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Festival : Weiter Rock am Nürburgring

Aus „Rock am Ring“ wird ab dem kommenden Jahr „Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“. Bild: dpa

Internationale Stars, Termin und Ort – fast alles bleibt bei dem Festival am Nürburgring beim Alten. Lediglich die Veranstalter wechseln.

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          Am Nürburgring wird es auch weiterhin ein großes Rockmusik-Festival geben. Das gaben der neue Betreiber des Rings, die „Capricorn Nürburgring GmbH“ (CNG), und der neue Musikpartner „Deutsche Entertainment AG“ (DEAG) am Dienstag bekannt.

          „Fast alles“ wie bisher

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Beide Seiten schlossen einen Vertrag über fünf Jahre. Unter dem Namen „Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring“ sollen auch künftig „Superstars der internationalen Musikszene“ in der Eifel spielen. Überhaupt soll „fast alles“ bleiben wie bisher,  selbst am traditionellen Termin der Veranstaltung, dem ersten Juniwochenende, wird festgehalten. Damit tritt das Festival auch in zeitliche Konkurrenz zu „Rock am Ring“, der Veranstaltung, die am kommenden Wochenende zum 29. und letzten Mal am Nürburgring stattfinden wird.

          Am Freitag war bekannt geworden, dass die Nürburgring Betriebsgesellschaft den Vertrag mit dem „Rock am Ring“-Veranstalter Marek Lieberberg gekündigt hatte. Und dass zwischen „Capricorn“ und Lieberberg kein neuer Vertrag zustande gekommen war. Lieberberg sucht nun nach einem neuen Veranstaltungsort. Während „Capricorn“ zur Begründung für die Kündigung „EU-rechtliche Anforderungen“ nannte, beschuldigte Lieberberg den Autozulieferer im Gespräch mit FAZ.NET der übertriebenen Profitorientierung.

          Nürburgring muss kostendeckend arbeiten

          Dem widersprach CNG-Geschäftsführer Carsten Schumacher. Am Dienstag sagte er: Gegenüber Lieberberg sei von „Capricorn“ eine Erhöhung der Gewinnbeteiligung von 35 auf 45 Prozent gefordert worden. „Das hat mit Profitgier nichts zu tun, das ist legitim.“ Der Ring müsse als privatwirtschaftliches Unternehmen kostendeckend arbeiten. Er habe den Eindruck gewonnen, dass „Rock am Ring“ in den vergangenen Jahren für Lieberberg deutlich attraktiver gewesen sei als für den Ring. Lieberberg habe Millionen verdient. Der DEAG-Vorstandsvorsitzende Peter Schwenkow sagte, künftig werde der Gewinn je zur Hälfte an die CNG und die DEAG fließen. „Die Grundlage der Zusammenarbeit heißt Partnerschaft und Transparenz.“

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