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Herzblatt-Geschichten : Das ist meine Couch

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Warum ist die Weltmeisterschaft für die Männer eine Zeit der Gefährdung? Weshalb verlängert eine feste Beziehung unser Leben? Warum bevorzugt Podolski polnische Frauen? Neue Herzblatt-Geschichten.

          3 Min.

          Männer, euch ist hoffentlich klar, daß die Weltmeisterschaft eine Zeit der Gefährdung ist. Nein? Dann habt ihr mal wieder nicht zur Kenntnis genommen, was Frau im Spiegel aus Frauenperspektive über den Gatten schreibt: „In der Halbzeit aber schaut man ihn dann mit anderen Augen an. Gnadenlos vergleicht man die knackigen Hinterteile und die flachen Bäuche der Fußballer mit dem plumpen Körper des Angetrauten, der sich auf die Toilette schleppt, in ausgebeulter Jogginghose, die die überflüssigen Pfunde nicht mehr kaschieren kann.“

          Also reißt euch ein bißchen zusammen, Männer, und tauscht die Jogging- in eine kurze Hose, weil nach einer Umfrage des Magazins Men's Health (beknackter Titel) die Mehrzahl der Frauen Männer in kurzen Hosen knackig findet. Gleichzeitig wurde herausgefunden, daß 74 Prozent der Frauen sich angewidert abwenden würden, wenn ein Mann beim Kennenlernen eine Alkoholfahne hätte. Und die anderen 26 Prozent? Fänden das klasse? Frauen sind seltsam.

          „Sei ein Gentleman, leck es ab“

          Na egal, wir wollten heute eigentlich über Fotos sprechen und den Augenblick, zu dem sie in der Öffentlichkeit auftauchen. Da läßt sich beispielsweise Paul McCartney scheiden, und just in der Geldrausrückverhandlungsphase wird bekannt, daß seine Gattin vor Urzeiten (1988) mit einem anderen Mann für den Bildband „Die Freuden der Liebe“ in offenster Weise Modell gelegen hatte. Und ihr damaliger Partner erinnert sich heute in Bild: „Es machte ihr echt Spaß. Als ihr Sahne aus dem Mund auf den Busen kleckerte, forderte sie mich auf: ,Sei ein Gentleman, leck es ab.'“

          Auch die Existenz anderer Fotos erstaunte uns diese Woche. Da wird das Ende der Ehe des niedersächsischen Ministerpräsidenten bekannt, traurig genug, doch Christian Wulff (47) überläßt nichts dem Zufall, wartet nicht ab, bis ein Paparazzo verschwommen aufnimmt, wie seine neue Freundin (32) zu ihm ins Auto steigt. Nein, „schon verteilte sein Büro Fotos von ihr, die er selbst in Auftrag gegeben haben soll“, schreibt Revue. Und was zeigen diese Fotos? Eine sympathische blonde Zweiunddreißigjährige vor einem Laptop (sie ist auf der Höhe der Zeit und nicht dumm), im Hintergrund ein Regal mit vielen Büchern (sie kann lesen). Tja Christian Wulff, das hast du ziemlich gut gemacht, aber wir würden dich, wohnten wir in Niedersachsen, dennoch nicht wählen, nicht wegen der jungen Frau (32), sondern weil uns Menschen immer suspekt sind, die wie du ganz tief und rauh und gequetscht aus dem Hals sprechen.

          „Polnische Frauen besitzen mehr erotische Ausstrahlung“

          Keine Ahnung, wie Roberto Blancos dicke Tochter Patricia (34) spricht, aber was sie in Neue Welt sagt, ist hochinteressant. Den Gute-Laune-Bomber beschreibt sie als Despoten, „der ständig andere Frauen hatte, für den seine Kinder nur an zehnter Stelle kommen“ und der sogar ausgeprägtes Revierverteidigungsverhalten zeigte: „Das ist meine Couch, da darfst du nicht sitzen!“ Und wollte die Familie ihn mal auf seinen unehelichen Sohn ansprechen - „sofort wurden wir von ihm niedergebrüllt“. Unerfreulich. Wenden wir uns einem schöneren Thema zu, den Vorzügen der Polinnen. Lukas Podolski schwärmt in Bild: „Polnische Frauen sind fröhlicher, herzlicher, locker und besitzen mehr erotische Ausstrahlung.“ Und der gleichfalls in Polen geborene Michael Delura ergänzt: „Polnische Frauen sind viel erotischer als deutsche. Außerdem gibt es viel zu viele übergewichtige Frauen in Deutschland!“ Eine Frechheit! Da erzählen wir aus Rache einen Polen-Witz aus Bild: Wie übersetzt ein Pole BMW? Bald mein Wagen. Sollten Sie aber, Männer, Ihr neues polnisches Au-pair-Mädchen Dorota mit den markanten Kurven und dem supernetten Lachen so dermaßen reizend finden, daß Sie sie immer unbedingt zum Bus begleiten wollen, so bedenken Sie bitte, welch wundervolle Wirkung eine treue, stabile Beziehung entfalten kann.

          Sie verlängert das Leben, weiß Bunte - „bei Frauen um zwei, bei Männern um sieben Jahre“. In lebensverkürzende Wallungen versetzten uns dagegen die in Das Neue Blatt dokumentierten Fotos eines abermals öffentlich urinierenden Ernst August: „Da steht der Prinz doch tatsächlich in aller Öffentlichkeit an Bord eines Motorschnellboots - und pinkelt, breitbeinig wie ein Cowboy, auch vor den Augen seiner Freunde, ins türkisblaue Mittelmeer.“ Eine sofort durchgeführte (kein Witz) repräsentative Umfrage ergab: 82 Prozent aller Frauen, aber nur 67 Prozent aller Männer fanden: „So etwas ist einfach primitiv.“

          Doch wir haben jetzt etwas anderes vor. Ein guter Freund, der seine Lebensdauer gern um sieben Jahre verlängern will, hat uns gefragt, ob wir sein Au-pair-Mädchen Dorota (19) nicht als Redaktionsassistentin übernehmen könnten. Klar doch. Sie ist wirklich total süß, wir führten sie in unser Büro und sagten: „Da ist unsere Couch, da darfst du sitzen.“ Das unterscheidet uns eben von Roberto Blanco.

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