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Herzblatt-Geschichten : Ein Eisberg aus schönen Frauen

Schmelzender Eisberg? Auf dieser Modenshow weckt das Model Kaia Gerber eher Assoziationen mit einer blühenden Frühlingswiese. Bild: AFP

Birgit Schrowange heiratet, Franz Josef Wagner nennt Norbert Walter-Borjans einen idealen Opa und die Bunte feiert Da Vincis Werke, weil dieser Vegetarier war. Die Herzblatt-Geschichten.

          3 Min.

          Das ist ja schön, dass Birgit Schrowange, wie sie bekanntgegeben hat, heiraten wird. Und das ist ja ärgerlich, dass auch sie nun in die Ehefalle tappt – indem sie ihren Job aufgibt. Genauer, ihre RTL-Sendung „Extra“, denn sie will, wie Bunte schreibt, „nur noch für ihren Frank da sein“. Andererseits hat sie „Extra“ 25 Jahre moderiert, und das entspricht in der Zeitrechnung des Privatfernsehens nicht etwa einer silbernen, sondern mindestens einer Gnadenhochzeit.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Außerdem hat Schrowange, als sie sechzig wurde, ihre Prioritäten neu justiert. „An diesem Tag habe ich von einem Metermaßband 60 Zentimeter abgeschnitten – das Reststück war nicht mehr lang“, erzählt sie Bunte. „Im Bewusstsein dieser Endlichkeit bekam ich ein Gespür dafür, was wirklich wichtig ist im Leben.“ Ein vollständiges Metermaßband zu besitzen ist es offenbar nicht. So oder so wünschen wir Schrowange, dass sie mindestens 110 Zentimeter alt wird.

          Ideale Liegeplätze auf dem Friedhof

          Dass Älterwerden nicht einfach ist, muss Norbert Walter-Borjans erfahren, dem Franz Josef Wagner in Bild einen seiner gefürchteten Briefe widmet. Vom Anblick her „sind Sie der ideale Opa“, schreibt Wagner. „Wen lieben die SPD-Mitglieder mehr? Scholz oder Opa?“ Da wird sich Walter-Borjans (67) gewiss ärgern, dass sein Handicap gegenüber dem Jungspund Scholz (61) so herausgestellt wird. Wagner selbst übrigens ist 76, aber als idealen Opa würde den niemand ansehen.

          Mario Adorf ist schon 89, und er bekommt erfreulicherweise noch immer Angebote. Leider kommen einige von Friedhöfen. „München hat auch schon angeklopft, ob ich den Wunsch hätte, auf einem Friedhof mit vielen Künstlern zu liegen, von denen ich tatsächlich viele gekannt habe“, erzählt Adorf Bild. Wiedersehen macht Freude: Das ist ein starkes Argument, mit dem München punktet. Womit wird wohl die Konkurrenz um Adorf buhlen: mit der Aussicht auf ein schattiges Plätzchen? Mit hohen Besucherzahlen?

          Mann da, Job weg: Birgit Schrowange und Frank Spothelfer heiraten.

          Bevor die Stimmung nun zu sehr in die Gruft sinkt, ist es Zeit für einen Gag. Und zwar für einen Gag von Gala, die ein Foto von Prinz Charles zeigt, der zwei Schals trägt, und dazu schreibt: „Prinz Schals“. Das ist so doof, das hätte glatt von uns kommen können, weshalb wir Gala ein paar weitere Gags ans Herz legen, sobald sie die passenden Fotos findet. Zum Beispiel von Prinz Schals’ Schwester Prinzessin Annorak, seinen Schwiegertöchtern Herzogin Cape und Herzogin Leggins sowie seinem Vater, dem ehrwürdigen Prinz Philzpantoffel.

          Kulturelle Kompetenz

          Vermutlich nicht freiwillig komisch gemeint ist ein Satz des Goldenen Blattes über Norwegens Prinz Haakon, der immer häufiger Termine ohne seine gesundheitlich angeschlagene Gattin Mette-Marit absolvieren muss: „Auch im indischen Katar war er kürzlich ohne sie auf einer Jubiläumsfeier.“ Mette-Marit blieb derweil zurück im spanischen Norwegen.

          Kulturelle Kompetenz beweist Bunte, indem sie eine Da-Vinci-Ausstellung im Louvre empfiehlt, welche „die größte Werksshow“ – nicht etwa Werkschau – „des genialen Alleskönners ist, der vor 500 Jahren starb und zeit seines Lebens überzeugter Vegetarier war“. Das nämlich ist es, was Leonardo über seine Konkurrenten erhebt, die höchstens geniale Allesfresser waren. Sollte künftig tatsächlich ihr Vegetarismus als entscheidendes Kriterium für die Bedeutung eines Künstlers betrachtet werden, dann müssen wir wohl damit rechnen, dass es im Louvre eines Tages auch Hitler-Gemälde zu sehen gibt.

          Besitzt kein eigenes Flugzeug: Günther Klum

          Nach welchen Kriterien Heidi Klums Vater Günther seine Wertschätzung verteilt, das demonstriert er in einem Gala-Gespräch, in dem es auch um die Exfreunde seiner Tochter geht. Nach einer Galerie-Eröffnung Vito Schnabels, erinnert sich Papa Klum, „gab’s ne tolle Party. Nur gut betuchte Leute. Unter Bentley lief da nix.“ Über Flavio Briatore sagt er: „Der Flavio ist ein angenehmer Mensch. Der hat zwei Flugzeuge. Da sieht man mal, wie arm man selbst ist.“

          Um das zu sehen, reichte uns schon jemand, der nur ein Flugzeug besitzt. Was aber sagt Günther Klum über Heidis neuen Ehemann Tom Kaulitz, mit dem er sich angeblich nicht verstehen soll? „Wissen Sie, es wird so viel Scheiße geschrieben. Auch, wer an Promis zur Hochzeit kommen sollte. Am Ende waren da Wolfgang Joop und Sasha. Das war eine reine Familienfeier.“ Kein Wort über Bentleys oder Flugzeuge: Dieses Verhältnis scheint in der Tat vergiftet zu sein.

          Hohes Ansehen offenbar genießt, zumindest in der Damenwelt, der Komiker Pete Davidson, der gerade mit Cindy Crawfords Tochter Kaia Gerber zusammen ist. Und diese, schreibt Bunte, sei „nur die Spitze eines Eisbergs aus schönen Frauen, die vor dem jungen Mann dahingeschmolzen waren“. Soll heißen, Kaia Gerber schmilzt erst noch? Und ist sie dann ein weiterer Tropfen in einem Meer aus lauter geschmolzenen Eisfrauen?

          Nicht um Wasser, sondern um Feuer geht es in einem Gesundheitstest, den Das Goldene Blatt seinen Leserinnen vorschlägt und der uns wieder zu unserem Eingangsthema führt, dem Altern. „Wie alt ist Ihre Lunge?“, fragt das Blatt und rät, „in 1,5 Meter Entfernung“ eine Kerze aufzustellen. „Können Sie die Flamme ausblasen? Dann haben Sie das Lungenalter einer 20-Jährigen. Sie müssen näher heranrücken? Pro 25 cm kommen 10 Jahre hinzu.“ Wenn Sie insgesamt anderthalb Meter näher rücken müssen, haben Sie dann leider gleich zwei gesundheitliche Probleme: das Lungenalter einer 80-Jährigen und eine verbrannte Nase.

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