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Herzblatt-Geschichten : Jeden Tag ein Kasten Bier

Fürsorgliche Bauherrin: Helene Fischer Bild: dpa

Ist Heidi Klums Ehe ungültig? Wird Helene Fischers Haus Fenster haben? Und wie vertrieben sich Bohlen und Naddel die Zeit? Neue Herzblatt-Geschichten.

          3 Min.

          Wir wollen wirklich sehr hoffen, dass nicht allzu viele Menschen, die wie wir im Sternzeichen Fische geboren sind, diese Woche ihr Horoskop im Goldenen Blatt lesen. „Manchmal müssen Sie einfach die Richtung wechseln, um aus dem monotonen Alltag auszubrechen“, steht dort. „Das mag vielleicht nicht jedem gefallen, aber Ihnen tut das gut. Sie gewinnen Erkenntnisse und machen Erfahrungen, die Ihnen niemand mehr nehmen kann. Lassen Sie sich nicht aufhalten oder beeinflussen.“ Wie viele Fische mögen nun, beeinflusst durch diese eindringliche Mahnung, mitten auf der Fahrbahn plötzlich die Richtung wechseln? Werte Mitfische: Es mag stimmen, dass Ihnen die Erfahrungen, die Sie bei einer solchen Aktion machen, niemand nehmen kann. Ihren Führerschein allerdings schon.

          Jörg Thomann
          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          An schon länger zurückliegende Erfahrungen hat sich Nadja Abd El Farrag erinnert, die einst die Frau an Dieter Bohlens Seite war und unlängst, wie Freizeitwoche reportiert, auf Instagram „verliebte Bilder mit Dieter von früher“ postete. Zum Kauf bietet sie dort nun ein „sehr, sehr seltenes Schachspiel mit einzigartigen, handgeschnitzten Figuren“ an, „mit dem ich und DB immer gespielt haben“. Das hätten wir echt nicht gedacht: dass DB und Naddel miteinander Schach gespielt haben. Jetzt fragen wir uns, womit sich Bohlen in seiner Kurzzeitehe mit Verona Pooth, damals Feldbusch, die Zeit vertrieben haben mag: Ob sie wohl an binomischen Formeln geknobelt haben?

          Ein Fest der Liebe

          Wesentlich länger verheiratet gewesen ist Heidi Klum mit Sänger Seal, mit dem sie, wie Frau im Spiegel erinnert, „jährlich ihr Ehegelübde erneuert“ hat. Ein Ritual, auf das Klum selbst inzwischen mit gemischten Gefühlen zurückblickt: „Ich glaube, ich habe Seal achtmal geheiratet. Ich dachte, es würde irgendwie Spaß bringen. Ich dachte, es sei ein Fest der Liebe. Aber das hat nicht richtig funktioniert.“ Das scheint uns tatsächlich etwas viel des Guten: achtmal Hochzeitstorte, achtmal Hochzeitswalzer, achtmal Hochzeitsnacht. Was wir nicht genau wissen: Muss sich, wer achtmal heiratet, auch achtmal scheiden lassen? Am Ende kommt noch heraus, dass Klums Ehe mit Tom Kaulitz ungültig ist, weil sie noch siebenmal mit Seal verheiratet ist.

          Liebe mit Anlaufschwierigkeiten: Annemarie und Wayne Carpendale
          Liebe mit Anlaufschwierigkeiten: Annemarie und Wayne Carpendale : Bild: dpa

          Weder verheiratet noch Mutter geworden ist bis Redaktionsschluss Helene Fischer, was die Klatschhefte auch in dieser Woche nicht hindert, das Gegenteil zu behaupten. „Helene Fischer – Antrag abgelehnt! Jetzt ist Flori der lachende Dritte“, titelt Die Aktuelle, obschon besagten „Antrag“ nicht Fischers Freund Thomas Seitel gestellt hat, sondern RTL, das Fischer angeblich für „Deutschland sucht den Superstar“ verpflichten wollte, wo nun aber Florian Silbereisen zum Chefjuror avanciert. Und auch wenn Freizeitspass mit der Story aufmacht „Helene Fischer – Schwere Geburt – Wann lüftet sie endlich ihr Geheimnis?“, dann geht es natürlich nicht um Nachwuchs, sondern – gähn – um Fischers neues Album.

          Ein Schluck aus dem See

          Was den Boulevard ebenfalls fasziniert: Fischers neues Haus an einem See, welches offenbar seit sehr langer Zeit im Bau ist. Bei den Handwerkern seien Fischer und ihr Partner sehr beliebt, will Bunte erfahren haben und beruft sich auf einen „Zimmermann, der für den Superstar gearbeitet hat“. Er habe „als Scherz die Bemerkung gemacht: ‚Wir wollen aber jeden Tag einen Kasten Bier auf der Baustelle.‘ Sein Wunsch ging in Erfüllung: Täglich stand ein Kasten bereit.“ Womöglich erklärt das dann die Verzögerungen. Hoffen wir für Fischer und Seitel, dass das Häuschen, wenn es irgendwann fertig wird, auch Fenster hat.

          Auf andere Getränke setzt der Kanute Sebastian Brendel, der unser Land in Tokio vertritt. „Vor Wettkämpfen trinke ich immer einen Schluck aus dem See“, erzählt er Bunte. „Aber in Rio war es mir zu gefährlich, das Wasser war zu schmutzig.“ Ein paar Seiten weiter kommt die Weitspringerin Malaika Mihambo zu Wort; ob sie vor jedem Wettkampf ein Löffelchen Sand aus der Grube zu sich nimmt, verrät Bunte nicht.

          Dafür erfahren wir, und zwar aus der Aktuellen, dass beim ersten Treffen von Wayne Carpendale mit seiner späteren Frau nicht alles glattlief: „Als Wayne sie beim Kennenlernen ansprach, gab Annemarie ihm statt ihrer Telefon- ihre Kontonummer! ‚Ich bin beim Diktieren gedanklich abgedriftet!‘“ Im Zeitalter der IBAN wäre das kaum passiert. Wie aber hat es Carpendale später geschafft, Kontakt zu ihr aufzunehmen? Indem er ihr zehn Euro überwies?

          Das mit dem gedanklichen Abdriften kommt uns aber sehr bekannt vor. Unsere eigene Telefonnummer wählen wir ja nur dann, wenn wir mal wieder unser Handy verlegt haben, unsere Kontonummer kennen wir eh nicht auswendig, und so haben wir, als wir kürzlich eine freundliche Dame kennenlernten, in leichter Verwirrung das Passwort genannt, mit dem wir uns in praktisch alle Programme einloggen: Unsere Telefonnummer, sagten wir, laute 123456. Sie war allerdings ebenso abgedriftet wie wir: Komisch, sagte sie, ihre sei genau die gleiche.

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