https://www.faz.net/-hxl-7tcus

Herzblatt-Geschichten : Blabla und Hohowi

Angezogen, angezogener, am angezogensten: Königin Maxima mit Gemahl Willem-Alexander Bild: AFP

Was haben Helene Fischer und Königin Maxima gemeinsam? Sie sind die besten ihrer Kategorie. Die Herzblatt-Geschichten heute im Superlativ.

          3 Min.

          Promi-Big-Brother-Fans bitte kurz weglesen, das ist jetzt keine geeignete Frage für euch, weder vom Sujet noch vom Schweregrad her: Kann man das Wort „angezogen“ steigern? In der Aktuellen haben wir nämlich diesen schönen Satz gefunden: „Prinzessin Tessy von Luxemburg hält Maxima der Niederlande für die bestangezogenste Königin der Welt.“

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bevor wir die Duden-Redaktion anrufen, versuchen wir das Rätsel erst einmal mit unseren Kenntnissen über den Hochadel zu lösen: Wenn man Queen Elizabeth als angezogen bezeichnen darf, ist dann Königin Letizia von Spanien angezogener und Maxima am angezogensten? Und wenn wir schon dabei sind – darf man überhaupt „Letizia von Spanien“ schreiben, oder muss es „Letizia des Spaniens“ heißen? Lautet denn nicht eine zentrale Forderung aller deutschen Sprachoberaufseher: „Rettet des Genitivs“?

          Sympathisch, Sympathischer, Helene Fischer

          Genug gefragt, jetzt geben wir Antworten. Wenn zum Beispiel jemand von uns wissen will, was unser absolutes Lieblingsherzblätterwort ist, dann sagen wir, ohne lange nachdenken zu müssen: „sympathisch“. Es wimmelt nur so von Sympathen in der Gefühlsfachpresse, etwa im Goldenen Blatt, das Hansi Hinterseer, dem „sympathischen Künstler“, zu seinem alt-neuen Liebesglück mit Gattin Romana gratuliert. Als einen der „sympathischsten Stars unseres Landes“ stellt In.de den „Tatort“-Schauspieler Fahri Yardim vor. Und am höchstsympathischsten ist, na klar, Helene Fischer.

          In ihrer Heimat Wöllstein ist Helene Fischer immer freundlich gewesen. Jetzt soll sie Behinderte auslachen.

          Oder nicht? Die Bild-Zeitung hat uns diese Woche mächtig erschreckt mit ihrer Schlagzeile „Helene lachte Behinderte aus“. Davor steht, etwas kleiner gedruckt, „Rentner Heimo (63) behauptet“. Um genau zu sein, behauptet der an Krücken gehende Heimo, dass Hefi ihn „ignoriert“ und „ausgelacht“ habe, als er sie bei einem Konzert begrüßen wollte. Frau Fischer wiederum beteuert laut Bild, es liege ihr fern, jemanden zu diskriminieren, und sie habe das auch nie getan.

          Kaum ist diese Sache aus der Welt geschafft, drohen weitere Enthüllungen: „Helene Fischer (30) – ihre unbekannte Vergangenheit“. Die Rechercheure des Neuen Blatts sind in Hefis früherem Heimatort Wöllstein bei Bad Kreuznach auf Spurensuche gegangen und haben schier Unglaubliches zutage gefördert. Ihre Familie lebte „zurückgezogen in einer einfachen Wohnung“. Die Eltern, sie Ingenieurin, er Sportlehrer, „gingen ihren Berufen nach“. Und, man fasst es kaum: „,Helene war immer freundlich‘, wissen die Wöllsteiner.“

          Christine Kaufmann: Wenn selbst die BILD Sternchen druckt

          Ob das der Herr Lehrer und der Herr Pfarrer einst auch über die kleine Christine Kaufmann gesagt haben, wissen wir nicht. Die erwachsene Christine jedenfalls reagierte sehr undamenhaft, als die Kabarettistin Karin Engelhard auf einer Party sagte, die Schauspielerin sehe so toll aus, „da muss ich fragen, wer ihr Schönheitschirurg ist“.

