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Nach Kritik an Republikanerin : Donald Trump findet Taylor Swifts Musik jetzt schlechter

  • Aktualisiert am

Taylor Swift hielt sich bislang mit politischen Äußerungen zurück. Bild: dpa

Der amerikanische Präsident verteidigt die von Swift kritisierte Senatskandidatin Marsha Blackburn. Unterdessen haben sich laut einem Medienbericht seit dem Instagram-Post der Sängerin besonders viele Wähler registrieren lassen.

          2012 fand er sie noch „fantastisch“, unterstützte sie nach ihrer Trennung von Connor Kennedy und zeigte sich erfreut, als Taylor Swift die Grammy-Nominierungen mitmoderierte. Sechs Jahre später scheint die Euphorie nachgelassen zu haben: „Sagen wir mal, ich mag ihre Musik jetzt 25 Prozent weniger“, sagte Trump am Montag mit einem breiten Grinsen zu Reportern. An der Musik der 28 Jahre alten Sängerin liegt das jedoch nicht: Zuvor hatte Swift in einem Instagram-Post die republikanische Senatskandidatin des Bundesstaates Tennessee kritisiert und verkündet, bei den Zwischenwahlen im September den demokratischen Kandidaten zu wählen.

          Swift wisse „nichts“ über Marsha Blackburn, verteidigte Trump die Republikanerin. Blackburn sei eine tolle Frau. Sie zählt zu Trumps engeren Untersützerkreis.

          Swifts politisches Statement hatte für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nicht nur, weil die Sängerin 112 Millionen Instagram-Follower hat, sondern besonders weil sie es in den vergangenen Jahren vermied, politisch Stellung zu beziehen. In ihrem Post kritisierte sie das Abstimmungsverhalten von Blackburn, die bereits seit 2002 republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus ist. So hatte Blackburn unter anderem gegen die Verlängerung eines Gesetzes gestimmt, dass Frauen vor Gewalt schützen soll, weil im Gesetzestext auch die Rechte der LBGTQ-Gemeinde aufgenommen wurden. Außerdem stimmte sie gegen ein Gesetz, das Frauen den Kampf gegen Lohndiskriminierung erleichtert. Weiterhin spricht Blackburn sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aus.

          „Ich kann Marsha Blackburn nicht unterstützen“, erklärte Swift deshalb auf Instagram. „Ich kann niemanden wählen, der nicht bereit ist, für die Würde aller Amerikaner zu kämpfen, egal welche Hautfarbe oder welches Geschlecht sie haben, oder wen sie lieben“.

          Blackburn selbst hat sich bislang nicht zu Swifts Kritik geäußert. Ihr demokratischer Gegenkandidat, Phil Bredeson, griff hingegen Swifts Statement dankbar auf Twitter auf und versah es mit Songzeilen der Sängerin: „Marsha, look what you made her do“, schrieb er in Anspielung auf Swifts Hit und deren Schweigen bis dato.

          Swifts politische Outing stieß aber nicht nur bei Donald Trump auf wenig Gegenliebe. „Du hast soeben die Hälfte deiner Fans verloren“, schrieben einige erboste Fans in den sozialen Netzwerken. Auf jeden Fall scheint Swift mit ihrem Aufruf, ihre Fans mögen sich für die Wahl registrieren, große Wirkung erzielt zu haben. Wie Kamari Guthrie, Sprecher der Registrierungsplattform vote.org, zu dem Nachrichtenportal Buzzfeed sagte, sind die Anmeldungen für die Wahl seit Swifts Post in die Höhe geschossen. Demnach haben sich in den 36 Stunden nach Swifts Post fast so viele Wähler aus Tennessee registrieren lassen wie in der gesamten Vorwoche.

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