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Herzblatt-Geschichten : Ferkeleien inklusive

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Bild: F.A.Z.

Faszination Frau: Was reizt Charles an Camilla und was rät Heide Simonis Angela Merkel? Über das weibliche Geheimnis und die Gemeinheiten von Aga Khan. Die Herzblatt-Geschichten vom Wochenende.

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          Mein Gott, waren wir gerührt. Daß es eine solche Liebe noch gibt, diese eine, große Lebensliebe! Natürlich wird jetzt wieder mal überall die Frage gestellt, was Charles an Camilla finde, wo doch Diana allen so viel attraktiver erschien.

          Wer aber so fragt, zielt daneben, weil er an Äußerlichkeiten festhält, wo innere Werte gelten. Humor. Güte. Sex. Bild jedenfalls hat eiskalt diagnostiziert: „Unverblümt, schnörkellos - Camillas Weg zum Sex ist gerade und direkt, so wie Charles es mag, Ferkeleien inklusive.“

          Der innere Reichtum der Frau

          Ja, im Grunde verpassen Männer, die sich bei Frauen nur nach dem Äußeren richten, unendlich viel. Dustin Hoffman hat das am eigenen Leibe erlebt, als er in „Tootsie“ eine Frauenrolle spielte. Weil Maske und Kostüm so gut waren, erzählt er in Bunte, wurde er auch von Außenstehenden nicht enttarnt: „Die Männer musterten mich nur kurz von oben bis unten, sahen mir ins Gesicht - und radierten mich regelrecht aus.“ Was Dustin Hoffman damit sagen will: Die Männer sollten sich, nur weil eine Frau nicht so sexy wirkt, nicht die Chance entgehen lassen, sie näher kennenzulernen, vielleicht verpassen sie ja den Charme, die Wärme, die schöne Seele, den inneren Reichtum dieser Frau.

          Was allerdings nicht für Desiree Nick gilt, denn erstens sieht sie auf ihre dünne Weise ziemlich gut aus, und zweitens sagt sie in Neue Revue auch ganz garstige Sachen: „Ich hab im Sommer auf Sylt Uschi Glas kennengelernt. Spontan habe ich ihr ein Kompliment für ihre schicken braunen Krokodillederschuhe gemacht. Dabei war sie barfuß.“

          Pepsi-Carola und Kara Malz

          Andererseits kann Frau Nick aber auch recht selbstkritisch sein, etwa wenn sie zugibt: „Da fülle ich die großen Theater als Entertainerin, aber wenn ich den ganzen Abend zum ersten Mal allein mit einem Mann verbringe, bin ich so damit beschäftigt, mich zu fragen, ob ich ihm gefalle, daß ich nicht mal merke, ob er mir gefällt.“ Eigentlich schlimm. Aber auch Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) tutet in ein ähnliches Horn, wenn sie im stern Angela Merkel (CDU) empfiehlt: „Sie sollte ein klein bißchen stärker bedenken, daß die Menschen bei Frauen leider immer noch verdammt stark nach dem Äußeren gehen.“

          Schade, daß Frauen untereinander nicht ein bisserl solidarischer sein können. Da freut sich zum Beispiel auch Nadja Abd El Farrag (39), Ihnen allen besser als Bohlens Naddel bekannt, endlich wieder eine Liebe gefunden zu haben, doch ihre Feindin Dolly Buster behauptet laut Bunte, der Knabe liebe eigentlich nur Männer. Aber man wundert sich heute ja über nichts mehr - in Zeiten, da nach Bild Eltern erlaubt wird, ihre Söhne Leonardo da Vinci Franz zu taufen und ihre Töchter Pepsi-Carola. Warum dann nicht gleich Kara Malz?

          Ungerecht - Welcher normale Mann hat schon drei Jets?

          Übrigens sollten Sie, liebe Leser, wenn Sie zufällig mal mit einer bedeutenden männlichen Persönlichkeit zusammentreffen, die sich in Gesellschaft einer besonders hübschen Assistentin, Referentin oder Leib-Wächterin befindet, nicht unbedingt glauben, es handele sich tatsächlich um eine Mitarbeiterin. Schon bei Präsident George Bush senior wurde ja beziehungsreich behauptet, eine Dame aus seiner dienstlichen Umgebung habe ihm „in unterschiedlichen Positionen“ gedient. Und ähnlich muß es sich beim Aga Khan (68) zugetragen haben.

          Weltweit „rätselte die Society“ ja nach dem Grund der Trennung des Ismaeliten-Oberhauptes von seiner „wunderschönen“ deutschen Ehefrau (aufgespritzte Lippen), doch nun tauchen in Bild Fotos von ihm und einer 28 Jahre alten Französin auf, mit Szenen einer Vertrautheit, „die eine Sprache sprechen, die jede Ehefrau verletzen“ würde. Und als was hat er sie auf seine drei Privatjets geschmuggelt? Als Stewardeß. Insider wissen: „Nach außen hin sei sie eine Angestellte, die ihn auf allen seinen Reisen begleiten müsse. In Wahrheit sei sie aber seine allgegenwärtige Geliebte.“ Das ist doch gemein! Welcher normale Mann hat schon drei Jets und kann seine Freundin als Stewardeß vorstellen.

          Der „Rottweiler“ und die Redaktionsassistentin

          Ach, das Leben bleibt ungerecht. Vor allem Patricia Blanco, der dicken Tochter des Roberto Blanco, hat es übel mitgespielt. Sie ermunterte die Mutter, den untreuen Gatten zu verlassen, doch die will zurück zu ihm. Patricia aber glaubt in Das Neue Blatt nicht an die Wiederherstellung ehelichen Glückes: „Das ist doch alles eine Farce. Mein Vater ist immer noch der Mensch, der er vorher war. Bei ihm müssen alle funktionieren. Während er sein eigenes Leben lebt - bedingungslos.“

          Nein, das ist nicht schön. Wir denken jetzt lieber wieder an Charles und Camilla, an die rührende späte Erfüllung einer langen Liebe, die sich mit Untreue die Treue hielt. Charles hat zu ihr gestanden, die von anderen als „Rottweiler“ geschmäht wurde. Auch wir wollen es Charles gleichtun, unser Leben ändern und nicht mehr auf Äußerlichkeiten achten. Daß Clara, unsere neue Redaktionsassistentin, ein reizendes Figürchen hat in ihrem superengen Strenesse-Kostümchen, das wird man aber doch noch erwähnen dürfen.

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