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Rüge für „88“-Waschmittel : Hitlergruß? Dann war’s wahrscheinlich Ariel

  • Aktualisiert am

Bessere Zeiten: Anzeigenmotiv für „Ariel“ aus dem Jahr 1968. Bild: dpa

Procter & Gamble bringt das Waschmittel „Ariel 88“ mit „neuer Konzentration“ auf den Markt. Mit der Entrüstung aus dem Netz hatte der Konzern nicht gerechnet.

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          Zum Jahrestag des Sieges der Alliierten über Nazi-Deutschland ist der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble für sein neues Waschmittel „Ariel 88“ scharf kritisiert worden. Die Sonderedition zur Fußball-Weltmeisterschaft zeigt ein Deutschland-Trikot mit dem Namen „Ariel“ und der Spielernummer 88. Die Zahl wird unter Rechtsextremisten als Grußformel für „Heil Hitler“genutzt; das H ist der achte Buchstabe des Alphabets. Der Fall ist umso prekärer, weil das Waschmittel auf der Packung mit einer „neuen Konzentration“ für „besondere Reinheit“ wirbt.

          Ein Twitter-Nutzer hatte auf den Lapsus aufmerksam gemacht, der den Hersteller nun in Erklärungsnot gegenüber erbosten Kunden bringt. „Wir wollten ursprünglich nur für mehr Waschladungen werben“, sagte eine Sprecherin von Procter & Gamble.

          Das Produkt wurde offenbar schon ab Mitte April verkauft. Wie lange es erhältlich gewesen sei, wisse man nicht, sagte die Sprecherin. „Seit dem 5. Mai liefern wir es nicht mehr aus.“ Das Unternehmen sei nun „frohen Mutes, das Problem im Griff zu haben“. Der Fehler sei schon vor der Rüge aus dem Netz aufgefallen, „etwas zu spät vielleicht“.

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