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Showbusiness : Paul McCartney verliert Spitzenplatz

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Nicht mehr der Topverdiener unter Britanniens Showgrößen: Paul McCartney
          1 Min.

          Sechs Jahre lang war Paul McCartney im britischen Show-Business Spitze - was das Vermögen angeht. Nun wurde der Ex-Beatle von einem gebürtigen Australier auf Platz zwei verdrängt: Musikproduzent Clive Calder führt mit mindestens 1,2 Milliarden Pfund (1,8 Milliarden Euro) die von der „Sunday Times“ erstellte Liste der Reichen im Showgeschäft an.

          Calder ist als Neuling der Shootingstart auf der Liste. Seinen Durchstart verdankt der 57jährige in erster Linie nicht dem Erfolg der von ihm produzierten kreativen Arbeit, sondern dem Verkauf der Plattenfirma Zomba an den Musikkonzern BMG. Zomba hat neben anderen die Stars wie Popsirene Britney Spears und die Boygrouzp N'Sync unter Vertrag. Mit dem 1,2-Milliarden-Deal ließ er McCartney weit hinter sich, dessen Vermögen mit 760 Millionen Pfund gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb.

          Mit Harry Potter auf Platz drei

          Hinter dem ewigen Sonnyboy folgt Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling mit 435 Millionen Pfund. Im Bereich Film und Fernsehen wurde die Schriftstellerin dank der Verfilmung ihrer Kinderbücher sogar erste. Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber ist der Liste zufolge 400 Millionen Pfund schwer.

          Nummer 3: Harry Potters „Mutter” J.K. Rowling (430 Millionen Pfund)
          Nummer 3: Harry Potters „Mutter” J.K. Rowling (430 Millionen Pfund) : Bild: dpa

          Verglichen mit diesen Summen sind die Einkommensverhältnisse aktueller Popstars mit britischem Paß geradezu bescheiden: Madonna und ihr Mann, der Filmregisseur Guy Ritchie, kommen zusammen auf 215 Millionen; das Schauspielerpaar Catherine Zeta-Jones und Michael Douglas auf 160, Ozzy und Sharon Osbourne auf 100 Millionen Pfund. Auch Altrocker Mick Jagger von den Rolling Stones kann Ex-Beatle McCartney finanziell gesehen nicht das Wasser reichen: Auf 180 Millionen Pfund wird sein Vermögen geschätzt. Damit liegt er knapp vor Elton John und Sting mit je 175 Millionen.

          Fuller verdient an Superstar-Shows

          Einen spektakulären Aufstieg legte neben Spitzenverdiener Calder der Urvater aller Superstar-Shows hin, Simon Fuller. Jedes Mal, wenn sein ursprünglich „Talent Show“ genanntes Konzept in Deutschland oder anderswo kopiert wird, streicht Fuller Lizenzgebühren ein. Allein im vergangenen Jahr konnte er damit sein Vermögen von 90 auf 220 Millionen Pfund steigern.

          So beeindruckend diese Zahlen auch klingen: Spitzeverdiener sind die Genannten nur in der Show-Branche. In einer branchenübergreifenden Liste, die die renommierte Tageszeitung „Times“ noch unter Verschluß hält, kommt keiner von ihnen in die britischen Top Ten. Calder liege dort gerade einmal auf Platz 23. Die jährlich erscheinende Liste basiert auf Vermögenswerten wie Land, Immobilien, Firmenanteile oder Kunstwerke. Auf Bankkonten gelagertes Geld wird nicht eingerechnet.

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