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Sektionsergebnis : Knut litt nicht an einem Tumor

  • -Aktualisiert am

Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz spricht von deutlichen Veränderungen des Gehirns Bild: dapd

Knuts Gehirn war offenbar schwer geschädigt. Im Gespräch mit FAZ.NET weist der Berliner Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz Vorwürfe zurück, Inzucht sei Schuld am Leiden des Eisbären.

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          Knut litt an schweren Gehirnveränderungen, aber nicht an einem Tumor. Das sagte Bernhard Blaszkiewitz, Direktor des Zoos Berlin, am Mittwoch über die Erkenntnisse aus der Sektion des Eisbären. Ein genaueres Ergebnis wollen der Zoo und das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) erst am Freitag bekanntgeben. Im IZW untersuchte man Knut mit Hilfe eines Computertomographen, der auch große Tierkörper fasst. „Hätte Knut einen Tumor gehabt, dann hätte man ihn bei dieser Untersuchung gesehen“, sagte Blaszkiewitz. „Die Ursache für die Gehirnveränderungen ist noch nicht klar. Es könnte eine Infektion sein, aber auch andere Erkrankungen sind möglich.“

          Blaszkiewitz war nicht im Zoo, als Knut am Samstag vor den Augen vieler Besucher verendete. Der Zoologe hat sich aber das Video von Knuts letzten Momenten angesehen. „Schon das Verhalten des Bären in dieser Aufzeichnung deutete auf neurologische Schäden hin“, sagte Blaszkiewitz. „Man hat gesehen, wie er gezuckt hat.“ Die Pfleger, die sich um Knut kümmerten, seien betroffen, aber gefasst. Zuletzt hatte vor allem der Bärenpfleger Ronny Henkel um Knut gekümmert.

          Ist Inzucht schuld?

          Während sich die Pathologen im IZW das Gehirn von Knut derzeit unter dem Mikroskop ansehen, befindet sich das Fell des Eisbären schon im Naturkundemuseum. Ein erfahrener Präparator wird das Tier ausstopfen. Vorwürfe von Tierschützern, Knut sei besonders krankheitsanfällig gewesen, weil sein Vater Lars ein Inzucht-Tier war, weist Blaszkiewitz zurück. „Knuts Eltern waren nicht miteinander verwandt; die Mutter war ein Wildtier aus Kanada“, sagt der Zoodirektor. „Die Mutter des Vaters wurde sogar 33 Jahre alt und starb dann an Leberkrebs.“ In Zoos könnten Eisbären 40 Jahre alt werden.

          Knut im Januar 2010 in seinem Gehege
          Knut im Januar 2010 in seinem Gehege : Bild: AFP

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