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Herzblatt-Geschichten : Discokugel zwischen den Beinen

Die Sängerin Camila Cabello trennte sich im Juni von Matthew Hussey, einem Autor und Beziehungscoach, und ist jetzt mit Shawn Mendes fest liiert. Bild: dpa

Sängerin Camila Cabello turtelt auch im echten Leben mit Shawn Mendes, Natascha Ochsenknecht mag es leidenschaftlich und Hugh Jackman wird nicht gerne auf seinen fünfzigsten Geburtstag angesprochen. Die Herzblatt-Geschichten.

          Unser Mitgefühl gilt in dieser Woche einem Herrn namens Matthew Hussey. Gala entnehmen wir, dass die beim Duett „Señorita“ so eifrig poussierenden Camila Cabello und Shawn Mendes auch in Wahrheit ein Paar sind, und lesen: „Die Sängerin hatte sich erst im Juni von Matthew Hussey, einem Autor und Beziehungscoach, getrennt.“ Das ist schlimm für ihn, hat er damit doch im Grunde gleich doppelt versagt: als Partner und als Beziehungscoach. Doch vielleicht bekommt Hussey eines Tages, falls sich Cabello auch von Mendes trennen sollte, noch eine zweite Chance bei ihr – und wenn schon nicht als Partner, dann doch vielleicht zumindest als Beziehungscoach.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Einen solchen garantiert nicht nötig haben Ella Endlich und ihr Liebster Marius Darschin. Im großen Interview lässt die Sängerin Gala wissen: „Was wir à la bonne heure können und tun, ist einander zu küssen. In unserem Kuss liegt von Anfang an eine große Kraft. Ein Versprechen – für all das, was kommt.“ À la bonne heure, oh, là, là, oder, um es aus „Señorita“ zu zitieren: oh, là, là, là! Darschin ergänzt: „Das hast du schön gesagt. Wir haben uns sogar schon nur für einen Kuss am Bahnhof getroffen. Ellas Zug hielt kurz in Hamburg.“ In dem Fall war der Kuss dann ein Versprechen für etwas, das nicht gekommen ist, denn der Zug ist dann abgefahren.

          Als einzigen Grund dafür, dass beide noch nicht zusammengezogen sind, nennt Endlich Darschins Katzenallergie. Sie besitzt nämlich einen Kater, und „Marius steht bei mir morgens immer mit zwei Cola-Dosen vor den Augen in der Küche“. Um die geschwollenen Augen zu kühlen? Oder um das Viech wenigstens nicht sehen zu müssen? „Wir sind Energiefelder füreinander“, beschreibt Endlich dann noch ihre Liebe. „Die Leute reagieren auf unsere Strahlkraft.“ Vor einem Treffen mit dem strahlenden Paar sollte man sich dann wohl besser mit einem Schutzanzug wappnen. Oder wenigstens mit ein paar Cola-Dosen.

          Leidenschaftlich mit Stil

          Ein ordentliches Energiefeld scheint auch Natascha Ochsenknecht zu sein. „Ich gehe jetzt nicht so sehr ins Detail, aber ich neige schon dazu, vom Kronleuchter zu springen, wenn’s passt“, antwortet sie auf die Gala-Frage, wie wichtig ihr in einer Beziehung Sex sei. „Ich bin sehr leidenschaftlich, aber mit Stil.“ À la bonne heure! Wer sich nun an ihr ein Beispiel nehmen möchte, der bedenke: Es muss schon auf jeden Fall ein Kronleuchter sein und keine stillose Hängelampe.

          Und wir bleiben bei Stilfragen: Unter dem Motto „Schön für alle Felle“ informiert uns Gala über die neuesten Entwicklungen in Sachen Hundepflege, welche nicht uneingeschränkt empfehlenswert seien. So würden beim Coachella-Festival Hunde inzwischen „regelrecht vorgeführt, indem die Hoden mittels Maissirup und essbarem Glitzer in eine Art wandernde Discokugel zwischen zwei Beinen verwandelt wurden“. Die Tierärztin Inga Vetrella meint dazu: „Auch wenn ein Hund dadurch keinen gesundheitlichen Schaden davonträgt, sollte man menschliche Schönheitsideale nicht auf Vierbeiner übertragen.“ Ernsthaft, Frau Doktor, das soll ein menschliches Schönheitsideal sein? Was sind wir froh, dass wir diesen Trend verpasst haben.

          Herzogin Meghan beim Signieren eines Gästebuches

          Mit ihren geliebten Corgis würde Queen Elizabeth so etwas niemals machen, doch wer weiß? Vielleicht erfahren wir es dann doch bald aus unverhoffter Quelle. „Harry & Meghan – Peinlich – Geheime Tagebücher aufgetaucht!“, titelt Echo der Frau und behauptet, die Herzogin halte Brisantes aus dem Palastleben in ihren Tagebüchern fest (zeigt dazu freilich ein Foto, auf dem Meghan lediglich ein Gästebuch signiert). „Die vollen Hefte schickte die Herzogin immer ihrer Mutter Doria Ragland (62), ihrer Vertrauten. Aber einige der Tagebücher kamen niemals in den USA an. Sie tauchten nun in England auf – in den falschen Händen!“

          In wessen Händen und was nun drinstehen soll, schreibt Echo der Frau leider nicht. Und psst, liebe Kollegen beim Stern, die ihr bestimmt schon von einer Titelstory träumt: Wir haben so das Gefühl, dass an der ganzen Sache gar nichts dran ist.

          Das Neue Blatt druckt derweil ein Interview mit Hugh Jackman, der auf die Frage, wie er seinen fünfzigsten Geburtstag erlebte, geantwortet haben soll: „Mir ist unbegreiflich, warum so ein Fass um diesen Geburtstag gemacht wird.“ Ein was? Ein Fass? Hat Jackman an seinem Fünfzigsten denn ein Fass aufgemacht?

          Oder handelt es sich schlicht um eine verkorkste Übersetzung dessen, was er tatsächlich gesagt haben mag, dass man nämlich immer so einen fuss darum mache, also einen Wirbel? Immerhin hat Das Neue Blatt Jackman nicht sagen lassen: „Um den fünfzigsten Geburtstag wird immer solch ein Fuß gemacht.“

          Noch ein Jahr älter als Jackman ist die Schriftstellerin Ildikó von Kürthy, die mit dem Altern jedoch kein großes Problem hat – anders als, wie sie beobachtet hat, viele Männer aus ihrer Generation, die „im Gespräch selten so ehrlich mit sich sind, wie ich es von Frauen kenne“. Auch dies ist ein Grund dafür, dass von Kürthy auf die von Gala gestellte Frage, welche Männer ihr gefielen, antwortet: „Zunehmend weniger. Ich möchte fast sagen: keine mehr.“ Für das männliche Geschlecht ist diese Auskunft wahrlich niederschmetternd – und ganz besonders für ihren Ehemann.

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