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Herzblatt-Geschichten : Prinz Harry hat viele Kinder

Vier Prozent der Briten sind rothaarig. Da war Harry offenbar ganz schön fleißig Bild: dpa

Ob zu schwach für die Essstörung oder zu sehr mit Musik beschäftigt, um zu atmen: Unsere Promis scheitern diese Woche. Nur nicht Prinz Harry, der wurde angeblich Vater – mal wieder.

          Dass das Leben voller Gefahren ist, wissen die meisten, und nun weiß es auch Dorothea Z., Leserin des Neuen Blatts. Sie nämlich hat gerade ihre beste Freundin verloren. Und zwar, wie sie beklagt, an die Kunst: „Seit sie mit der Aquarellmalerei angefangen hat, tut sie nichts anderes mehr.“ Die Versuchungen des modernen Lebens locken eben überall: Crystal Meth, Internet, Aquarellmalerei.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Astrotante des Neuen Blatts ist voller Mitgefühl: „Ihnen als aktiver Widder-Frau fällt es schwer, tatenlos zuzusehen“, weiß sie, macht Dorothea Z. aber Mut: „Doch Sie werden feststellen, dass sie bald von allein zu Ihnen zurückkehren wird.“ Sofern sie nicht vorher den Reizen von Lithographie oder Scherenschnitt erliegt.

          Wir finden es ja verblüffend, was die Astrologie alles vermag, und staunen auch diese Woche über unser Horoskop im Goldenen Blatt: „Nutzen Sie die Sterneneinflüsse, um sich um Ihre Altersversorgung oder um Fragen der Rentenversicherung zu kümmern.“ Also, wenn die Sterne wirklich was tun wollen für unsere Altersversorgung, dann sollen sie sich bitte schleunigst in goldene Taler verwandeln und vom Himmel purzeln, wir halten auch schön unser Hemdlein auf.

          „Ich stehe auf extreme Typen.“

          Auch Prinz Harry hat etwas getan für seine Altersversorgung, zumindest dem Neuen Blatt zufolge, das da titelt: „Unfassbarer Skandal am Hof – Prinz Harry – Ein Baby von der heimlichen Geliebten!“ Gemeint ist diesmal nicht seine alte Flamme Cressida, mit der er laut Berichten anderer Blätter bereits Zwillinge erwartet, sondern die italienische Schauspielerin Martina Stella, Mutter der zweijährigen Ginevra. „Denn wie es aussieht, hat er ein Kind von seiner heimlichen Geliebten!“, bekräftigt Das neue Blatt im Heftinneren, und „wie es aussieht“ bezieht sich wortwörtlich darauf, wie „es“, und zwar das Kind, „aussieht“: Ginevra nämlich hat rote Haare. Mit diesem – einzigen – Beweis dürfte Harry überführt sein. Allein in England leben übrigens vier Prozent Rothaarige, da hat es der wilde Prinz augenscheinlich ganz schön krachen lassen.

          Wilde Männer, viele Frauen mögen das ja. So das „It-Girl“ Bonnie Strange: „Ich stehe auf extreme Typen. Wenn mir ein Mann erzählt, dass er mal im Knast saß, schlägt mein Herz automatisch höher“, erzählt sie In. Ein bisschen achtgeben sollte sie trotzdem, sonst schlägt es womöglich bald gar nicht mehr. Ob ihr neuer Freund „Ken alias ,Tanone‘“ etwas auf dem Kerbholz hat, wissen wir nicht, aber: „Ein ,T‘ hat sie sich bereits auf ihren Ringfinger tätowieren lassen. Ist Bonnie etwa wieder verlobt? Sie weiß es selber nicht genau.“ Sie kann ja mal bei Ken alias Tanone nachfragen, vielleicht weiß der es ja.

          Neid auf Sängerin Meghan Trainor: Sie versuchte es mit einer Essstörung – und scheiterte.

          Für eine Überschrift war sie nicht schlau genug

          Gottlob nicht auf ihren früheren Freund gehört hat die amerikanische Sängerin Meghan Trainor: „Er wollte, dass ich abnehme, also habe ich das Essen fast komplett eingestellt... für drei Stunden“, teilt sie In mit. „Ich habe keine perfekte Figur, und die werde ich wohl auch nie haben, dafür schlemme ich viel zu gern.“ Eine löbliche Einstellung, konterkariert von In mit der grenzdebilen Überschrift: „Für eine Essstörung war ich nicht stark genug.“ Mensch, Mädel, dann musst du aber an dir arbeiten!

          Ein Musikerkollege, nämlich André Rieu, teilt derweil Frau im Spiegel mit: „Die Musik gehört zu meinem Leben, wie für andere Leute die Luft zum Atmen.“ Für andere Leute? Was, Herr Rieu, atmen denn dann Sie?

          Inka Bause sollte sich eine Alarmanlage anschaffen: Vielleicht verwechselt ja ein verliebter Bauer sie mit der österreichischen Moderatorin.

          Inka Bause – in österreichischer Lebensgefahr

          Viel gute Landluft atmet Inka Bause, um die sich die Woche der Frau trotzdem sorgt: „Todes-Drama bei ,Bauer sucht Frau‘ – Ist auch Inka Bause in großer Gefahr?“ Ein Todes-Drama gab es tatsächlich: Seine Freundin und sich selbst hat ein Mann getötet, der bei „Bauer sucht Frau“ Kandidat war, und zwar im Jahr 2005. In Österreich. „Dass er sechs Jahre später zum Mörder werden sollte, ahnte damals noch niemand, am wenigsten die Macher der Kuppel-Show!“ Heißt, alle anderen ahnten es dann doch ein bisschen mehr?

          Warum es die Bluttat aus dem Jahr 2011 nun aufs Cover der Woche der Frau schafft und was das Ganze mit Inka Bause zu tun hat, welche die Show in Österreich gar nicht moderiert, bleibt offen. „Ein schwarzes Schaf könnte immer dabei sein“, raunt jedenfalls die Woche der Frau: „Pass bitte auf dich auf, Inka!“

          Drum prüfet was sich ewig bindet: Joey Heindle geht vor den Traualtar – mit einem Fernsehsender

          Mann, Frau, Fernsehsender – ein Bund fürs Leben

          Aus den Bergen in den hohen Norden, ans Set der Serie „Kripo Holstein“, über die Das neue Blatt berichtet: „Björn Bugri (46), Mareile Moeller (36), Daniel Roesner (30) – ,Bei den Dreharbeiten haben wir uns verliebt‘“, lesen wir. Und denken: Oh, là, là, auf dem platten Land geht’s hoch her! Doch der Eindruck vom flotten Dreier hinterm Deich wird durch den Text nicht gedeckt, in dem lediglich Bugri erklärt, er habe sich „in diese Gegend“ verliebt. Langweilig!

          Schon weiter ist da Joey Heindle, Dschungelcamp-Sieger 2013 und verliebt: „,Sie hat bereits Ja gesagt. Und Joey verhandelt schon mit einem TV-Sender. Er will Antrag und Hochzeit vermarkten‘, verrät ein Kumpel des 21-Jährigen gegenüber Intouch.“ Hoffen wir für Joey, dass nach seiner Braut auch der Fernsehsender ja sagt. Und dass es für die drei nichts Flüchtiges ist, sondern ein Bund fürs Leben.

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