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Entlaufene Zirkustiere : Sechs Kamele galoppieren durch Kiel

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Dieses Exemplar hat sein Gehege nicht verlassen: ein Kamel im Zoo Krefeld Bild: dpa

Ein halbes Dutzend Kamele entkam am Wochenende aus einem Zirkus und marschierte durch Kiel. Die Polizei nahm mit mehr als 20 Beamten die Verfolgung auf. Schließlich griff sie zu einem bewährten Mittel: dem Polizeikessel.

          Sechs auf Abwege geratene Kamele haben am Samstagabend in Kiel die Polizei auf den Plan gerufen. Wie die Beamten am Montag mitteilten, hatten die Tiere die Aufmerksamkeit eines Ordnungshüters auf sich gezogen, als sie plötzlich am Fenster seines Polizeireviers im Stadtteil Gaarden nahe der Innenstadt vorbei galoppierten. Die Polizei nahm die Verfolgung auf.

          Nach einem Bericht der „Kieler Nachrichtne“ waren 25 Beamte mit acht Fahrzeugen im Einsatz. Die Beamte sperrten demnach vier Kreuzungen ab und schaffen es schließlich gemeinsam mit Zirkus-Mitarbeitern, die Tiere auf einem Parkplatz einzukesseln. Von dort wurden sie mit einer Poizeieskorte zurück zum Zirkus gebracht, aus dem sie entlaufen waren.

          Wie die sechs Ausreißer unbemerkt aus ihrem Gehege entkommen konnten war der Polizei zufolge zunächst noch unklar. Der Zirkusdirektor Sperlich zeigte sich gegenüber den „Kieler Nachrichten“ überzeugt davon, dass jemand nachgeholfen hat. „Die Kamele wurden absichtlich freigelassen. Anders ist das nicht zu erklären.“

          Es war bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass Kamele in einer deutschen Stadt für Aufsehen sorgten. Erst am Donnerstag waren acht Kamele und Dromedare in Schweinfurt aus einem Zirkusgehege entkommen und auf eine viel befahrene Straße gelaufen. Ein Tier wurde dabei von einem Auto angefahren und am Bein verletzt.

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