf den Malediven, würden auch wir ganz gern mal ankommen. Wobei Schweiger das Ankommen offenbar auf die Liebe bezieht, wo er diverse Abenteuerreisen hinter sich hat. Frage: Wenn er 56 Jahre alt werden musste, um endlich irgendwo anzukommen – ist dann womöglich Schweiger selbst die Schildkröte?

          „Ich bin endlich angekommen“, teilt freilich auch Sänger Matthias Reim mit, und der ist sogar schon 62. Seine Reise hat ihn an den Bodensee geführt, wo er Bunte empfängt. An seiner Seite ist Sohn Julian, der über den Vater nur das Beste zu sagen hat: „Mein Papa ist mein Vorbild. Selbst beim Umgang mit Geld.“ Und weil sich jetzt manche erinnern werden an Schlagzeilen über eine Insolvenz, fügt Julian hinzu: „Seine früheren Fehlschläge sind ja bekannt. Aber er hat es allein wieder raus aus den Schulden geschafft.“ Noch eine frohe Botschaft hat Julian für den Vater parat: „Irgendwann möchte ich meine eigene Familie haben. Auch hier ist Papa mein Leitbild.“ Besagtes Leitbild hat laut Bunte sechs Kinder mit fünf Frauen, also sogar eine überaus große Familie. Oder sollte Reim vor allem deshalb ein leuchtendes Vorbild für den Filius sein, weil er mit 62 eine 30 Jahre junge Freundin hat?

          Auf Dauer gutgehen muss so etwas nicht. Die Schauspielerin Meital Dohan, 40, hat sich Frau im Spiegel zufolge soeben getrennt von Al Pacino, 79, und als Begründung gesagt: „Es ist schwer, mit so einem alten Mann zusammenzusein, selbst wenn er Al Pacino heißt.“ Den Herren Reim und Schweiger muss dies dennoch keine Sorgen bereiten: Erstens sind sie noch keine 79 Jahre alt, und zweitens heißen sie beide nicht Al Pacino.

          Nicht immer leichte Zeiten an der Seite Christian Wulffs hat dessen Exfrau Bettina hinter sich, die ein neues Buch geschrieben hat und sich Gedanken macht über die Höhen und Tiefen des Daseins. Weit unten angekommen war sie im September vergangenen Jahres, als sie, wie Bunte erinnert, unter Alkoholeinfluss und gewohnt großer Aufmerksamkeit der Medien ihren Porsche Cayenne gegen einen Baum fuhr. „Ich habe die Kurve nicht mehr bekommen und die Karre im wahrsten Sinne des Wortes gegen die Wand gefahren“, schreibt sie, obwohl es ja eigentlich ein Baum war. „Ich hatte wieder einmal das schmerzliche Gefühl, am falschen Platz zu sein.“ Ein Gefühl, das gewiss jeder teilen würde, der mit zerbeultem Porsche an einem Baum klebt; da würde wohl niemand denken: endlich angekommen. Inzwischen geht es ihr gottlob besser, sie hat einen neuen Freund und fährt viel Fahrrad.

          Noch schwieriger ist der Weg, der hinter dem Schauspieler Ben Affleck liegt, er hatte mit Trennungen, Alkohol- und Spielsucht zu kämpfen. „Die Liste seiner Teufelskreis-Täler ist wirklich lang!“, urteilt Bunte, die Afflecks Schicksal damit treffend zusammenfasst: Der Arme durchwandert nicht nur tiefe Täler, sondern zugleich einen Teufelskreis, in welchem man ja auch nirgendwo so recht ankommt. Hoffen wir, dass es sich dabei wenigstens nicht auch noch um eine Sackgasse handelt.

          Sein Kollege Martin Semmelrogge erzählt Frau im Spiegel derweil: „Ich habe oft eine Tupperdose mit Essen dabei, für schlechte Zeiten.“ Das ist clever, dürfte aber bei längeren Corona-Wellen und größeren Teufelskreisen nicht reichen. Immerhin ist Semmelrogge glücklich angekommen bei seiner Ehefrau, die er einst im Theater kennenlernte: „Und es war direkt so eine Sympathie da, so eine Energie – es hat gleich irgendwie Bong gemacht.“ Das ist interessant: Bei Klaus Lage macht es Zoom, bei anderen Menschen Klick oder Bumm – und bei Semmelrogge ein Geräusch wie der Name einer Wasserpfeife. Passt aber bei dem Schauspieler, der lange eine gewisse Neigung zu Genussmitteln zeigte, gar nicht schlecht.

          Gar nicht gut zum abtrünnigen Prinzen Harry passt laut Echo der Frau-Leserin oder -Leser „J.H.Sch.“ seine Gattin: „Auf Fotos macht Meghan überall das Victory-Zeichen (Zeichen für Sieg, Anm. d. Red.). Harry ist in großer Gefahr und braucht Hilfe.“ Leichtsinnig von Meghan, sich so zu verraten; vielleicht zeigt sie demnächst lieber ein weniger verfängliches Zeichen wie „Daumen hoch“ oder Raute.

          Aktuelle-Leserin Helga Bormann aus Erfurt wiederum schießt sich auf Sylvie Meis ein: „Was hat diese Frau denn schon geleistet? Dass sie uns sehr oft immer neue Männer vorstellt, bekleidet meist nur im Bikini?“ Das, hier müssen wir ihr zustimmen, muss auch wirklich nicht sein: Die Herren könnten sich vor der Vorstellung ja echt noch etwas überziehen.

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