https://www.faz.net/-hxl-7qf8w

Herzblatt-Geschichten : Hamster in Hollywood

Im Kreise ihrer Lieben: Heidi Klum mit Hans und Franz. Aber fragen Sie nun bitte nicht wer wer ist Bild: dpa

Jogi Löw macht vor, wie man einer schlechten Welt das Gute abgewinnt, und genießt das Bahnfahren. Eine Haltung, die auch Heidi Klum und Helene Fischer angeraten sei: Die eine droht Hans und Franz zu verlieren, der anderen könnte bald der Mund verboten werden.

          3 Min.

          Man muss, auch wenn es an manchen Tagen schwerfällt, stets das Positive sehen. Weitermachen, weiterlachen. Die Welt geht unter? Machen Sie sich keine Sorgen! Irgendwo geht eine neue auf. Diese Haltung empfiehlt sich auch für die Aktiven bei der Fußball-WM, die gerade einen Sieger und 31 Verlierer ermitteln. Jogi Löw hat schon vor dem Anpfiff verloren, nämlich seinen Führerschein, und er beweist im Bunte-Interview, dass er das Positive sieht: „Jetzt fahre ich Bahn, das liebe ich.“ Vermutlich ist er immer nur deshalb so schnell mit seinem ungeliebten Auto umhergebrettert, weil er es nicht abwarten konnte, endlich wieder aussteigen zu können.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Rasch aus dem Turnier aussteigen könnten Jogis Jungs, sollte sich die Einschätzung von Gala bestätigen, dass Mats Hummels „der sinnliche Schmusetyp in der deutschen Elf“ ist - die gegnerischen Stürmer mögen es ja eher etwas härter, da wird mit Schmusen nicht viel sein. Wobei immer mehr Männer, wie Bild uns lehrt, komplett auf sich fixiert sind, was man dann „spornosexuell“ nennt: Das sei „die neue, noch eitlere Form des metrosexuellen Mannes“, zusammengesetzt aus „Sport, Porno und Sex“ - spornosexuell eben. Dieser Tage indes dürften etliche Männer eher fubisexuell sein. Das ist zusammengesetzt aus Fußball, Bier und Sex, für den sie dann aber meist zu besoffen sind.

          Ungebremste Freude: Der passionierte Bahnfahrer Jogi Löw hat sein Ziel erreicht und kann vom Auto auf die Schiene wechseln

          Was die ehemalige Spielerfrau Sylvie Meis betrifft, so reißt der Strom irgendwelcher „Vertrauter“, die gegenüber dem Boulevard „ihr Schweigen brechen“, nicht ab. Diese Woche hat eine natürlich anonym auftretende „Freundin“ Closer Sylvies angebliche „Botox-Sucht“ gesteckt. „Dieser Anblick“, so Closer, „ist ein Schock: Das Gesicht von Sylvie Meis (36) gleicht einer Puppe!“ So ganz verstehen wir die Aufregung nicht. War das bei Sylvie denn nicht schon immer so? Körperlich immer puppiger wird Heidi Klum: „Magersucht-Gefahr“, ruft Intouch. Dabei war Heidi immer „stolz auf meine Kurven“, namentlich auf jene Körperpartien, die sie „Hans und Franz“ nannte. Den Fotos nach zu urteilen, könnte sie jetzt höchstens von Hänschen und Fränzchen sprechen.

          Der frühere Klum-Schützling Betty Taube, 18, darf derweil bei „Verlorene Liebe“ mitspielen. In nimmt das zum Anlass, die „süße Lüdersdorferin“ zu fragen, ob es sie nach Hollywood ziehe. Antwort: „Es wäre super, dort durchzustarten, das Wetter ist da toll!“ Äh, ja, und manche Filme sollen auch ganz gut sein. Zu allem bereit freilich wäre Betty für ihre Karriere nicht: „Ich würde niemals mit einem Typen vor der Kamera wild rumknutschen“, sagt sie. „Da würde ich tausend Mal lieber mit einem Hamster oder so vor der Kamera stehen.“ Na, dann wünschen wir viel Erfolg, Hamster-Filme sind in Hollywood ja gerade das ganz große Ding.

