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Herzblatt-Geschichten : Beim Sex darf auch gelacht werden

Ann-Kathrin Götze: „Wir gehen viel spazieren. Wir sind wie Opa und Oma.‘“ Bild: dpa

In den Klatschblättern konnte man wieder einiges lernen in dieser Woche: Ann-Kathrin und Mario Götze leben wie Oma und Opa, Rod Stewart kann nicht mal ein Ei kochen, und Maite Kelly würde sich mit sich selbst verabreden. Viel Spaß!

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          Wie verschieden sind doch die Lebensphilosophien unserer Prominenten. „Wir sind ein gutes Team!“, sagt etwa G.G.Anderson der „Neuen Post“ über seine Ehe. „Wir sagen uns jeden Tag zehn bis zwanzig Mal, dass wir uns lieben.“ Und während wir uns noch fragen, ob die beiden da wohl eine Strichliste führen, fährt der Schlagersänger fort: „Ich schreibe Monika auch Zettelchen, auf denen ,Ich liebe dich‘ steht, und verteile Rosenblüten im Haus. Ich bin wirklich sehr romantisch!“ Weiter unten auf derselben Seite äußert sich Andersons Kollegin Monika Martin: „Ich bin froh, dass ich die große Liebe nicht gefunden habe. Denn wenn ich nach Hause komme, dann sieht es noch genauso aus, wie es war, als ich gegangen bin.“ Also keine Unmengen von Zettelchen oder Rosenblüten, die sie aufpicken muss. Herrlich!

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ebenfalls gerade Single ist Maite Kelly, doch das, gibt sie sich im „Neuen Blatt“ überzeugt, ist kein Dauerzustand: „So eine Frau wie ich, die bleibt nicht lange auf dem Markt. Ich würde mich auch mit mir selbst verabreden“, sagt sie. „Ich kann nicht ins Detail gehen, aber ein kluger Mann, der schnappt zu bei einer Frau wie mir.“ Na denn, Herrschaften, Zähne geputzt und zugeschnappt! Kann natürlich sein, dass Kelly nicht zu Hause ist, weil sie sich gerade mit sich selbst verabredet hat.

          Schon glücklich vereint sind Mario und Ann-Kathrin Götze, die „Gala“ wissen lässt: „Ich bin kein Jetset-Mädchen, ich bin ein ganz normales Mädchen aus Emmerich.“ Ziemlich emmerichmäßig scheint dann auch der Alltag des Paars zu verlaufen: „,Wir gehen viel spazieren. Wir sind wie Opa und Oma‘, sagt sie zu „Gala“ und lacht. ,Aber es ist wirklich so, dass wir es beide sehr low key mögen. Andere sagen vielleicht boring. Aber uns gefällt unser Leben so.“ Nun, unsere Großeltern hätten vermutlich nicht boring, sondern langweilig gesagt und sich auch nur ungern nach tiefen Schlüsseln gebückt. Doch Hauptsache, Ann-Kathrin und Mario liken ihr life so.

          Martina Hill findet: „Beim Sex darf auch gern gelacht werden. Aber nur an den richtigen Stellen.“

          Rundum zufrieden wirken auch Leonard Lansink und seine Gattin Maren. „Wilsberg ist schlau, ich bin eher sein doofer Bruder“, bekennt der Schauspieler in „Bunte„ über seine Paraderolle, doch Maren widerspricht: „Nein, Leonard ist sehr schlau. Aber am Anfang konnte ich stundenlang reden und er sagte knapp: ,Ja.‘ So maulfaul ist er heute nicht mehr.“ Heute sagt er gelegentlich sogar: „Ja gut.“

          Mit der Kommunikation hat es einfach nicht jeder so. Wolfgang Pauritsch, Auktionator aus der Sendung „Bares für Rares“, hat ein Buch geschrieben und teilt dem „Echo der Frau“ mit: „Ich bekam immer wieder Anfragen wie ,Hallo Wolfgang, ich bin auch Handwerker, wie wird man Kunsthändler?‘ Um meine Geschichte nicht jedem einzeln erzählen zu müssen, habe ich das Buch geschrieben.“ Das ist eine prima Idee, die auch wir gern aufgreifen würden, um nicht die immergleichen Gespräche führen zu müssen. Wir suchen nur noch nach einem Verleger für unsere Bücher „Kind, zieh dich jetzt endlich an“ und „Nein, ich sammele keine Payback-Punkte“.

          Fast Handwerkerin geworden wäre auch Katja Riemann, die laut „Echo der Frau“ Tischlerin werden wollte, aber festgestellt habe: „Mir fehlte hierfür das künstlerische Element.“ Und um nichts mit Kunst machen zu müssen, ist sie dann Schauspielerin geworden?

          Basteln und mit Welpen rangeln: So ist es daheim bei Tom und Heidi.

          Kein Universaltalent scheint, wie „Gala“ berichtet, auch ein berühmter Sänger zu sein: „Außer Toast und Tee kann Rod Stewart, 73, in der Küche nichts zubereiten, nicht einmal ein Ei kochen. Dafür hat er dreimal die Woche einen Koch.“ Dreimal die Woche für Rod Stewart ein Ei kochen: Es gibt sie noch, die dankbaren Jobs.

          Auch bei „Gala“ selbst offenbar. „Heidi Klum – So lebt und liebt sie – Erstmals zeigt sie uns ihren ganz privaten Alltag mit Tom und den Kindern“, lautet die Titelgeschichte, für die „Gala“ über drei Seiten ganz einfach Klums Instagram-Account beschreibt. Über Klums jungen Partner Tom Kaulitz berichtet „Gala“, er scheine „vor allem die Bastelnachmittage“ zu lieben: „Hingebungsvoll bemalt er einen ausgehöhlten Kürbis, trägt ihn dann stolz in die erste Etage.“ Und stellt ihn dann vorsichtig neben die Schmetterlinge mit Kreppflügeln und die Stiftehalter aus Klopapierrollen, die er zuvor schon gebastelt hat. Wer diesen Alltag jetzt etwas low key findet, für den hat „Gala“ noch heißere Infos parat: „Sogar ins Schlafzimmer kann man einen Blick werfen und zuschauen, wie...“, und jetzt halten wir alle den Atem an, „wie Tom mit einem Welpen rangelt.“ Alle wieder ausatmen. Interessanter hätten es wohl viele gefunden, es hätte Heidi im Schlafzimmer mit einem Welpen gerangelt, zum Beispiel mit Tom.

          Apropos: Sex, sagt die Komikerin Martina Hill zu „Gala“, sollte „keine todernste Sache sein. Soll ja schließlich Spaß machen. Da darf auch gern gelacht werden. Aber nur an den richtigen Stellen.“ Oder auch über die richtigen Stellen, doch Vorsicht: Bei manchen hört der Spaß da schnell auf.

          „So viele Tränen“ hingegen, freilich vor Glück, hat Tänzerin Motsi Mabuse über die Geburt der Tochter vergossen, die sie mit ihrem Ehemann Evgenij bekommen hat. „Deren Namen möchten die jungen Eltern noch für sich behalten“, schreibt „Gala“. „Soviel sei aber verraten: Es ist eine Mischung aus Russisch und Südafrikanisch geworden.“ Da sind wir sehr gespannt, wann sie den schönen Namen Olga-Mandela offiziell bekanntgeben.

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