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Sars-Epidemie 2003 : Eine neue Krankheit auf dem Vormarsch

  • Aktualisiert am

Sars-Alarm Bild: AP

Die bis dahin unbekannte Lungenkrankheit Sars löste weltweit eine Hysterie aus. Rasend schnell breitete sich das Virus aus, vor allem Asien war betroffen. Die Wirtschaft brach ein, ein Schaden in Höhe von 15 Milliarden Dollar entstand.

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          Die Lungenkrankheit Sars, das Schwere Akute Atemwegssyndrom, hat im Frühjahr und Sommer 2003 weltweit Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Ein bislang unbekannter Erreger verursacht zunächst grippeähnliche Symptome, in vielen Fällen sterben die Erkrankten. Besonders in Asien breitete sich die Krankheit rasant aus.

          Durch den regen Reiseverkehr verbreitete sich der Erreger über die ganze Welt. In Kanada, Amerika und Europa gab es Krankheitsfälle, der diffusen Symptome wegen aber deutlich mehr Verdachtsfälle, die ausgeräumt werden konnten. Die Fluglinien, die ohnehin von der weltweiten Flaute betroffen waren, litten weiter unter Sars. Sie ergriffen Maßnahmen gegen die Krankheit, und hofften so, Passagiere von sicherem Reisen überzeugen zu können. Auch die Börsen der Welt reagierten auf die Krankheit.

          Nachdem im Herbst das Virus besiegt schien, tauchten zu Beginn des Jahres 2004 neue Fälle in China, Verdachtsfälle auf den Philippinen und in Malaysia auf. Wildtiere wurden zu tausenden getötet, um Ansteckungen auszuschließen.

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          Mediziner entschlüsselten schon vorher das Genom des Erregers, eines Coronavirus, entschlüsselt. Jetzt sind sie auf der Spur von Impfstoffen und Diagnosetests. Doch wie lange es dauert, und wie viele Menschen bis dahin noch an dem Erreger sterben, steht in den Sternen. Eines der Opfer der Krankheit ist der Arzt Carlo Urbani, der Sars entdeckt hat.

          Um sich vor der Krankheit zu schützen, tragen viele Menschen in asiatischen Ländern Gesichtsmasken. Nach den neuerlichen Fällen gehören diese wieder zum Straßenbild. Patienten mit Sars-Symptomen kommen unter Quarantäne. Nur unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen werden sie behandelt, damit die Krankheit sich nicht weiter ausbreitet.

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