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Raumfahrt : Satelliten beäugen Shrimp-Farmen - der Umwelt zu Liebe

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Shrimp-Farmen Bild: Esa

Shrimps sind in Europa, den USA und Japan sehr beliebt. Die Erzeugerländer produzieren aber oft ohne Rücksicht auf die Umwelt.

          Ob auf Salat, in Nudelgerichten oder auf Toast, Shrimps sind besonders in Europa, den USA und Japan beliebt. Immer mehr Menschen wollen mit Garnelen Speisen kreieren. In den Ländern, in denen sie produziert werden, kann das zu Problemen führen.

          Die Lebensmittel- und Landwirtschaftsorganisation FAO bezeichnet Shrimp-Farmen als den am schnellsten wachsenden Sektor der Wasserwirtschaft. Shrimps werden besonders in Südamerika und Asien produziert. Die Farmen dort wachsen schnell - oft ohne Rücksicht auf Umwelt und Ressourcen. Manches Naturschutzgebiet wird an den Rändern schon zur Farm. Gerade die Mangrovenwälder und die Küsten mit wilden Shrimp-Beständen bedürfen aber besonderen Schutzes.

          Bilder vom Satelliten aus

          Um das schnelle Wachstums der Farmen einschätzen zu können, sind gute, aktuelle Karten der Gebiete nötig. Sri Lanka startete deshalb mit der europäischen Raumfehrtbehörde (Esa) und der FAO vor einigen Jahren ein Projekt, bei dem von einem Satelliten aus Bilder gemacht werden. Denn Aufnahmen aus Flugzeugen sind erstens teurer und zweitens sehr abhängig vom Wetter - in tropischen Gefilden ist es häufig bewölkt.

          Die Shrimp-Farmen im Seguwantiyu-Testgebiet

          Für das Projekt wurden die Daten eines Gerätes namens SAR (Synthetic Aperture Radar), das alle 35 Tage ein etwa hundert Qudratkilometer großes Gebiet ausmisst, mit der tatsächlichen Situation verglichen. Mehr als 90 Prozent der gesammelten Daten stimmten überein. Ein Ergebnis: Die Shrimp-Farmen sind in den drei Jahren der Studie um 44 Prozent gewachsen. Das SAR hat die Gebiete genau gezeigt, in denen die Produktion besonders schnell gewachsen ist, und so der Regierung Sri Lankas Mittel für die Planung an die Hand gegeben.

          Ab 2002 soll eine Studie zum Wachstum der Shrimp-Farmen in Indien, Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Thailand und Vietnam beginnen.

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