          Viel Lärm um Nichts: Sieht Sylvie Meis aus wie eine Puppe? Wir sind ehrlich entsetzt..

          Dort schon ein Star ist Shailene Woodley, die sich laut In dagegen wehrt, „mit Jennifer Lawrence verglichen“ zu werden. Sie führe, so Woodley, „ein einfaches und glückliches Leben. Das heißt für mich zum Beispiel, dass ich Seife und Zahnpasta selbst herstelle.“ Woodley ist übrigens Single, „doch das könnte sich schnell ändern, wenn ich einen Mann finde, mit dem ich astrologisch kompatibel bin“. Spätestens hier zeigt sich, dass der Vergleich abwegig ist: Jennifer Lawrence ist längst nicht so durchgeknallt.

          Apropos Seife und Zahnpasta: „Greifen Sie für kleinere Einkäufe zu einem Einkaufskorb anstatt zum Wagen“, rät ein Verbraucherschützer im Neuen Blatt. „Weil dieser nach kurzer Zeit sehr schwer wird, kauft man gezielt ein und geht schneller zur Kasse - das spart Geld.“ Wir wüssten sogar einen tollen Trick, wie man noch mehr sparen kann: Lassen Sie auch den Korb stehen und versuchen Sie, die Sachen auf dem Kopf zu balancieren. Was meinen Sie, wie wenig Sie dann plötzlich kaufen!

          Einkaufstipps hat auch Bunte parat: „Bunte stolperte über zwei Magazine, die aus Junibrise Abenteuerwind zaubern“. Free Man’s World und Super Sachsen-Anhalt erscheinen wie Bunte im Burda-Verlag, was erklärt, warum man bei Bunte über sie stolperte: Vermutlich liegen die Hefte da auf den Fluren herum. Übrigens, Bunte: Abenteuerwind? In Sachsen-Anhalt?

          Hoffnungsschimmer: Angeblich ist der Helene Fischer Song „Atemlos“ geklaut, was ein Verbot des Liedes endlich in den Bereich des Möglichen rückt

          Unerwünscht war der Windstoß, der kürzlich Prinzessin Catherines Kleidchen in ungebührliche Höhen hob. Beim Anblick der Fotos, schreibt Die Aktuelle, soll die Queen „mit dem Knöchel ihres rechten Mittelfingers zweimal auf den Tisch geklopft haben. Bei Majestät ein Ausdruck von großem Entsetzen.“ Zur Strafe werden jetzt „in alle ,gefährlichen Röcke‘ der jungen Prinzessin Bleikügelchen im Saum eingenäht“. Diese Epoche dürfte als „die bleierne Zeit“ in Britanniens Geschichte eingehen.

          Unser Mittelfingerknöchel klopft ganz hysterisch, wenn wir Helene Fischers Song „Atemlos“ hören, der aber womöglich geklaut ist. „Sollten sich die Plagiats-Vorwürfe bestätigen“, weiß Frau im Spiegel, „könnte dies im schlimmsten Fall zum Verbot des Lieds führen.“ Was heißt im schlimmsten? Wir können auch hierin allein das Positive sehen - denn wir wären, wenn wir die Schnulze nicht mehr hören müssten, überglücklich.

          Weitere Themen

          „Setz dich ins Flugzeug. Dann reden wir.“ Video-Seite öffnen

          Druck auf Tochter Meghan : „Setz dich ins Flugzeug. Dann reden wir.“

          Im britischen Fernsehen behauptete er, das Verhalten von Harry und Meghan sei ihm peinlich. Er glaube, dass sie die Queen verletzt hätten. Zuvor hatte Meghans Vater Paparazzi-Fotos gefälscht, um sie an die Regenbogenpresse zu verkaufen. Nicht die feine englische Art, mit der er bei Queen und Co. punkten könnte.

          Topmeldungen

          Besser gebildet und mit höheren Chancen auf gute Jobs: Junge Frauen wollen sich auch im Beruf beweisen.

          Arbeitende Mütter : Das Wunder der Vereinbarkeit

          Je mehr Frauen arbeiten, desto mehr Kinder werden geboren. Klingt komisch, ist aber so. Neben der höheren Erwerbstätigkeit hängt viel davon ab, ob Männer bei Hausarbeit und Kindererziehung mitziehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.