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Herzblatt-Geschichten : Die Angst, daß sie bleibt

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Bild: F.A.Z.

Wer prügelte mit dem Handy auf seine Haushälterin ein? Wessen Ehe ist ein Glücksfall? Und wer tupfte einem dicklichen Mann liebevoll den Schweiß von der Stirn? Die Antworten liefern die neuen Herzblatt-Geschichten.

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          Liebe Leserinnen, liebe Leser, ein Wort in eigener Sache. Eine Bunte kostet 2,50 Euro, Echo der Frau 1,50 Euro, Revue 1,70 Euro. Woche für Woche lesen wir für Sie diese und noch ein paar andere Blätter, außerdem siebenmal pro Woche die Bild-Zeitung (pro Ausgabe 50 Cent). Das Ganze summiert sich in der Woche auf 13,40 Euro. Im Jahr geben wir für Sie demnach 696,80 Euro aus. Für Sie! Und deshalb möchten wir Sie höflichst und allerfreundlichst fragen, könnten Sie vielleicht eine kleine Spende abdrücken? So fünf oder zehn Euro wären schon prima. Das Geld kommt unserer Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ zugute. In diesem Jahr unterstützen wir damit kranke Kinder und demenzkranke ältere Menschen. Konto 115 711, Frankfurter Volksbank, BLZ 501 900 00. Wäre riesig nett von Ihnen, wir sagen schon mal heftig danke!

          Und wir bleiben gleich beim Geld. Manchmal ist es ja gar nicht so gut, darin zu schwimmen und den Alltag mit lauter edlen Accessoires auszustaffieren. „Rasend vor Wut“ soll etwa Naomi Campbell laut Bunte mit ihrem Handy auf ihre Haushälterin eingeschlagen haben, weil die Naomis Lieblingsjeans nicht fand. Gut, das kommt vor, aber Naomis Telefon war mit scharfen Diamanten besetzt. Die arme Haushälterin mußte mit vier Stichen am Kopf genäht werden, und das hätte vermieden werden können, hätte es sich um ein herkömmliches Gerät gehandelt.

          „Im besten Falle sieht man anders aus, nicht jünger“

          Andererseits muß man jetzt auch wieder zugeben, daß eine gewisse materielle Grundausstattung natürlich bei der Konfliktbewältigung hilft. Schlagerkompositeur Ralph Siegel fühlt sich nach seiner Heirat im Gespräch mit Neue Welt „einfach fantastisch“, und seine fast dreißig Jahre jüngere Gattin kann ihr Glück mit Worten gar nicht beschreiben. Und bei den beiden wird häßlicher Streit um offene Zahnpastatuben, wie er in jeder dritten Normalo-Verbindung auftritt, erst gar nicht vorkommen: „Jeder von uns hat sein eigenes Badezimmer.“

          Auch in der Verbindung unserer deutschen Königin mit dem Schwedenkönig läuft es bestens. „Meine Ehe“, jubelt Silvia in Bunte, „ist ein Glücksfall.“ Das ist ja erfreulich. Doch als wir das Foto der Frau Königin auf Seite 40 von Bunte erblickten, da stockte unser Herz, und wir mußten daran denken, was Christiane Krüger in Revue über Schönheitsoperationen sagt: „Im besten Falle sieht man anders aus, aber nicht jünger.“

          „Schön zu wissen, daß es nur ein Gerücht ist“

          Wir geben ihr recht, wir wollen zum Beispiel nicht glauben, daß die mehrfach messererprobte Tatjana Gsell erst 35 sein soll. Revue hat ein wenig in ihrem Leben geforscht und festgestellt, sie sei möglicherweise arg hinterm Geld her. Einst habe sie auf einer Feier einen dicklichen Mann nicht beachtet. Als sie aber erfuhr, er habe kürzlich ein paar Millionen Euro geerbt, sei sie „wie verwandelt“ gewesen und habe ihm liebevoll den Schweiß vom Kopf getupft. Gut, das liegt ja schon ein wenig zurück, jedes Leben wimmelt im Rückblick von peinlichen Momenten.

          Wie bei Til Schweiger, der von Frau im Spiegel gefragt wurde, wie es ihm gehe, wenn er alte Ausschnitte aus „Lindenstraße“ ansehe: „Ich vermeide, daß dies passiert, und wenn ich sie trotzdem sehe, denke ich nur daran, wie hart die Zeit für mich war und wie scheiße ich gespielt habe.“ Ähnliche Bereitschaft zur Selbstkritik zeigt auch Johannes B. Kerner, als er sich in Bunte über schwule Fußballer äußern soll: „Ich bin seit 20 Jahren Sportreporter. Also mich hat noch keiner angefaßt. Mag auch an mir liegen.“ Darüber hinaus wehrt sich der verheiratete Sportreporter mannhaft gegen Gerüchte, er nähere sich der Frauenwelt mit offenen Augen: „Schön zu wissen, daß es nur ein Gerücht ist.“

          „Nee, ich hab' Angst, daß die Frau bleibt“

          Ja, die Treue ist ein schwierig Ding. Und wir hätten in diesem Zusammenhang jetzt an Sie, Leserinnen, eine Frage. Soeben haben ja Tom Cruise und Katie Holmes in Rom für circa zwanzig Millionen Dollar geheiratet. Im Ehevertrag ist, wie Bild erfuhr, festgelegt, daß ein Seitensprung fünf Millionen Dollar kosten soll. Jetzt die Frage: Finden Sie, daß eine einzige sündige Nacht fünf Millionen Euro wert sein kann? Bitte diskutieren Sie das mit Ihrem Partner, aber bleiben Sie ehrlich. Und wenn Sie damit Schwierigkeiten haben, so nehmen Sie sich an Susanne Fröhlich ein Beispiel. Die Autorin (“Moppel-Ich“) hatte sich gewichtsmäßig erst herunter- und dann wieder heraufgemoppelt und sagt frisch und frei, als Bild sie darauf anspricht: „Ja, ich bin nun mal verfressen. Aber wenn ich morgen überfahren werde, hab' ich vorher wenigstens noch mal lecker gegessen.“

          Sehen Sie, das ist Lebensfreude und Kunst positiven Denkens. Wie sie ja auch Udo Jürgens bisweilen an den Tag legt. Das berichtet jedenfalls der Schauspieler Miroslav Nemec im stern. Wird der Udo gefragt: „Haben Sie manchmal Angst, von einer Frau verlassen zu werden?“ Sagt der Udo: „Nee, ich hab' Angst, daß die Frau bleibt.“

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