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Sprachforschung : Eskimos haben gar nicht die meisten Wörter für Schnee

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Sieht man gar nicht so oft, gibt aber trotzdem jede Menge Wörter dafür: Schnee in Schottland Bild: AP

Lange galt als unumstößliche Wahrheit: Die Inuit haben die meisten Wörter für Schnee. Stimmt gar nicht, haben Wissenschaftler nun herausgefunden.

          Eigentlich fällt bei ihnen gar nicht so viel Schnee im Laufe eines Jahres, doch einer neuen Untersuchung zufolge haben Schotten deutlich mehr Wörter für die weiße Pracht als Eskimos. Insgesamt 421 Wörter für Schnee fanden Forscher der Universität Glasgow in der schottischen Sprache. Dazu zählen laut der am Mittwoch veröffentlichten Auflistung Zungenbrecher wie „flindrikin“ für einen leichten Schneeschauer und „feefle“ für herumwirbelnden Schnee.

          Bisher war allgemein davon ausgegangen worden, dass die Inuit die meisten Wörter für Schnee haben. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, dass die Eskimos einfach weltweit am meisten mit Schnee und Eis konfrontiert seien.

          Doch nun fanden die Wissenschaftler in ihrer über Generationen zurückgehenden Untersuchung in der schottischen Sprache deutlich mehr Wörter für Schnee. „Wetter war über Jahrhunderte ein bedeutender Faktor des Lebens der Menschen in Schottland“, sagte Forscherin Susan Rennie. „Die Zahl und die Vielfalt von Wörtern zeigen, wie wichtig es für unsere Vorfahren war, über das Wetter zu kommunizieren.“

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