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Herzblatt-Geschichten : Es zählt nur die Liebe

  • -Aktualisiert am

Am Ende zählen die Menschen, die man liebte: Brad Pitt und Angelina Jolie Bild: AP

Hollywood-Schönling Brad Pitt ist wohl doch nicht so hohl, wie wir immer dachten. Bei Prinz Harry und seiner Exfreundin Chelsy Davy sind wir uns noch nicht ganz sicher. Klar ist aber, welche Qualifikationen eine sehr gute Redaktionsassistentin haben muss. Die neuen Herzblatt-Geschichten.

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          Wir beginnen heute mit einem sehr schönen, sehr zu Herzen gehenden Zitat von Brad Pitt. Unter uns gesagt, psst, wir hielten ihn bisher immer für ein bisschen hohl (und seine Partnerin Angelina Jolie mit den dünnen Beinen und den künstlichen Schmolllippen finden wir auch nicht so richtig heiß), aber was er Bunte anvertraut hat, das ist richtig wertvoll, das sollte man sich merken. Und zwar erzählt Pitt von einem Freund, der als Krankenpfleger viele Menschen auf dem Sterbebett erlebt habe: „Er sagte, dass keiner von ihnen über die Bücher sprach, die er geschrieben, oder die Auszeichnungen, die er bekommen hatte. Alle sprachen über andere Menschen, die sie liebten.“

          Gut, oder? Wir haben das gleich mit unserer ausgesprochen liebenswürdigen Redaktionsassistentin Lea (24) besprochen, sie stimmte voller Begeisterung zu. Und auch euch, Simone Thomalla und Rudi Assauer, Prinz Harry und Chelsy Davy, euch rufen wir zu: Überlegt es euch noch einmal mit der Trennung, am Ende zählt doch nur die Liebe.

          „Zum Schluss waren wir nur noch im Clinch“

          Die Beziehung zwischen dem ehemaligen Schalke-Manager Assauer und der Fernsehkommissarin Thomalla hatte bereits mit einem eher ruppigen Dialog ihren Anfang genommen. Da sprach bei einem Boxkampf der Macho aus dem Ruhrgebiet die attraktive Schauspielerin mit den Worten an: „Was macht eine Frau wie Sie bei so einem beknackten Sport, wo sich zwei Männer gegenseitig die Birne kaputtkloppen?“ Und Frau Thomalla hatte fein geantwortet: „Wenn Ihnen das nicht passt, schwirren Sie doch nach Hause ab.“ So ähnlich ist es dann offenbar weitergegangen, denn der Rudi muss leider in Bunte erzählen: „Zum Schluss waren wir nur noch im Clinch.“

          Ein Bild aus glücklichen Tagen: Prinz Harry und Chelsy Davy
          Ein Bild aus glücklichen Tagen: Prinz Harry und Chelsy Davy : Bild: AFP

          Warum aber trennten sich Prinz Harry und seine hübsche Freundin Chelsy? Da gehen die Einschätzungen auseinander. Bild will die süße Südafrikanerin nicht ausdrücklich eine dumme Nuss nennen, sondern sagt es freundlicher: „Ihr sind genau drei Dinge wichtig im Leben: Partys, Feiern und Feste.“ Die Königstreuen bei Bunte aber sind naturgemäß fassungslos und stammeln: „Warum serviert eine ehrgeizige junge Frau einen Prinzen ab?“ Ihre Erklärung freilich impliziert das Gegenteil der Bild-These, dass nämlich in dieser Partnerschaft Harry der Unterbelichtete ist: „Möglicherweise ist Chelsy einfach das schlichte Niveau ihrer Gespräche mit Harry aufgefallen.“

          Zu viel ausgegeben

          Nun gut, uns soll das gleichgültig sein. Uns würde viel mehr interessieren, ob der Papst, als er Horst Seehofer eine Audienz gewährte, mit dem bayerischen Ministerpräsidenten geschimpft hat. Hat Benedikt XVI. ihn nach seinem unehelichen Töchterchen befragt? Hat er wissen wollen, ob Seehofer der Kleinen regelmäßig übers Köpfchen streichelt, wie Väter es mit ihren niedlichen kleinen Töchtern tun sollten? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren, wir lernen aus Bunte nur, was das Ehepaar Seehofer dem Heiligen Vater mitbrachte: „Als Geschenk überreichten sie Korianderbrot aus jener Bäckerei im Chiemgau, in der die Oma des Papstes einst gearbeitet hatte.“ Nein, ist das rührend.

          Was uns gleichfalls tränenblind werden ließ, war die Geschichte in Bunte über Zsa Zsa Gabor (92) und ihren deutschen Prinzen von Anhalt (65), einem adoptierten Adeligen und geborenen Saunaclub-Besitzer. Die beiden sind, wie der Prinz schonungslos offenlegt, Opfer des Milliardenbetrügers Madoff geworden, „wir hängen mit 7,5 Millionen drin“. Zsa Zsa erlitt den für eine Schauspielerin angemessenen Nervenkollaps, und der Prinz klagt: „Unser Problem ist, dass ich gerade richtig viel ausgegeben habe: an Weihnachten mehrere hunderttausend für Geschenke, 600.000 Dollar für ein Rolls-Royce-Cabrio.“

          Busenstar mit Sonnenbrand

          Ehe die beiden jetzt aber ein krasser Fall von Altersarmut werden, will der Prinz seinerseits vielleicht jemanden adoptieren, „es gibt Gespräche mit einem sehr vermögenden Mann“. Puh, da fällt uns aber ein Edelstein vom Herzen, und wir können Ihnen noch schnell mitteilen, dass „Charles & Camilla heimlich getrennt“ sind, dass sie sich nach Einschätzung von Echo der Frau nichts mehr zu sagen haben, dass Charles depressiv ist und die ständigen Streitereien den Thronfolger zermürben.

          Nachdem dies geklärt ist, dürfen wir vielleicht noch mit Hilfe von Bunte erfahren, weshalb man gerade in Liebesdingen sehr auf sich achten sollte und warum sich Busenstar Pamela Anderson so einen Sonnenbrand zugezogen hat: „Sie vergaß am Strand von Malibu die Zeit und das Eincremen, als sie mit einem geheimnisvollen Mr. Unbekannt rumknutschte und zu oft auf ihm lag.“

          Zum Schluss sei ein Fax des Lesers Klaus M. aus Bad Vilbel zitiert. Er fragt: „Kennen Sie den Unterschied zwischen einer guten und einer sehr guten Redaktionsassistentin? Die gute begrüßt Sie: ,Guten Morgen, lieber Chef.' Die sehr gute: ,Es wird langsam hell. Guten Morgen, lieber Chef.'“

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