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Raumfahrt : Reparatur-Flug zum Hubble-Teleskop unterwegs

  • Aktualisiert am

Columbia hebt ab Bild: dpa

Nach zwölf Jahren im All sollen die sieben Astronauten an Bord der Raumfähre Colmubia Hubble komplett überholen.

          Sieben Astronauten sind am Freitag mit der US-Raumfähre Columbia zu einem der kompliziertesten Manöver in der Nasa-Geschichte gestartet. Die Crew soll das fast zwölf Jahre alte Weltraumteleskop Hubble auf den neusten technischen Stand bringen. Dazu gehört der vollständige Austausch der anfällig gewordenen Energieschaltzentrale - ein Einsatz, für den fünf Weltraumausstiege geplant sind.

          Die Raumfähre Columbia hob um 6.22 Uhr Ortszeit (12.22 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im amerikanischen Bundesstaat Florida unter größten Sicherheitsvorkehrungen ab. Seit den Terroranschlägen vom 11. September wird der Weltraumbahnhof bei Starts und Landungen von Kampfflugzeugen bewacht. Um den Weltraumbahnhof gilt eine 60 Kilometer weite Flugverbotszone. Der Start war wegen eines Kälteeinbruchs in Florida um einen Tag verschoben worden (siehe Link: Flug zum Hubble-Teleskop verschoben). Die Columbia hat gerade eine 100 Millionen Dollar (rund 115 Millionen Euro) teure Überholung hinter sich.

          Komplettüberholung

          Die Astronauten wollen das Teleskop bei ihrem elftägigen Aufenthalt im All aufrüsten und für mindestens weitere acht Jahre fit für den Weltraum machen. Um die Energieschaltzentrale auszuwechseln, soll das 13 Tonnen schwere Hubble mit einem Roboterarm auf eine Arbeitsplattform an der Columbia gehievt werden. Dafür muss Hubble vollkommen abgeschaltet werden, um die Astronauten vor einem Stromschlag zu schützen. Zudem erhält Hubble zwei neue Solarzellenflügel sowie eine deutlich empfindlichere und schnellere Kamera, die in extrem entfernten Ecken des Universums nach Planeten suchen kann. Die alten Solarzellenflügel waren fast zehn Jahre alt und lieferten nur noch zwei Drittel so viel Strom wie zu Beginn.

          „Wenn man sich das überlegt, ist es eine Ehrfurcht gebietende Verantwortung“, sagte Kommandant Scott Altman nach Angaben des Informationsdienstes space.com vor dem Start. Nach den Plänen soll die Columbia am Sonntag bei Hubble ankommen.

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