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Schützen : Studie zu Schützenvereinen in Deutschland

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Soziologe Arne Niederbacher Bild: privat

Arne Niederbacher promoviert über die Faszination von Menschen für legale Schusswaffen. In Dortmund betreibt er Studien zum „Schießen im Verein“.

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          Arne Niederbacher promoviert über die Faszination legaler Schusswaffen für Menschen. Am Lehrstuhl für allgemeine Soziologie der Universität Dortmund unter Professor Ronald Hitzler betreibt er Studien zum „Schießen im Verein“.

          Dabei wenden er und sein Kollege Thomas Bucher Untersuchungsmethoden der so genannten lebensweltlichen Ethnographie an. Diese Art der Soziologie arbeitet nicht mit Fragebogen, sondern die Forscher gehen selbst mitten in das Forschungsfeld hinein. Der 31-jährige Niederbacher erklärt warum: „Als ich mit der Studie begonnen habe, hatte ich zunächst eine Negativdefinition. Ich fragte mich, warum Menschen Waffen brauchen?“ Daher war es nötig, selbst in das Feld hineinzugehen.“ Er bemängelt, dass sich Psychologen, Pädagogen und Medienwissenschaftlern, gerade jetzt im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Erfurt, in weitgehender Unkenntnis der konkreten Abläufe äußerten.

          Misstrauische Schützen

          Gerade in Schützenvereinen müsse zunächst ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, weil sonst die Menschen gar nicht mit dem Forscher redeten. „Es ist schwer da hineinzukommen, weil die Schützen sehr misstrauisch sind, weil sie schlechte Erfahrungen - besonders mit Medien - gemacht haben“, sagt Niederbacher. Daher müsse man in das Feld eintauchen und eine Vertrauensbasis aufbauen. „Dann geht das eigentlich sehr gut, auch wenn es lange gedauert hat,“ so Niederbacher.

          Lesen Sie im Hauptteil des Interviews, welche Motive Menschen zu Schützen machen: Interview: "Die Motivation ist die Waffe", warum Fälle wie in Erfurt nicht zu verhindern sind: Interview: „Fälle wie in Erfurt nicht durch schärfere Gesetze zu verhindern“ , und wie Waffen in Deutschland vergeben werden: Interview zur Waffenvergabe in Schützenvereinen.

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