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Herzblatt-Geschichten : Drei Weiber im Zimmer

  • -Aktualisiert am

Roberto Blancos „Weibsbilder” macht dessen Tochter wütend Bild: dpa

Otto Waalkes grübelt über die Frage, wozu es überhaupt Frauen gibt. Roberto Blancos Tochter hat genug von dessen Weibergeschichten, und Rapper Sido hat drei Weiber auf dem Zimmer, die alles mitmachen: Peter Lückemeier hat erneut die Knallpresse studiert.

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          Heute wollen wir mit einer extrem schwierigen Frage beginnen. Sie lautet: Warum gibt es überhaupt Frauen? Diese Frage haben wir uns nicht etwa selbst ausgedacht, sondern Bunte hat sie dem Komiker Otto Waalkes vorgelegt. Es ist eine von sechzig Fragen, denn Otto wird demnächst sechzig, superkreative redaktionelle Idee, Donnerwetter, und wahrscheinlich wird Bunte bald an Joopie Heesters 105 Fragen richten, denn er feiert am 5. Dezember seinen 105. Geburtstag, und an Sabine Christiansen 72.

          Aber zurück zur Frage, warum es überhaupt Frauen gebe. Otto antwortet realitätsgestählt: „Letztlich wohl, damit Männer nicht ihr ganzes Leben Bier trinkend im Fernsehsessel verbringen - Frauen sind das beste Antriebsmittel, das ich kenne.“ Da ist sicherlich etwas dran. Aber was wiederum ist die Antriebsfeder der Frau? Schuhe kaufen natürlich! Oder wie der Komiker Mario Barth erzählt: „Wenn meine Freundin Schuhe kauft - ich wäre froh, wenn sie solche Geräusche mal beim Sex machen würde.“

          Jetzt aber zu einem ernsten Thema, nämlich Roberto Blanco (71). Das Neue Blatt hat dessen Tochter Patricia (36) mit der fragenden Feststellung konfrontiert: „Ihr Vater amüsiert sich gerade mit der jungen Luzandra. Macht Sie das wütend?“ Und Patricia antwortet mit nicht geringer negativer Energie: „Natürlich. Wieder so ein Weibsbild. Eins von vielen. Früher haben sich diese Frauen ja schon bei uns die Klinke in die Hand gegeben.“ O je, das ist ja schlimm. Äußert sich Patricia denn wenigstens liebevoll über das Wiedersehen mit ihrer Mutter? Nicht wirklich: „Ich war geschockt. Denn ich hatte sie als einen Menschen in Erinnerung, der penibel auf sich achtet. Jetzt wirkt sie nur noch wie eine alte, gebrochene Frau.“ Ach, es ist furchtbar.

          Musste wegen seinem sechzigsten Geburtstag sechzig Fragen beantworten: Otto

          Camillas „Star-Allüren werden immer unerträglicher“

          Gern würden wir wenigstens vom spanischen Königshofe Besseres berichten. Doch auch dort steht es nicht zum Besten. Don Jaime, der von Königstochter Elena getrennt lebende Tunichtgut, hat sich, wie Echo der Frau in Erfahrung brachte, dem Alkohol ergeben: „Oft hört man ihn im Garten Selbstgespräche führen, und das ein oder andere Mal ist er schon hingefallen, hat sich die Stirn oder das Kinn aufgeschlagen.“ Leider können wir auch vom britischen Hofe nichts Gutes sagen, denn Camillas „Star-Allüren werden immer unerträglicher“, meint Das Neue Blatt. Jüngster Anlass für Ärger ist der Umstand, dass die Gattin des Thronfolgers einen 1962er Rolls-Royce aus dem königlichen Fuhrpark umbauen ließ. Das Stoffdach wurde erhöht, damit sie nicht mehr mit ihren Hüten anstößt. Ja, da sieht man mal wieder, dass die Promis doch Sorgen haben, von denen unsereins selten geplagt wird.

          Aber selbst die B-Prominenz muss sich im Auto mit ungewöhnlichen Problemen herumschlagen. Wie Herbert Feuerstein, der vor einiger Zeit dem Interview-Magazin Galore anvertraute: „Wenn man zum Produktionsort gefahren wird und der Fahrer unaufhaltsam auf einen einredet, muss man natürlich auch ein paar Wörter beitragen, sonst gilt man als arroganter Arsch.“ Ja, und ist denn in B-Prominentenkreisen gar kein Kraut gewachsen gegen solche Belästigungen durchs Fahrerprekariat? Doch, weiß Feuerstein: „Es gibt Kollegen, die ehrlicher sind als ich und vertraglich festlegen: Der Fahrer darf nicht sprechen. Wenn Sie zwei bis drei Stunden mit jemandem fahren, und der erzählt Ihnen Dinge, die Sie nicht interessieren, werden Sie wahnsinnig.“

          Claus Wilcke wird nicht ins Altenheim abgeschoben

          Ja, du liebe Güte, was sollen denn wir da sagen?! Wir kämpfen uns ja auch oft zwei, drei Stunden durch die Knallpresse und werden ja auch nicht wahnsinnig, wenn wir nichts Interessantes finden. Oder finden Sie es spannend, dass der Schauspieler Claus Wilcke (68) immer noch mit seiner Janine (32) verheiratet ist? Dass er in Das Neue Blatt berichtet, seine Mutter habe noch auf dem Sterbebett zu ihm gesagt: „Janine ist die erste Frau, mit der ich einverstanden bin. Sie wird dich begleiten bis zu deinem letzten Atemzug. Sie wird dich nicht ins Altenheim abschieben.“

          Entlohnt wird man freilich beim Knallpressestudium auch manchmal wieder durch hochinteressante Stellen. So gibt der Rapper Sido in Bild unverhüllt zu, dass seine (einst schlechten) Chancen bei der Damenwelt mit seinem Erfolg als Rapper schlagartig zunahmen: Mädels, immer mehr Mädels. „Plötzlich hast du drei Weiber auf dem Zimmer, und die machen alles mit. Heute habe ich alles, was mich an Sex interessiert, gemacht.“

          Auf die Bild-Zeitung ist aber sonst kein Verlass mehr. In der Serie „10 goldene Büro-Regeln“ schreibt das Blatt, man solle täglich Komplimente austeilen: „Jede Sekretärin freut sich königlich über ein hingeworfenes ,Schicke Bluse ...'“ Das haben wir natürlich sofort ausprobiert und unserer wirklich hübschen Redaktionsassistentin Agnieska (24) ein fröhliches „Schicke Bluse“ hingeworfen. Sie reagierte aber säuerlich: „Früher hättest du mir über den Inhalt Komplimente gemacht.“

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