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Seuchen : Gabun: Haben Affen das Ebola-Virus verbreitet?

  • Aktualisiert am

Ebola-Virus unter dem Mikroskop Bild: dpa

Möglicherweise haben Affen das tödliche Ebola-Virus in der Seuchenregion in Gabun verbreitet. Dort waren vor Tagen zahlreiche tote Primaten aufgefunden worden.

          Nach jüngsten Erkenntnissen haben offenbar Affen in Gabun das tödliche Ebola-Virus verbreitet. Das wurde in der vom Ausbruch der Fieberkrankheit betroffenen Region Ogooue Ivindo im Nordosten des Landes bekannt. Wie Bewohner der Gegend berichten, war in den vergangenen Tagen eine größere Anzahl toter Primaten aufgefunden worden - wobei nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation nicht klar ist, ob die toten Tiere das Virus in sich trugen.

          Der jüngste Ausbruch der gefährlichen Ebola-Krankheit hat in Gabun inzwischen elf Menschen das Leben gekostet. Das hat der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Gregory Hartl, bestätigt. Möglicherweise haben die infizierten Menschen das Fleisch der toten Tiere gegessen und sich so mit dem tödlichen Virus angesteckt. In Gabun ist der Verzehr von Affenfleisch durchaus üblich. Ein zweites Expertenteam der WHO ist inzwischen in der Seuchenregion eingetroffen, um die örtlichen Gesundheitsbehörden zu unterstützen.

          Zwei mögliche Infektionsherde

          Hartl blieb bei seiner Darstellung, dass es offenbar zwei Infektionsherde gebe, einen in einem Dorf und einen anderen im nahe gelegenen Wald. Letzteres würde zum berichteten Fund der toten Primaten passen. Bereits in der vergangenen Woche hatte die WHO Spezialisten in das westafrikanische Land geschickt, nachdem ein Labor den Verdacht auf Ebola bestätigt hatte. Die Teams sollen bei der Eindämmung der Krankheit helfen und medizinisches Personal mit dem Umgang von Masken und Handschuhen vertraut machen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Es ist der erste bekannte Ebola-Ausbruch seit der Epidemie in Uganda im vergangenen Jahr, der mehr als 220 Menschen zum Opfer fielen. Gabun wurde zuletzt 1996/97 von der Krankheit heimgesucht.

          Hämorrhagische Fieber: Zentralafrika ist die Ebola-Region

          Kongo: Menschen starben an Atemwegserkrankung

          In Kongo, wo die WHO mindestens 17 Todesfälle untersucht, schlossen Experten inzwischen Ebola als Krankheitsursache aus. Es handele sich vermutlich eher um eine Atemwegserkrankung, erklärte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Kinshasa. Bereits am Montag hatten die Gesundheitsbehörden des Landes Entwarnung gegeben, da Behnadlungen mit Antibiotika bei den Patienten anschlugen. Gegen Ebola gibt es dagegen bisher kein wirksames Mittel. Die Krankheit verläuft in rund 90 Prozent aller Fälle tödlich.

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