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Herzblatt-Geschichten : Dicker Hund, fette Ente

Das war`s wohl doch noch nicht für Albert und Charlène. Peinlich für Die Aktuelle. Bild: dpa

Seit Freitag steht fest: Charlène von Monaco ist endlich schwanger. Für die Klatschpresse ist das kein Grund zur Freude – der Diät-Erfolg der Kanzlerin dagegen schon. Zu Kim Kardashians Hochzeit dürfte sie so aber nicht. Die Herzblatt-Geschichten.

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          Wie schön für Monaco: Der Hof hat am Freitag bekanntgegeben, dass Albert und Charlène ein Kind erwarten. Und wie doof für die Klatschpresse, der Charlènes Schwangerschaft es jetzt unmöglich macht, ihr jede Woche eine Schwangerschaft anzudichten; die Anzahl möglicher Titelstorys schränkt das erheblich ein. Blöd auch für Helene Fischer und Florian Silbereisen, der Druck auf sie hat sich nun noch einmal deutlich erhöht. Am ärgerlichsten aber ist die Nachricht für Die Aktuelle, die nun eine volle Woche lang mit der Schlagzeile „Albert & Charlène - Das war’s!“ an den Kiosken herumliegen muss. Die Zeile bezieht sich nicht auf das Baby.

          Jörg Thomann
          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein freudiges Ereignis gefeiert haben auch Kim Kardashian und Kanye West, und zwar ihre Hochzeit, in Paris, Versailles und Florenz. Etwas aufwendig, fürwahr, doch Bunte weiß: „21 Mio. Dollar hatten sie dafür von Sponsoren angeblich zur Verfügung.“ Sauer freilich waren laut einem „Freund“, auf den sich Intouch beruft, Kims Schwestern. „Der Grund: absolutes Diät- und Beauty-Verbot für alle Brautjungfern. ,Kim wollte die Schönste sein‘, so der Freund weiter. ,Sie hatte ihren Schwestern sogar verboten, Shape-Unterwäsche und Push-up-BHs zu tragen, damit sie nicht sexy aussahen.‘“ Immerhin hat Kim sie nicht gezwungen, sich in Fatsuits zu zwängen und vor der Hochzeit zwei Wochen lang nicht zu duschen.

          Nicht die feine afrikanische Art

          Nicht zum Fest kommen dürfen hätte unsere Kanzlerin, denn die ist jetzt ja sehr schlank. „Angela Merkel - Meine Diät-Tricks“, kündigt Freizeit pur auf seinem Cover an, enttäuschenderweise aber meldet sich im Heft gar nicht Merkel persönlich zu Wort. Freizeit pur sorgt sich nun gar, sie könnte es mit dem Abnehmen übertreiben: „Aber sicher wird ihr Mann einem möglichen Diät-Wahn einen Riegel vorschieben.“ Wir empfehlen einen Schokoriegel.

          Costa Cordalis singt mit seinem Sohn Lucas. Wenn nun noch seine Enkel mitmachen, wird das eventuell zum Fall fürs Jugendamt.
          Costa Cordalis singt mit seinem Sohn Lucas. Wenn nun noch seine Enkel mitmachen, wird das eventuell zum Fall fürs Jugendamt. : Bild: dpa

          Rank und schlank präsentiert sich auch Model Elle MacPherson. „Kaum vorstellbar, dass diese Frau bereits 50 (in Worten: fünfzig!) Jahre sein soll“, staunt Bunte. „Nur mal zum Vergleich: Ursula von der Leyen ist gerade mal fünf Jahre älter.“ Sieht aber fünfzig Jahre älter aus - oder was genau, Bunte, willst du mit diesem Vergleich sagen? Wir sind sicher: Beim nächsten Truppenbesuch der Ministerin in Afghanistan darfst du nicht mehr ganz vorn mitmarschieren.

