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Silvester : Städte weiten Böllerverbote aus

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Kann sehr gefährlich sein: Silvesterböller Bild: dpa

Die Verwaltungen schränken das Böllern weiter ein. In Hannovers Zentrum herrscht erstmals ein Verbot, in Köln sind Feuerwerke in mehr Straßen untersagt. Polizei-Gewerkschafter warnen vor zu großen Verbotszonen. Grund: Überlastung.

          Behörden in Deutschland wollen mit ausgeweiteten Böllerverboten und mehr Polizeipräsenz Exzesse in der Silvesternacht verhindern. Erstmals kommt als Böllerverbotszone etwa der Citykern von Hannover hinzu. In Düsseldorf herrscht Knaller- und Böllerverbot in der gesamten Altstadt. In Köln dürfen rund um den Dom keine Feuerwerke abgebrannt werden. Das Verbot wurde dieses Jahr um zwei Straßen erweitert. In Dortmund ist das Zünden von Feuerwerk und Pyrotechnik in zwei Innenstadt-Zonen nahe dem Hauptbahnhof verboten.

          In Stuttgart scheiterte dagegen ein Versuch, Feuerwerk zu verbieten. In Berlin hätte die rot-rot-grüne Landesregierung gern schon dieses Jahr weitergehende Verbotszonen eingerichtet. Der Linken-Abgeordnete Niklas Schrader sagte dem RBB, das Bundessprengstoffgesetz verbiete es den Bezirken aber, die Böllerei ganz zu untersagen. Darum wolle man auf Bundesebene aktiv werden.

          In historischen Altstädten wie etwa Göttingen, Lüneburg, Weimar oder auch Tübingen dürfen schon seit längerem keine Feuerwerkskörper mehr abgebrannt werden.

          In Hannover erwartet die Polizei, dass die Situation durch das neue Verbot rund um zentrale Plätze in der Innenstadt deutlich entspannter werde als letztes Jahr. In der Verbotszone werde zwar kontrolliert, der Zugang werde aber weder mit Gittern abgesperrt noch werde jeder einzelne durchsucht. Zum Jahreswechsel 2017/18 war es in Hannover in der Silvesternacht mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Böller inmitten von Menschenansammlungen gezündet wurden.

          Polizei-Gewerkschaft gegen weitere Verbote

          Auf Skepsis stößt beim GdP-Chef dennoch der Ruf nach einer Ausweitung von Böllerverboten. „Die derzeitige Diskussion um ein Verbot von Silvesterfeuerwerk in eng besiedelten Stadtgebieten sehe ich skeptisch, da die Polizei die hierzu notwendigen Kontrollen personell überhaupt nicht leisten kann“, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow.

          „Schon jetzt sind Tausende meiner Kolleginnen und Kollegen rund um den Jahreswechsel bundesweit im Einsatz, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.“ Die bereits bestehenden punktuellen Verbote seien „völlig richtig und werden von den Einsatzkräften auch kontrolliert“.

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