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Saudi-Arabien : Großmufti verbietet Schachspiel

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Der saudische Großmufti Scheich Abd al Aziz Al Sheikh mag kein Schach Bild: AP

So schlimm wie Alkohol und Glücksspiel: Schach gehöre verboten, sagt ein hochrangiger Geistlicher. Die saudische Schachgemeinde will sich nicht beirren lassen und ausgerechnet in der heiligen Stadt Mekka ein Turnier veranstalten.

          Nachdem der führende Geistliche Saudi-Arabiens per Fatwa das Schachspiel untersagt hat, regt sich Widerspruch in dem islamischen Land. Wie Alkohol und Glücksspiel sei Schach „das Werk Satans“, entschied Scheich Abd al Aziz Al Sheikh laut einem Bericht der New York Times.

          Seine religiöse Auslegung hatte der Großmufti offenbar in einer Fernsehsendung als Antwort auf die telefonische Frage eines Zuschauers gegeben. Während der genaue Zeitpunkt der Erklärung unklar sei, schreibt die Zeitung, habe sie in den letzten Tagen zunehmend für Aufsehen gesorgt. An diesem Freitag soll in der saudi-arabischen Stadt Mekka ein Schachturnier beginnen.

          Schach mache „den Reichen arm und den Armen reich“, sagte Al Sheikh. Es führe zu Feindseligkeiten und Zeitvergeudung. Der Islam verbietet Glücksspiel.

          Ein Mitglied des saudischen Schachverbands verteidigte seinen Sport per Twitter. Schach habe mit Glücksspiel nichts zu tun, man veranstalte regelmäßig Turniere und werde es auch weiter tun, sofern man nicht „zum Gegenteil gezwungen“ werde.

          Fatwas sind religiöse Interpretationen, die in Saudi-Arabien eher als Richtschnur denn als Gesetz gelten. Ob die Regierung das Verbot durchsetze, sei fraglich, schreibt die New York Times.

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          Das Schachspiel hat in der arabischen Welt eine lange Tradition und weite Verbreitung.

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