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Herzblatt-Geschichten : Der Weiche und die Knackige

Lodernde Leidenschaft: Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer. Bild: dpa

Leidenschaft hat einen neuen Namen - oder besser gesagt zwei: Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer. Das Jetset-Paar legte nun in einem Interview mit der Bild-Zeitung völlig neue Seiten offen. Und sie sind nicht die einzigen Promis, über deren Flirttechniken die bunten Blätter in dieser Woche berichteten.

          Sind Sie mit Ihrer Beziehung zufrieden? Lodert in Ihrem Liebesleben noch genug Verlangen? Egal, was Sie glauben – gegen Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer können Sie einpacken. Unser schillerndstes Jetset-Paar hat der Bild–Zeitung jetzt sein erstes gemeinsames Interview gegeben, und dass sie sich damit bald neun Jahre Zeit gelassen haben, mag angesichts zweier nicht eben medienscheuer Menschen verblüffen; wir vermuten mal, dass sich in den rappelvollen Terminkalendern der beiden vorher einfach kein gemeinsamer Tag finden ließ. Wie auch immer: Leidenschaft hat seitdem einen neuen Namen. Beziehungsweise zwei.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wenn seine Gattin im Film einen anderen küsse, enthüllt etwa Maschmeyer im Interview, dann „erkenne ich, dass sie im Film künstlich küsst. Das sind nicht die Küsse, die ich bekomme.“ Böswillig ließe sich das so interpretieren, dass er seine Frau für eine schlechte Schauspielerin hält, doch die scheint das nicht zu jucken, ganz im Gegenteil: Was für Küsse Maschmeyer bekommt, führt das Paar bereitwillig vor. „Während des Bild-Fotoshootings zieht Carsten Maschmeyer seine Frau zu sich und küsst sie heimlich“, lesen wir neben einem Foto, auf dem Maschmeyer seine Hand vor beider Gesichter hält, was natürlich unheimlich heimlich ist. Und auch während des Interviews können beide voneinander nicht lassen, wie Bild protokolliert: „Das Paar nimmt sich in den Arm, küsst sich.“ Vermutlich, um alle Leser mit lahmer Libido nicht noch stärker zu beschämen, enthält das Blatt uns weitere Szenen vor, zu denen es im weiteren Verlauf des Gesprächs noch gekommen sein dürfte, zum Beispiel „Sie fährt ihm versonnen mit der Hand durchs Haar“ oder „Er spielt mit seiner Zunge in ihrem Ohrläppchen“.

          Dass Maschmeyer Ferres „mein Mädchen“ nennt, offenbart für Bild „eine weiche Seite, die man bei Ihnen gar nicht vermutet hätte“. Worauf der Unternehmer den Kosenamen näher erläutert: „Sie ist nicht nur so spontan wie ein Mädchen, sondern auch so knackig.“ Ganz ohne die Knackige an seiner Seite gibt der Weiche auch Gala noch ein Interview, in welchem er weitere Spitznamen preisgibt: „In besonders romantischen Situationen nenne ich meine Frau schon mal ,Löwin‘ und sie mich ,Tiger‘.“ Roarrr! In weniger romantischen Situationen begnügen sie sich dann vielleicht mit „Wildkatze“ und „Nebelparder“, und wenn mal wirklich gar nichts läuft, mit „Murmeltier“ und „Siebenschläfer“.

          Bei zwei Erfolgsmenschen wie Ferres und Maschmeyer freilich bleibt auch ein innereheliches Konkurrenzdenken nicht aus: Bei ihren Fernsehsendungen, so Maschmeyer, schaue man „auch, wer mehr Zuschauer hatte“. Sollten aber mal zwei Sendungen exakt zur selben Zeit laufen, „dann addieren wir einfach und machen eine Familienquote daraus, eine GroQuo sozusagen“. Immerhin an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zeigte Sat.1 vergangene Woche eine Komödie mit Ferres und eine Gründershow mit Maschmeyer, die aber nur 1,8 bzw. 1,09 Millionen Zuschauer hatten; macht zusammen 2,89 Millionen, das reicht leider gerade für eine KleiQuo und ist nur bedingt regierungstauglich.

          Schwärmt angeblich für einen Neuen: Heidi Klum

          Einen neuen Koalitionspartner hat sich angeblich auch Heidi Klum gesucht, nämlich den Tokio-Hotel-Zwilling Tom Kaulitz. Und wieder hat die Presse was zu meckern: „Warum, fragt man sich, sucht sich Heidi nach Vito Milchgesicht nun einen gefühlten 40-Kilo-Bengel aus Magdeburg aus, dessen einziger Welthit schon 13 Jahre her ist?“, schreibt Bunte. Wir lesen hier eine gewisse Ost- oder zumindest Magdeburg-Feindlichkeit heraus. Hallo, Bunte? Heidi Klum selbst kommt aus Bergisch Gladbach!

          Das Neue Blatt wiederum zeigt Paparazzi-Fotos von Florian Silbereisen und Helene Fischer auf Mallorca, auf denen beide „die Augen hinter einer modischen Sonnenbrille versteckt“ haben. „Immer wieder sieht sie ihrem Florian verliebt in die Augen“, lesen wir. „Jeder sieht: Die Schlager-Königin und der Entertainer sind noch so glücklich wie am ersten Tag ihrer Beziehung.“ Ähem: Wie, Neues Blatt, soll das denn jeder sehen können, wenn beide ihre Augen hinter modischen Sonnenbrillen verstecken?

          In die Augenschauen geht am besten ohne Sonnenbrille: Helene Fischer und Florian Silbereisen auf der Bühne

          Mit ihrem Mann Alexander-Klaus Stecher ein weiteres Promi-Paar bildet die „Let’s Dance“-Kandidatin Judith Williams, die Closer anvertraut: „Mein Mann und ich tanzen eigentlich ständig, vor allem morgens beim Frühstück mit den Kindern.“ Das sind ja schöne Vorbilder. Wir stellen uns lebhaft vor, wie die Kinder ihre Eltern immerzu ermahnen müssen: „Mama! Papa! Setzt euch endlich wieder auf eure Plätze. Und ihr habt schon wieder den ganzen Kaffee verschüttet.“

          Flirtet noch immer gern: Die ehemalige Eiskunstläuferin Marika Kilius, hier mit Eiskunstläufer Hans-Jürgen Bäumler

          Herzlich gratulieren möchten wir Marika Kilius, die am Samstag fünfundsiebzig wurde und allerlei Privates verrät. „Ich bin Single, bin aber offen für die Liebe“, erzählt sie Bild. „Aber ich würde heute nicht mehr jeden Mann nehmen.“ Was sie dann früher offenbar getan hat. Bunte schließlich lässt unsere einstige Eiskönigin wissen: „Flirten ist wie Benzin fürs Blut.“ Bei allem Respekt, Frau Kilius: Benzin im Blut scheint uns keine so gute Idee zu sein. Gott sei Dank empfehlen Sie wenigstens nicht Diesel.

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