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Rote Liste : Artenschützer warnen vor weiterem Tier- und Pflanzensterben

  • Aktualisiert am

Die Artenvielfalt nimmt weiter ab: Auf der Roten Liste der Welt-Artenschutz-Union (IUCN) stehen 11.100 Arten, die vom Aussterben bedroht sind.

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          Die Welt-Artenschutz-Union (IUCN) hat am Dienstag in Genf vor weiterem Tier- und Pflanzensterben gewarnt. Insgesamt seien mehr als 11.100 Arten vom Aussterben bedroht, hieß es in der erstmals seit zwei Jahren aktualisierten „Roten Liste der bedrohten Arten“.

          Im Vergleich zum Stand des Jahres 2000 seien inzwischen 121 weitere Pflanzen- und Tierarten auf den Index gesetzt worden, teilte die IUCN mit. Hauptursache für den Fortgang des Artensterbens seien kleiner werdende Lebensräume, die beispielsweise durch Verschmutzung oder Jagd eingeschränkt würden. Auch die Einführung ortsfremder Arten könne angestammte Pflanzen und Tiere gefährden. Experten befürchten, dass viele Arten schon ausstürben, bevor sie überhaupt erforscht seien.

          Überleben im atomaren Testgebiet

          Von den 121 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten gelten wenige als besonders bedroht (critically endangered). So das in der Mongolei und China beheimatete Wildkamel ("wild bactrian camel"), von dem noch etwa 1.000 Exemplare am Leben sein sollen. Für Forscher, die sich erst 1999 näher mit den Tieren befassten, sind besonders ihre Überlebensstrategien interessant. Die Heimat der Wildkamele ist ein teilweise atomares Testgebiet, dort müssen sie außerdem ihren Durst mit Salzwasser stillen.

          Beim Weltgipfel im südafrikanischen Johannesburg hatten die teilnehmenden Regierungen Anfang September zugesagt, die Geschwindigkeit des Artensterbens bis 2010 entscheidend zu reduzieren. Konkrete Ziele wurden jedoch nicht verabschiedet.

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