          Leicht befremdlich auch, wie sich „Let’s Dance“-Bohlen Joachim Llambi über seine Mitjurorin Motsi Mabuse äußert: „Motsis afrikanische Art finde ich sehr schön“, erzählt er dem Neuen Blatt. „Es ist nicht alles grau - dafür steht sie. Und das nicht nur mit ihrer Hautfarbe.“ Diejenigen, die den Kalauer nicht kapiert haben, bekommen eine Zugabe: „Bei Motsi ist immer viel Farbe im Spiel.“ Wie sollen wir sagen: Joachims llambische Art finden wir leider ziemlich doof.

          Der Hund für die Ex war eine Ente

          Doch nehmen wir uns ein Beispiel an Costa Cordalis: „Wenn ich merke, dass sich negative Gefühle in meinen Kopf schleichen, versuche ich in dem Moment immer an was Positives zu denken“, sagt er dem Neuen Blatt: „An einen schönen Urlaub, ein tolles Auto oder eine hübsche Frau.“ Offen bleibt, ob er damit Gattin Ingrid (64) meint. „Und worüber ich mich sehr freue: Mit ihren drei Jahren können Anjoulie und Amelie schon mein gesamtes Album ,Damals in Mexico‘ rauf- und runtersingen“, preist Cordalis seine Enkeltöchter. 30 Lieder am Stück trällern die Kleinen, darunter den vermutlich nicht ganz jugendfreien Titel „Du bist sexy“? Das scheint uns dann entweder ein Fall für die Hochbegabtenförderung zu sein - oder fürs Jugendamt.

          Model Elle MacPherson soll der Verteidigungsministerin ein Vorbild sein. Bringt sie demnächst etwa ihre eigene Dessous-Kollektion auf den Markt?
          Model Elle MacPherson soll der Verteidigungsministerin ein Vorbild sein. Bringt sie demnächst etwa ihre eigene Dessous-Kollektion auf den Markt? : Bild: AP

          Doch nicht nur Kinder, auch Tiere machen unser Leben lebenswert. Das weiß auch Prinz Harry, der seiner Ex-Flamme Cressida, wie Das Goldene Blatt auf seiner Titelseite schreibt, „zur Versöhnung ein Hündchen“ überreichte. Auf dem Foto hält Harry den schlappohrigen Welpen im Arm, welcher, wie wir lesen, Leon heißt: „Und wer hätte das gedacht: Schon auf den ersten Blick war das Eis gebrochen - dieses Wunder verbrachte der drollige Leon.“ Da haben wir gleich mal ein bisschen gegoogelt, und wer hätte das gedacht: Schon auf den ersten Blick haben wir entdeckt, dass das Harry-Hunde-Foto stolze vier Jahre alt ist. Leon wiederum heißt in Wirklichkeit Veyron, und Harry nahm ihn auf den Arm, als er eine Einrichtung besuchte, in der Hunde für die Behindertenhilfe geschult werden. Sollte Harry nun den kleinen Veyron entwendet und ihn unter falschem Namen Cressida geschenkt haben? Unwahrscheinlich. Da hat sich Das Goldene Blatt einen dicken Hund geleistet - also eine fette Ente.

          Auch Kim Kardashian will die Schönste sein – da können ihre Schwestern froh sein, keine Fatsuits tragen zu müssen
          Auch Kim Kardashian will die Schönste sein – da können ihre Schwestern froh sein, keine Fatsuits tragen zu müssen : Bild: AP

          Mehr mit Katzen hält es Barbara Wussow: „Katzen wollen ja nur gestreichelt werden, wenn sie es wollen“, erklärt sie dem Neuen Blatt. Während Hunde auch dann gestreichelt werden wollen, wenn sie es nicht wollen? Auf tierische Weise Ausdruck verschafft schließlich Das-neue-Blatt-Leserin Silke W. aus Celle ihrem Ärger über ihre Nachbarin: „Sie äfft uns nach! Das fuchst mich.“ Liebe Frau W.: Solange sie Ihnen nichts mopst, ist das doch kein Grund sich zu wurmen, zu zicken oder gar zu reihern.

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