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Rekord : 300 Meter hoher Schornstein in Leipzig gesprengt

  • Aktualisiert am
Zuendung der Sprengladungen am Schornstein
          1 Min.

          Der 300 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Thierbach südlich von Leipzig ist am Samstag gesprengt worden. Knapp 1.700 Sprengladungen ließen den Turm schlagartig zusammensinken. Der Schornstein war nach Angaben des Energiekonzerns Vattenfall das höchste Bauwerk, das bisher weltweit in Friedenszeiten gesprengt wurde.

          Die so genannte Kollapssprengung war aber nicht gänzlich von Erfolg gekrönt: Der breite Sockel des Schornsteins kippte trotz der zerstörerischen Detonationen nicht um, weil er einen Halt an der herabgestürzten Spitze fand. „Sockel und Spitze halten sich jetzt gewissermaßen die Stange“, sagte ein Sprecher der Vattenfall Europe Generation AG (Berlin) zu der unerwarteten Situation. Ingenieure müssten jetzt prüfen, ob die Reste durch neuerliche Sprengungen oder etwa durch Abrissbirnen beseitigen werden.

          Das Abrisskonzept hatte vorgesehen, den Schornstein zeitversetzt auf vier Ebenen zu sprengen. Dadurch sollte unter anderem erreicht werden, dass die Trümmer nur in einem Radius von 100 Metern niedergehen. Die Zündvorgänge wurden erstmals durch ein computergesteuertes System programmiert.

          Nicht ganz planmäßig verlief die Sprengung des 300 Meter hohen Schornstein - ein Rest blieb stehen
          Nicht ganz planmäßig verlief die Sprengung des 300 Meter hohen Schornstein - ein Rest blieb stehen : Bild: dpa

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