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Herzblatt-Geschichten : Dekolleté der Woche

  • -Aktualisiert am

Muss sich nicht mit Kritik an seinem Dekolleté herumschlagen: Helmut Kohl Bild: picture-alliance/ dpa

Helmut Kohl sollte besser kein Abendkleid tragen - sonst würde sein Dekolleté vielleicht ähnliches Interesse erregen, wie das der Kanzlerin. Ob er wenigstens größer als „Zwerg“ Berlusconi ist? Und was hat Heino mit Sadomaso zu tun? Die Herzblatt-Geschichten.

          Wir hatten an dieser Stelle ja wiederholt auf die unfassbaren Chancen hingewiesen, die Männer aus der Musikbranche bei den Frauen genießen. Und das gilt nicht nur für Rock, Pop und Schlager, sondern auch für die Volksmusik und deren ersten Repräsentanten, Florian Silbereisen (26). „Also deinen Bauch“, schreibt ihm laut Neue Welt eine namenlose Verehrerin, „den hätte ich auch gern massiert und gekrault!! Ach, Flori, was hast du bloß mit mir gemacht? Du bist echt der absolute Wahnsinn!“ Und das ist, meine Herren, noch harmlos.

          Neue Welt weiß von „Frauen, die ihn auf der Bühne küssen. Frauen, die ihm nah sein wollen. Frauen, die ihre intimsten Wünsche öffentlich auf seiner Internetseite hinterlassen.“ Dass die Musikbranche aber auch insgesamt ziemlich anstrengend sein muss, das wird aus den Worten Luci van Orgs („Weil ich ein Mädchen bin“) deutlich, die im stern sagt: „Ich habe zwar wie die meisten Menschen im Musikgeschäft eine Therapie hinter mir, aber da wurde mir immerhin bescheinigt, frei herumlaufen zu dürfen.“

          Analyse eines Ausschnitts

          Jetzt aber, worauf Sie alle warten, zur „Frage der Woche“. Die lautet nach Ansicht von Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel: „Wie viel Dekolleté darf eine Regierungschefin zeigen?“ Dies bezog sich natürlich auf Angela Merkels Ausschnitt, als die Kanzlerin sich bei der Eröffnung der Osloer Nationaloper offenherzig wie nie zeigte. Chefredakteurin Riekel kommt in der Dekolleté-Tiefenanalyse zu dem Ergebnis: „Eine so mächtige Frau darf und sollte ihre sinnliche Seite zeigen.“

          Dekolleté des Anstoßes

          Die Kanzlerin selbst aber wurde in Bild mit den goldenen Worten zitiert: „Auf jeden Fall wäre bei einem Mann die Diskussion nicht so.“ Da möchten wir dann doch widersprechen: Kanzler Kohl (78) wäre in einem solchen Abendkleid ganz sicherlich ebenfalls Gegenstand öffentlicher Erörterung geworden. Dass er laut Bild „so bald wie möglich“ seine Lebensgefährtin Maike Richter (43) heiraten will, das freut uns, da gratulieren wir jetzt schon.

          Superglücksfotos

          Wem wir auch von Herzen ganz doll Glück wünschen, das ist Babs Becker, Boris Beckers Ex-Gattin. Sie zeigt sich an der Seite ihres neuen Partners in Bunte auf nicht weniger als neun Superglücksfotos. Frau Becker sagt über ihren Neuen: „Es gab kein Wenn und kein Aber, kein Überlegen oder Grübeln.“ Und er entgegnet: „Barbara ist der erste Mensch, mit dem ich alle meine Träume und Visionen komplett teilen kann.“ Und wie ging es ihm, als er sie kennenlernte? Irre! Das war Liebe wie aus dem Märchenbuch. Lesen Sie selbst: „Sie ging direkt auf mich zu, blieb vor mir stehen. Ich dachte, mein Herz setzt aus. Ich konnte kaum atmen, ich stand wie unter Schock. Sie sah mich an, und wow - der Blitz hatte eingeschlagen.“

          Ach, das ist schön, wir wünschen dieser Blitzliebe ganz langen Bestand, jedenfalls nicht eine solch geringe Haltbarkeit wie bei Tom Cruise und Katie Holmes. Erinnern Sie sich, wie Holmes damals ausgeflippt war vor Glück, wie er in einer Talkshow jubilierend herumsprang - und jetzt spekuliert Bild über die Scheidung nach 17 Monaten Ehe: „Sie war oft niedergeschlagen, berichten Freunde. Sie habe sich im Bad eingeschlossen und geweint.“

          Drei Meter Hochzeitstorte und sechshundert Trauzeugen

          Aber wissen Sie was? Wir glauben ja, dass jene Beziehungen besonders gefährdet sind, in denen es am Anfang den beiden auf solche starken Glücksdemonstrationen ankam. Auch dass Ivana Trump (61) bei ihrer vierten Hochzeit (diesmal ein 23 Jahre jüngerer Toyboy) 600 Gäste als Trauzeugen brauchte, ihre Hochzeitstorte drei Meter maß und sie sich während der Party zehnmal in andere Klamotten schmiss, das ist doch nicht normal.

          Aber was ist schon normal? Und was ist gerecht? Der Schauspieler Florian Fritz hatte beispielsweise einen undogmatischen Vater und kann sich in Revue gut daran erinnern, „dass ich für eine 1 in der Schule eine Mark und für eine 6 sechs Mark bekommen habe“. Gerecht jedenfalls ist das nicht, aber es ist ja auch nicht gerecht, dass die Münchner Abendzeitung nach Darstellung von Frau im Spiegel Veronica Ferres (63) zur „nervigsten Promi-Frau der Stadt“ ernannt hat und Nina Ruge (84) bloß auf Platz zwei kam. Das wird den beiden sicherlich Kummer bereiten.

          Volkslieder und Sadomaso

          Auch Italiens neuer großer Mann hat Kritik ja nicht so gern. Berlusconi schwer beleidigt in Die Welt: „Ich bin größer als Putin und Sarkozy. Ich bin 1,71 Meter groß. Warum zeichnen mich dann alle Karikaturisten als Zwerg?“

          Die letzte Frage geht an dich, Heino. Hast du in Bild über dieses Rad-ab-Ehepaar gelesen, das einen Sklavenvertrag geschlossen hatte? Das erste Gebot lautete: Er gehört ihr mit Haut und Haaren, sie hatte immer alles zu bestimmen. Die Gattin erzählt: „Ich musste während der Folterungen Volkslieder singen. Besonders von Heino, ,Blau blüht der Enzian'.“ Seltsam, nicht? Wir aber beschäftigen uns jetzt mit unserer persönlichen Frage der Woche. Sie lautet: Wie viel Dekolleté darf eine Redaktionsassistentin zeigen? Unsere Antwort: Viel. Sehr viel.

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