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Raumfahrt : Space Shuttle „Atlantis“ für Start freigegeben

  • Aktualisiert am

Raumfähre „Atlantis”: Bereit zum Start nach zweitägigem Sicherheitscheck Bild: AP

Der Ausbau der ISS kann fortgesetzt werden. Die Raumfähre „Atlantis“ wird dafür riesige Sonnensegel zur Weltraumstation transportieren. Start ist am 27. August. Es ist der erste Frachtflug eines Space Shuttles nach fast vier Jahren.

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          Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat nach zweitägigen Sicherheitsüberprüfungen grünes Licht für den Start der Raumfähre „Atlantis“ gegeben. Der Spaceshuttle soll am 27. August um 16.30 Uhr Ortszeit (22.30 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im amerikanischen Bundesstaat Florida starten.

          Je nach Wetterlage könne der Start bis zum 13. September hinausgezögert werden. Das teilte der zuständige Abteilungsleiter Bill Gerstenmaier Kennedy Space Center in Florida mit.

          Ausbau der ISS

          Mit dem Start der „Atlantis“ will die US-Raumfahrtbehörde nach fast vierjähriger Unterbrechung den Ausbau der Internationalen Raumstation ISS fortsetzen. Die Raumfähre wird riesige Sonnensegel ins All transportieren, die bei drei Außenbordeinsätzen an der ISS angebracht werden sollen. Damit wird sich die Energieversorgung verdoppeln. Statt bisher drei können dann bis zu sechs Astronauten an Bord der Raumstation arbeiten und leben.

          Es soll der erste Frachtflug zur ISS seit der Katastrophe mit dem Shuttle „Columbia“ 2003 sein. Dieses war beim Wiedereintritt in die Atmosphäre wegen eines Lochs in der Außenhülle explodiert. Die Flüge von Raumfähren danach dienten ihrer technischen Verbesserung, um ein solches Unglück künftig zu vermeiden. Die Space Shuttles sind die einzigen Raumfahrzeuge, die schwere Bauteile zur ISS bringen können.

          Probleme mit Hauptantenne

          Vor dem Start müssen die Nasa-Techniker aber noch einige technische Probleme lösen. So wurde festgestellt, daß zwei von vier Befestigungsbolzen der Hauptantenne im Frachtraum der „Atlantis“ zu kurz sind. Die Raumfähre ist zwar schon 26mal mit den kurzen Bolzen ohne Zwischenfälle geflogen. Die Nasa-Techniker schließen aber nicht aus, daß die Antenne bei den Belastungen des Starts abreißen und durch den Frachtraum der „Atlantis“ fliegen könnte, in dem sich das Solarmodul für die ISS befindet. Die Folgen wären katastrophal.

          Die besondere Schwierigkeit liegt darin, daß die Raumfähre bereits auf der Startrampe steht und die Techniker daher sehr schlecht an die Antenne herankommen, um die Bolzen auszuwechseln. „Es ist, als ob man auf einem Surfbrett arbeitet, das an einem Ende festgemacht ist und mit dem anderen aus einem Balkon in der sechsten Etage herausragt“, sagte Shuttle-Programm-Manager Wayne Hale.

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