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Herzblatt-Geschichten : He, he, he, Tatti ist o.k.

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Liebe Leser, mancher wundert sich, wie es unserem Außenminister immer wieder gelingt, so junge Dinger zu becharmen. Ganz einfach: Frauen achten bei der Partnerwahl auf den Status. Und das ist gut so - Herzblatt-Geschichten.

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          Liebe Leser, bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir diese Woche gleich zu Beginn der beliebten Herzblatt-Geschichten etwas geraderücken müssen. Da hatten wir an dieser Stelle am vergangenen Sonntag doch irrtümlich behauptet, Ferfried von Hohenzollern sei vor seiner herzerfrischenden Liebe zu (der in jeglicher Hinsicht unbescholtenen) Tatjana Gsell mit einer gewissen Maja verheiratet gewesen.

          Und schwupps, flattert uns schon ein Brief einer hochangesehenen Berliner Rechtsanwaltskanzlei ins Haus. Die Anwälte weisen uns in aller gebotenen Höflichkeit darauf hin, daß - Tatjana hin oder her - der Ferfried und die Maja nach wie vor verheiratet seien. Wir bitten, diesen Lapsus zu entschuldigen, und wünschen allen Beteiligten noch viel Freude in ihren jeweiligen Beziehungen.

          Gemeint ist nicht der Außenminister

          Womit wir auch schon beim Thema wären. Denn während alle anderen Knallblätter nur mit Eiapopeia-Geschichten aufwarten, titelt Das Neue Blatt gnadenlos: "Ihr großes Glück hielt nur sieben Monate". Gemeint sind erstaunlicherweise nicht unser Außenminister und seine aktuelle Lebensgefährtin, sondern das spanische Thronfolgerpaar Felipe&Letizia:

          "Letizia ist übernervös. Sie kommt nicht zur Ruhe. Sie nimmt mehr und mehr ab . Und Kronprinz Felipe, der ihr noch am ehesten Rückhalt geben, Freiräume schaffen und Ängste nehmen könnte, steht hilf- und offenbar auch tatenlos daneben." Das korrespondierende Bild ("der Fotobeweis einer schweren Krise") zeigt Felipe bei einem Staatsempfang mit vor dem königlichen Gemächte gekreuzten Händen und einem Gesichtsausdruck, als müsse er gerade ganz dringend auf die Toilette. Kurzum: das Beweismaterial ist stichhaltig. Wer bei offiziellen Anlässen so aussieht wie ein Abwehrspieler bei einem Freistoß in der Mauer vor dem Tor von Real Madrid, der braucht sich auch nicht zu wundern, wenn Das Neue Blatt sich fragt: "War seine Liebe nicht stark genug?"

          Nach zehn Jahren haben sie sich noch ganz doll lieb

          Wie schön, daß es doch auch Stefanie Hertel und Stefan Mross gibt, unser volkstümliches Vorzeige-Paar, von dem in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ohnehin viel zu selten die Rede ist. Die beiden haben sich nämlich nach mehr als zehn Jahren trauter Zweisamkeit immer noch ganz doll lieb, wie wir dem großen Stefanie-Hertel-Weihnachtsinterview in Neue Welt entnehmen. Auf die Frage, ob irgendwer an ihrer Beziehung rütteln könne, antwortet die "schöne und stimmgewaltige" Sängerin ebenso stimmgewaltig: "Eigentlich nicht. Natürlich kann sich das ändern."

          Wir hatten hier ja mal das Gerücht kolportiert, Stefanie Hertel und Stefan Mross seien in Wahrheit gar kein Liebespaar, das Ganze sei für die Boulevardpresse nur inszeniert. Aber diese üble Nachrede kann angesichts solch klarer Worte ja nun gottlob als widerlegt gelten.

          Habt ihr noch alle Tassen im Schrank?

          Wo wir dich, Neue Welt, gerade loben, können wir uns einen Tadel leider nicht verkneifen. Deine Bilderserie zum Sammeln "Die schönsten Diana-Fotos" fanden wir bisher ausnahmslos prima, viele Aufnahmen hängen über unserem Bett und im Spind unseres armseligen Büros. Aber mit Folge Nr.377 hast du uns keinen Gefallen getan: eine schwangere Princess of Wales in einem total häßlichen rosafarbenen Kleid, die uns zu allem Überfluß auch noch die Zunge rausstreckt? Habt ihr eigentlich alle Tassen im Schrank, oder gibt euer Bildarchiv nicht mehr her? Na gut, ihr konntet für euer Weihnachtsmenü immerhin Schwedenkönigin Silvia gewinnen (Wein-Käse-Süppchen, Gänsebraten mit feiner Füllung, Royale Eistorte mit Schuß) und unsereins nur Harald Rüssel (siehe Seite 62). Was aber kein Grund ist, uns derart zu beleidigen!

          Fischers Einsatz für den Fortbestand der Welt

          Jetzt aber wirklich zu unserem Außenminister: Frau im Spiegel wundert sich, wie es dem Sechsundfünfzigjährigen immer wieder gelingt, so junge Dinger wie die 28 Jahre alte Minu zu becharmen, und hat aus diesem Grund die "Partnerschafts-Expertin Birgit Ehrenberg" zu Rate gezogen. Und Frau Ehrenberg analysiert glasklar: "Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, daß Frauen aus allen Kulturen bei der Wahl des Partners unbewußt auf den Status achten, weil sie einen Versorger für sich und ihren Nachwuchs suchen. Das ist seit den Neandertalern so, das wird auch immer so bleiben. Und das ist auch gut. Jedenfalls für die Frauen und die Kinder und den Fortbestand der Welt." Wir ahnten zwar schon immer, daß Joschka Fischer maßgeblich zum Fortbestand der Welt beiträgt. Aber daß er dies mit so hohem persönlichen Einsatz tut, können wir nur aufs schärfste begrüßen.

          Weniger begrüßenswert finden wir die Erkältung unserer Ex-Freundin Stephanie Meyer sowie unseres geschätzten Kollegen Peter Lückemeier, auf den Sie, liebe Leser, diese Woche leider verzichten müssen. Wir empfehlen jedenfalls die Lektüre des Beitrags von Dr. Rolf Beutler in Bunte ("Wohlfühl-Wanne als Wundermittel") und wünschen allseits gute Besserung!

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