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Schweinegrippe : WHO erklärt Pandemie für beendet

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Hat er sich etwa umsonst impfen lassen? Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler im Dezember Bild: dpa

Mehr als 18 400 Menschen in 200 Ländern fielen der Schweinegrippe seit dem Ausbruch im Frühjahr 2009 zum Opfer. Nun hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pandemie für beendet erklärt.

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          Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Schweinegrippe-Pandemie für beendet erklärt. Das neue H1N1-Virus habe inzwischen einen Großteil seines ursprünglichen Gefahrenpotenzials eingebüßt, sagte die WHO-Chefin Margaret Chan am Dienstag in einer Telefonkonferenz in Genf. „Wir kommen nun in eine Phase nach der Pandemie.“ Zuvor hatte eine Gruppe von Wissenschaftlern die Herabstufung der Schweinegrippe von der höchsten Warnstufe empfohlen. Seit dem Ausbruch der Seuche im Frühjahr 2009 fielen dem Erreger nach Angaben der WHO mehr als 18 400 Menschen in etwa 200 Ländern zum Opfer.

          Ein 15-köpfiger „Notfall-Ausschuss“ der Genfer UN-Behörde hatte sich für die Neueinstufung entschieden. Vermehrte Ausbrüche der Grippe außerhalb der normalen Saison würden derzeit nicht mehr beobachtet, sagte Chan zur Begründung. Zudem sei die Gesamtzahl der registrierten Influenza-Fälle auf ein normales Niveau zurückgekehrt.

          „Dieses Mal hat uns schlichtweg viel Glück geholfen“

          Das H1N1-Virus hatte sich Anfang vergangenen Jahres zunächst vor allem in Mexiko und in den Vereinigten Staaten rasant ausgebreitet. Im Juni stufte die WHO die Seuche erstmals seit 40 Jahren wieder als eine globale Pandemie mit dem höchsten Gefahrenniveau 6 ein. Aus Sicht Chans verlief die Schweinegrippe insgesamt glimpflich. Es hätte sehr viel schlimmer kommen können, meinte die WHO- Direktorin. „Dieses Mal hat uns schlichtweg viel Glück geholfen. Das Virus mutierte während der Pandemie nicht in zu einer tödlicheren Form.“
          Der Umgang der Weltorganisation mit der Schweinegrippe war auf hefitge Kritik gestoßen. So hieß es, die WHO habe überzogen reagiert, da das Ausmaß weitaus geringer war als zunächst angenommen. Inzwischen haben nicht nur die WHO sondern auch Experten diese Vorwürfe als nicht stichhaltig zurück gewiesen.

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