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Raumstation ISS : Außeneinsatz vorzeitig abgebrochen

  • Aktualisiert am

Astronaut Rick Mastracchio bei einem Außeneinsatz Bild: dpa

Dem Astronauten Rick Mastracchio ist bei einem Einsatz im All der Handschuh eingerissen. Die Arbeiten wurden vorzeitig abgebrochen. Noch immer ist nicht entschieden, ob der Schaden am Hitzeschild der „Endeavour“ repariert werden muss.

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          Wegen eines eingerissenen Handschuhs des Astronauten Rick Mastracchio ist der Außeneinsatz an der Internationalen Weltraumstation ISS vorzeitig abgebrochen worden. Wie die amerikanische Weltraumbehörde mitteilte, habe aber bei dem nach gut vier Stunden beendeten Einsatz keinerlei Gefahr für den Astronauten bestanden, der am Freitag mit der Raumfähre „Endeavour“ bei der ISS angekommen war. Es habe sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, so die Nasa.

          Eine Entscheidung über die mögliche Reparatur des Schadens am Hitzeschild der „Endeavour“ wurde noch nicht gefällt. Auf jeden Fall werde der vierte Außeneinsatz von Freitag auf Samstag verschoben. Bei dem dritten Einsatz der „Endeavour“-Crew an der ISS - diesmal gemeinsam mit dem ISS-Langzeitbewohner Clay Anderson - sollte am Mittwoch unter anderem die geplante Verlegung von Sonnensegeln vorbereitet werden. Außerdem wollten die Astronauten bei dem ursprünglich auf sechseinhalb Stunden angesetzten Außeneinsatz an der Verbesserung des ISS-Kommunikationssystems arbeiten und den Standort einer Antenne verändern.

          „Endeavour“-Reparatur vielleicht nicht nötig

          Die Arbeiten seien trotz der verkürzten Zeit weitgehend ausgeführt worden, teilte die Nasa mit. Die endgültige Entscheidung, ob eine Reparatur des Hitzeschilds noch im All notwendig werde, könne erst nach weiterer Tests getroffen werden, so ein Nasa-Sprecher. Zunächst hatte sich die Nasa optimistisch gezeigt, dass auf eine Reparatur verzichtet werden könne, ohne eine Gefahr beim Wiedereintritt des Shuttles in die Erdatmosphäre heraufzubeschwören. Ersten Einschätzungen nach würde die Temperatur der Aluminiumhaut der Raumfähre trotz des Risses in einer Hitzekachel deutlich unterhalb der Risikogrenze bleiben. Sollte die Reparatur nicht nötig werden, würde der vierte Außenbordeinsatzes ganz der Vorbereitung auf die nächsten Shuttle-Missionen dienen, hieß es.

          Und dann passierte das Maleur: Der Handschuh des amerikanischen Astronauten riss ein

          Die „Endeavour“ war beim Start an ihrer Unterseite von einem Stück Isolierschaumstoff getroffen worden, das vom Außentank abgefallen war. 2003 hatte der Aufprall von Schaumstoff den Hitzeschild der Raumfähre „Columbia“ so stark beschädigt, dass sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach. Die Besatzung kam ums Leben.

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