          Bei der Nummer ihres angeblichen Schönheitschirugs kann sie ganz schön ungehalten werden: Christine Kaufm***

          Frau Kaufmann belegte daraufhin Frau Engelhard mit einem hässlichen Wort, das selbst die Bild-Zeitung nur mit Sternchen druckt. Wir glauben natürlich auch nicht, dass Frau Kaufmann ihr jugendliches Aussehen dem Schneiderhandwerk verdankt. Wir könnten uns vielmehr vorstellen, dass sie Frau im Spiegel gelesen und sich die auf Seite2 angepriesene „sensationelle Celyoung-Creme gegen Falten mit Hohowi-Extrakt“ besorgt hat.

          Multiple Orgasmen: Am besten ohne viel zu sprechen

          Mindestens so unästhetisch wie Frauen, die schmutzige Ausdrücke gebrauchen, sind Frauen, die sich vorsätzlich beim Essen besudeln. Model-Aktrice Suki Waterhouse hat auf Instagram ein Foto von sich veröffentlicht, das zeigt, wie sie sich mit bloßer Hand eine undefinierbare weiße Masse in den Mund schaufelt. Einen Fachausdruck für dieses Verhalten kennt Miss Waterhouse auch: „Klarer Fall von Foodgasm“, schrieb sie laut Bunte unter das Bild.

          Nein Anna Netrebko ist nicht schwanger – sie isst nur gern. Hier mit ihrem Verlobten Yusif Eyvazov.

          Multiple Höhepunkte dieser Art hat offenbar auch Anna Netrebko in letzter Zeit erlebt. Angesichts ihres Leibesumfangs sah sich die frischverlobte Operndiva zu einer Klarstellung gezwungen: Sie sei nicht schwanger, sie esse nur gern. Ausgesprochen unbekömmlich äußerte sich die Sopranistin jüngst über ihren Exmann Erwin Schrott. „Der Sex mit ihm war großartig“, zitiert die Bunte. „Aber der Rest ... ganz viel Blabla. Er redet gern.“

          Franjo und Verona: die Helene Fischers des Witzig-Seins

          Viel besser funktioniert eine Beziehung, wenn wenig gelabert, aber viel gelacht wird. Verona und Franjo Pooth zum Beispiel amüsieren sich der Aktuellen zufolge gemeinsam über die kleinen Missgeschicke des Alltags: Als Franjo, der gerade mit dem Rauchen aufhört, sich beim Abendessen das Nikotinspray versehentlich ins Auge sprühte und vorübergehend erblindete, aß Verona seinen Hummer auf und trank sein Weinglas leer – um anschließend zu behaupten, er selbst habe das getan.

          Lachen bis die Augen tränen: Verona und Franjo Pooth sind immer für ein Späßchen gut.

          Für diese Szene ernennen wir Franjo und Verona zum meistwitzigsten Herzblatt-Paar der Woche. Wenn Sie mit Ihrem Partner genauso viel Spaß haben wollen, geben Sie einfach ein paar Tropfen Hoho-Extrakt in sein Nasenspray.

          Weitere Themen

          Nationalgarde lässt Sohn von Drogenboss „El Chapo“ laufen Video-Seite öffnen

          Mexiko : Nationalgarde lässt Sohn von Drogenboss „El Chapo“ laufen

          Im Kampf gegen die mächtigen Drogenbanden des Landes haben mexikanische Sicherheitskräfte eine demütigende Niederlage erlitten. Im Zuge eines „schlecht vorbereiteten Einsatzes“ sei ein Sohn des Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán zunächst gefasst, dann aber wieder freigelassen worden, sagte die Regierung.

          Topmeldungen

          Brexit-Deal : Kein Tag der Entscheidung

          Auch Boris Johnson ist nicht immun gegen das, was seiner Vorgängerin Theresa May widerfahren war. Mehr als drei Jahre nach dem Referendum liegt der Austritt des Vereinigten Königreichs weiter im Nebel. Vielleicht kann das bei einem Thema von dieser Bedeutung nicht anders sein.
          Berlin regelt das Wohnen neu.

          Mietendeckel und mehr : Vermieter, hört die Signale!

          Was der rot-rot-grüne Senat in Berlin ausgeheckt hat, ist der wohl drastischste Eingriff in die deutsche Eigentumsordnung seit Jahrzehnten.

          Zukunft der Menschheit : Eine Batterie für alles!

          Mit einem Handy fing alles an, inzwischen geben Autohersteller jährlich dutzende Milliarden dafür aus: Lithium-Ionen-Akkus treiben heute zahllose Geräte an. Die größte Zeit der Batterien steht aber noch bevor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.