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Darunter auch Kinder : „Alan Kurdi“ rettet 100 Migranten aus Booten im Mittelmeer

  • Aktualisiert am

Das Seenotrettungsschiff „Alan Kurdi“ von der Hilfsorganisation Sea-Eye Bild: dpa

Aus Schlauch- und Holzbooten hat die Hilfsorganisation Sea-Eye Menschen geborgen, die über das Mittelmeer von Libyen nach Europa gelangen wollten. Die Küstenwache reagiere derzeit nicht mehr auf Notfallmeldungen.

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          Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye hat im Mittelmeer mehr als 100 Migranten gerettet. Die Crew habe am Samstag insgesamt 114 Menschen aus einem Schlauch- und einem Holzboot aufgenommen, teilte Sea-Eye mit. Unter den Betroffenen seien acht Kinder und acht Frauen, darunter eine Schwangere.

          Die Migranten hätten „unwahrscheinliches Glück“ gehabt, dass die Besatzung der „Alan Kurdi“ sie entdeckte, sagte Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye. Die libysche Küstenwache und die Internationale Organisation für Migration (IOM) äußerten sich zunächst nicht zu der Rettung.

          Bereits 590 Menschen gestorben

          Nach Angaben von Sea-Eye reagierten weder die europäischen Rettungsleitstellen noch die Küstenwache auf die Notfallmeldungen per Telefon oder per E-Mail. „Inzwischen hat man jede Kommunikation mit Hilfsorganisationen eingestellt und in Europa sieht sich niemand mehr für diese Menschen zuständig. Sie werden den Libyern oder dem Meer ausgeliefert“, sagte Jan Ribbeck aus der Einsatzleitung von Sea-Eye.

          Die „Alan Kurdi“, die sich um die Rettung von Migranten in Seenot bemüht, ist seit etwa einer Woche wieder im Mittelmeer unterwegs. Italienische Behörden hatten das Schiff im Mai unter anderem mit der Begründung technischer Mängel festgesetzt. Später durfte das Schiff zur Wartung in einen spanischen Hafen bei Valencia fahren. Vor einer Woche erteilten spanische Behörden dann die Erlaubnis zum Ablegen.

          Von Libyen aus versuchen immer wieder Flüchtlinge und Migranten die gefährliche Überfahrt nach Europa. Dabei kamen im Mittelmeer nach Angaben der IOM dieses Jahr mehr als 590 Menschen ums Leben.

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