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Seuchen : West-Nil-Virus: US-Staat Louisiana zum Notstandsgebiet erklärt

  • Aktualisiert am

Der Sprung des West-Nil-Virus von Afrika in die USA gilt als alarmierendes Beispiel für die Ausbreitung von Seuchen über große Entfernung hinweg. Jetzt gibt es neue Todesfälle

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          In den USA breitet sich das durch Mücken übertragenen West-Nil-Virus dramatisch aus. Allein im Bundesstaat Louisiana starben in den vergangenen Tagen vier Menschen, über 60 infizierten sich mit dem Virus. Louisianas Gouverneur Mike Foster erklärte nach dem schlimmsten Ausbruch seit dem ersten Auftauchen des Virus in den USA vor drei Jahren für seinen Staat den Notstand, um damit Bundesgelder für die Bekämpfung der Mücken zu erhalten.

          Das ganze Wochenende über spritzten die Behörden Tümpel, Teiche und Büsche mit Moskitospray, um der Plage Einhalt zu gebieten. Der Chefepidemiologe Louisianas, Raoult Ratard, äußerte sich skeptisch. „Das ist vermutlich nur der Anfang. Es gibt keine Anzeichen dafür, dassdie Infektionszahlen runter gehen“, sagte der Arzt.

          Virus breitet sich in den USA aus

          Er rechne schon allein deshalb mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen, weil es noch eine ganze Reihe verdächtiger Fälle gebe, bei denen das Testergebnis noch erwartet werde. Der Sprecher der Gesundheitsbehörde von Louisiana, Bob Johannessen, wies darauf hin, dass es im vergangenen Jahr lediglich einen einzigen Infektionsfall gegeben habe.

          Die neuen Fälle im Süden der USA beweisen, dass sich das Virus, das normalerweise in Afrika und dem Nahen Osten vorkommt, in den USA weiter ausbreitet. Bisher war das Virus vor allem an der Ostküste aufgetaucht, wo in den vergangenen zwei Jahren 18 Menschen ums Leben gekommen waren. Dutzende von Kindern und älteren Menschen wurden infiziert.

          Tote Vögel als Vorboten der Epidemie

          Vorboten der Gefahr sind meist tote Vögel. Das Virus befällt unter anderem Krähen. So wurde kürzlich im Garten des Weißen Hauses in Washington eine mit dem West-Nil-Virus infizierte tote Krähe gefunden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Washington war dies bereits der 46. tote Vogel, bei dem seit Beginn des Jahres eine Virusinfektion festgestellt wurde. Menschen haben sich bisher in der US-Hauptstadt nicht infiziert.

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