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Herzblatt-Geschichten : Glücksschlüpfer aus der Vitrine

Sarah Brandner findet Fußballer sicher sexy, sie ist die Freundin von Sebastian Schweinsteiger Bild: dpa

Eva Padberg zeigt Poldi und Co. die rote Karte. Der Grund ist die fehlende „Sexyness“ im Fußball. Brad Pitt und Angelina Jolie baden nachts nackt und Florian Silbereisen holt sich seine Unterwäsche aus dem Museum. Neue Herzblatt-Geschichten.

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          Heute Abend hetzen sie wieder dem Ball hinterher, die Schweinis, Poldis, Lahmis und Klosis, doch sie haben dabei einen Fan weniger. Topmodel Eva Padberg steht nicht mehr auf Fußballer. „Zur WM habe ich noch gesagt, dass ich das Schmutzige, Männliche am Fußball sexy finde. Mittlerweile rockt mich das nicht mehr so“, lässt sie die Bunte wissen. Und warum? „Es geht immer nur ums Gewinnen. Das nimmt dem Ganzen die Sexyness.“ Arme Jungs. Aber sollten wir ihnen deshalb gleich eine richtig schmutzige Niederlage wünschen?

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wir nehmen mal an, dass der lustige Musikant Florian Silbereisen nicht zu jenen zählt, die Frau Padberg so richtig rocken - obschon er eine ihrer Vorlieben zu bedienen scheint, berichtet Das Neue Blatt über ihn doch mit der befremdlichen Schlagzeile: „Vor jeder TV-Show holt er sich seine Unterhose aus dem Museum“. Seit Februar 2004, müssen wir lesen, „trägt der Sänger stets eine rote Glücks-Unterhose bei seinen TV-Auftritten. ,Ich glaube fest daran, dass dadurch immer alles glattläuft', so der Star. Diese Unterwäsche holt sich der Volksmusiker jetzt allerdings vor jeder TV-Show aus einem Museum. Warum? Ganz einfach: weil einige seiner Kleidungsstücke bei der Ausstellung ,Melodien für Millionen' in Bonn gezeigt werden.“ Hoffen wir für Silbereisen, dass auch künftig alles gut läuft bei ihm und nichts in die, äh, Hose geht. Um deren Zustand wir uns übrigens Gedanken machen, sagt er doch: „Nur meine Mutter darf das gute Stück kalt mit der Hand waschen.“ Das, um mit Eva Padberg zu sprechen, nimmt dem Ganzen den letzten kümmerlichen Rest an Sexyness.

          Jolie und Pitt baden nachts um zwei nackt

          Was gibt es noch? Schlagersänger Jürgen Marcus (“Ein Lied zieht hinaus in die Welt“) wird sechzig, und es geht ihm gut, wie wir dem Neuen Blatt entnehmen. „Gibt es denn schon erste Zipperlein? ,Zum Glück nicht', freut sich Marcus. ,Man sagt mir zwar immer wieder schlimmste Krankheiten nach, weil ich so dünn bin - aber ich bin nun mal ein Typ, der alles essen kann, ohne zuzunehmen.'“ Alles essen, gern auch Pizza zum Frühstück, dürfen auch die sieben leiblichen und 16 Adoptivkinder von Angelina Jolie und Brad Pitt. Bei denen herrsche „das pure Chaos“, zitiert Revue ein offenherziges Kindermädchen. Die Post „bringe permanent neue Spielsachen und Klamotten“, und es liefen „rund um die Uhr sechs Fernsehgeräte“ - vermutlich weil das die Chancen der Kleinen erhöht, Mama oder Papa mal zu Gesicht zu bekommen. Die halten ihre Ehe im Übrigen vital, indem sie regelmäßig „um zwei Uhr nachts nackt im Swimmingpool baden“.

          Bei ihnen soll das „pure Chaos” herrschen: Brad Pitt und Angelina Jolie

          Noch exzentrischer geriert sich Schauspielkollege Rupert Everett: Er sucht nach einem Haus in Templin. „Die ostdeutsche Landschaft ist hinreißend, sie gefällt mir einfach“, erklärt er der verblüfften Bunte. Gar nicht verblüfft ist Templins Bürgermeister Ulrich Schoeneich: „Wir haben nicht nur einen historischen Stadtkern, sondern auch ein Thermalsoleheilbad und die Westernstadt Eldorado.“ Da wird es gewiss nicht lang dauern, bis sich weitere Hollywoodstars ummelden, etwa die Badefreunde Pitt und Jolie. Was gibt es noch? Bunte gratuliert zu seinem Sechzigsten dem Schlagersänger Jürgen Marcus (“Ein Lied zieht hinaus in die Welt“), dem es gottlob gut geht: „Ich bin fit. Keine Zipperlein. Weil ich so positiv eingestellt bin, denke ich über die hinweg.“

          „Ehedrama“ zwischen Stefan Mross und Stefanie Hertel?

          Hinwegdenken würden wir gern auch über Sie, Jürgen Fliege, und Ihre Goldene-Blatt-Kolumne „Zeichen des Himmels“. Sie konnten, schreiben Sie, „in meiner Kirchengemeinde im Rheinischen einen Vater nur mühsam davon abhalten, seinen homosexuellen Sohn nicht aus dem Haus zu werfen“. Reicht es Ihnen, Fliege, nicht, dass der arme Junge Ihretwegen nun auf der Straße steht? Müssen Sie es auch noch in die Welt hinausschreien? Oder werden Sie einfach nur höllisch schlecht redigiert? Und noch mehr Unerfreuliches: Ein „Ehedrama“ zwischen Stefan Mross und Stefanie Hertel, berichtet Echo der Frau, „erschüttert die Volksmusikwelt“. Mross hat im Interview bekannt, dass er „gerne mit Frauen flirtet“. Doch das ist nicht alles: „Ausgerechnet jetzt bekommt Stefan auch noch eine bildhübsche junge Assistentin bei ,Immer wieder sonntags' zur Seite gestellt“, und zwar die „Jodelweltmeisterin Melanie Oesch (20)“. Immer wieder sonntags, bildhübsche junge Assistentin: eine gefährliche Konstellation, die uns irgendwie bekannt vorkommt.

          Was gibt es noch? Schlagersänger Jürgen Marcus (“Ein Zipperlein zieht hinaus in die Welt“) wird sechzig, es geht ihm gut, wie er der Neuen Welt mitteilt: „Ich merke zwar, dass die Zipperlein zunehmen, und ich weiß auch, dass ich ein bisschen auf meine Knochen aufpassen muss, weil es länger dauert, bis sie heilen. Aber ansonsten werden mir andere Tage in Erinnerung bleiben als mein 60. Geburtstag.“ Uns bestimmt auch, zumal wir uns nicht mehr konzentrieren können: Das Gejodel draußen vom Flur wird langsam unerträglich. Wer hat bloß wieder diese neue Redaktionsassistentin ausgewählt?

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